Zitat von aequum: Dein Mann hat Dir verziehen... das ist ansich schon sehr ungewöhnlich und kaum zu verstehen. Gleiches gilt für Euren Sohn.
Dir sollte jedoch klar sein, dass das was Du ihnen angetan hast, bei ihnen sicherlich sehr große seelische Narben hinterlassen hat die sich auch in der Zukunft immer mal wieder in Form eines nicht zu kontrollierenden "Flashbacks" schmerzhaft bemerkbar machen werden.
Sprich, das wird niemals in Vergessenheit geraten. Diese Schuld wirst Du nun für den Rest Deines Lebens tragen müssen und sowohl Dein Mann als auch Euer Sohn werden immer mal wieder aufgrund der ewigen Erinnerungen, bzw. "Flashbacks" leiden.
Imgrunde könnt ihr nun nur noch das Beste aus der üblen Vergangenheit machen, um tatsächlich noch auf Dauer miteinander auszukommen aber von einem tiefgründigen Vertrauen Dir gegenüber kann wohl kaum die Rede sein.
Ich muss schon sagen, selten einen solchen vollkommen ausgegorenen Unsinn gelesen!
Respekt! Auch das muss man ja erst einmal zusammenbringen.
(Erst dachte ich erbleichend, hier habe sich live zumindest ein Doppelmord zugetragen.)
Mir schwebt gerade ein aus dem Weihwassertopf herausgetauchtes, im falschen Element nach Luft schnappendes Goldfischköpfchen vor. Oder ein gegrilltes Huhn, das sich ein paar Federchen gestohlen hat, um noch einmal die Sonntagspredigt abhalten zu können im Hühnerstall.
Diese Schuld wird die TE also für den Rest ihres Leben tragen müssen und aufgrund der ewigen Erinnerung (des Vaters und des Sohnes) ...
Ich bin echt geradezu perplex. Ist Dir womöglich Deine erste Freundin nach zwei Wochen mit einem Schulkollegen durchgebrannt, und das ist Dir zur Schreckensgabe für die Ewigkeit geworden?
Welche Schuld denn? Dem Ruf des Lebens einmal nachgegeben zu haben?
Wo das Leben waltet, das ja nicht umsonst waltet, Schuld um Schuld zu sehen - ist das der bittere Augenfehler der krass Zukurzgekommenen?
Dann auch noch ist es so ganz ungewöhnlich und praktisch gar nicht zu verstehen, dass der TEs Mann ihr verziehen hat.
Für mich ist es ganz ungewöhnlich und nicht zu verstehen, wie man es schafft, das für ungewöhnlich und unverständlich zu halten. Dazu muss man wohl geradezu in einem Aquarium herangewachsen sein, abgeschottet von jeder (noch dazu) völlig trivialen Lebensrealität, in der das sogenannte Fremdgehen (nach Jahren) mehr eine Frage der Möglichkeiten und des Lebendiggebliebenseins ist als des treu schlagenden Herzens. Wenn hier etwas ungewöhnlich ist, dann doch wohl, einen solchen Lapsus nicht verzeihen, heißt nicht verwinden zu können. Ja alleine schon, hierin etwas zu sehen, das überhaupt der Vergebung bedürfe, ist mir schon wunderlich genug. Die eigene Dünnhaut-Verletztlichkeit mit ihrer emotionalen Aufladung als Maßstab für bereits Verzeihenswürdiges - das ist ein Hervortun eigener Wichtigkeit und Berechtigtheit über das erträgliche Maß hinaus, das nur ein persönliches Sündenregister von der Länge einer Erwürgeschlage aus dem Überraschungsei schießen lassen kann.
Und jetzt muss ich mal mit dem Schädel gegen die Wand rennen, damit mir Deine denkwürdige antiepikuräische Festrede letztmöglicher Abirrung, diese Entgleisung jeglichen Sinns für das Gute und Schöne und Hoffnungsfrohe und Frühlingshafte bis in alle Ewigkeiten in Erinnerung bleibt.