Hallo Ihr Lieben,
ich möchte wirklich nicht falsch verstanden werden. Es ist doch völlig legitim, sich für den Erhalt seiner Ehe/Beziehung zu entscheiden. Ich versuche nur, Motive herauszuarbeiten, warum viele trotz fehlender Liebe bei ihren Partnern verbleiben. Diese Motive müssen selbstverständlich nicht und schon gar nicht auf jeden zutreffen.
"langjährige Beziehungen Ehen haben Durststrecken"
Ja, das können sie haben. Ich habe mich nur immer gefragt, ob diese Durststrecken von äußeren Umständen (berufliche Probleme etc.) abhängen oder ob sie aus der Beziehung heraus entstehen. Ich denke, es gibt einen Unterschied, ob eine Durststrecke durch eine Entfremdung innerhalb der Partnerschaft entsteht oder ob die derzeitigen Lebensumstände für sie verantwortlich sind. Und ich habe mir auch immer die Frage gestellt, wo der Übergang von einer Durststrecke hin zu einer Entfremdung bzw. einem massiven Verlust an Liebe für den Partner ist. Ich kann gut verstehen, wenn man sich für die Partnerschaft entscheidet, sofern noch Liebe für den Partner vorhanden ist. Ich habe auch Durststrecken erlebt. Allerdings hatte ich nie das Bedürfnis nach Kompensation außerhalb der Beziehung. Das ist erst dann eingetreten, als ich meinen Mann nur noch freundschaftlich "geliebt" habe.
Zudem bin ich der Überzeugung, dass (längeres) Betrügen eine Beziehung/Ehe nicht unbedingt verbessert. Denn die Energie, die man für die Liebe außerhalb der Beziehung aufbringt, wird ja dann eben nicht für eine Verbesserung der Hauptpartnerschaft verwendet. Natürlich kann eine Außenbeziehung die Hauptpartnerschaft für den Betrügenden stabilisieren. Aber diese Stabilisierung findet ja nicht durch die Hauptbeziehung statt, sondern speist sich durch die Affäre. Mal von den ganzen Konsequenzen abgesehen, die entstehen, falls die Affäre auffliegt.
Ich für mich möchte drei Dinge ausschließen:
1. in einer nicht mehr befriedigenden Partnerschaft verbleiben, wenn keine Hoffnung mehr auf Verbesserung besteht,
2. die Partnerschaft aufpeppen durch eine Nebenbeziehung,
3. zu meinem Ex-Partner zurückkehren, weil es mit einem anderen nicht funktioniert hat und ich nicht alleine sein möchte.
Aber man kann sich ja immer viel vornehmen - ob man es dann auch tatsächlich macht?
Blöderweise konnte ich mich nur schwer aus der Affäre lösen (und die war definitiv unbefriedigend)
Ich wünsche euch viel Kraft!