Zitat von shedia11: Nur die Narben jucken noch und schmerzen, wenn wieder etwas gerade schief läuft im Leben.
Nennt sich "Leben", gehört nun mal dazu.
Manches kann man überwinden, wenn genug Wasser die Isar runter und manches nicht.
Zitat von Otten82: Man ist dann aber kein andere Mensch.
Nein - ist man nicht, das Päckchen, was wir tragen, bleibt, egal wohin das Leben gleitet. Aber wenn sie trotzdem versucht, sich zu erläutern, sich uns gegenüber zu sitzen und ihren Schmerz sich aussetzt, wobei ich das Gefühl habe, zum ersten Mal seitdem diese Geschichte sich hier verselbstständigte. Dann kann ich zumindest, dieses "Geständnis" hier, versuchen nicht zu bewerten.
Ich kann mir denken, das sie ähnlich, wie ein feenhaftes Forumswesen, immer wieder anfällig ist - für ihr unrundes Leben. Und Steine werfen - kann ich auch gut, aber scheinbar braucht sie uns, um all dieses zu bereden.
Wir "kennen" sie ja nun schon ne Weile, wer ihr "gutes" tun will, darf es anmerken - ebenso, wenn man dem "Braten" nicht traut.
Recht viele Leute zum Reden, wird sie nicht haben - und es wird ja keiner gezwungen, es zu tun. Ich glaube ja irgendwie immer noch, das Sie mehr als eine Chance braucht. Und das zu erkennen, was ihr widerfuhr, welches Rüstzeug Gott ihr gab - zu verstehen, zu akzeptieren - ja auch ein besonderes ist. Sie wird vermutlich nie mehr ganz gesund, im Herzen und in der Seele. Das ist ihr Päckchen, das sie trägt - und wenn man nichts zu beitragen will, dann ist das auch völlig ok.
Wenn man dir über zwei Drittel deines Leben sagt, du bist nichts, du kannst nichts, du verdienst nichts und egal was du tust, es wird sich nie jemand finden, der es tut - dann hinter lässt das verdammt tiefe Kerben. Sie wird es ihr gesamtes Restleben vermutlich auf arbeiten, mal besser - mal schlechter, dann ist es begrüßenswert, wenn sich immer wieder Menschen finden, die ihren Leiden Tribut zollen.
Man kann ihr immer noch nachtragen, das sie mehr Hilfe brauchte, mehr Zuspruch, mehr Seitenhiebe, mehr dieses besondere Forumsding, wenn Toxizität wie Blut durch Adern fließt und man sich am Abgrund findet, wo wirklich keiner sein will, wo manche sich das Leben nehmen.
Wer sich trotzdem, sich selbst stellt - ist doch schon was.
Ein gewisses Maß an Rückfällig-werden-Dings ist vorhanden, aber sie braucht uns - sich zu erden. Sonst hat sie doch kaum wen.
Egal was ich von ihr halte - aber ich entscheide, ob ich mitschreibe - oder es lasse.