FranziMarc
Mitglied
- Beiträge:
- 102
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 178
- Mitglied seit:
Seit zweieinhalb Jahren treffe ich mich etwa einmal im Monat mit einem Anderen, vor allem zum S. Er ist verheiratet, keine Kinder. Wir mögen uns, klar, aber es ist keine Liebe, nur Spaß. So wie andere zum Kegeln gehen. Es sind meine kleinen Auszeiten.
Vor zehn Monaten lernte ich einen älteren Mann kennen, wir verliebten uns ineinander, das ist eine echte Affäre geworden. Er ist auch verheiratet, keine Kinder. Er wird sich nicht trennen, das ist nie Thema. Aber ich bin glücklich, wenn wir zusammen sind. Und wenn wir nur spazieren gehen.
Was stimmt mit mir nicht? Wenn ich das von außen betrachte - nach westlichem Familienbild gehöre ich doch an den Pranger, geteert und gefedert? Manchmal denke ich, ich müsste mich von allen dreien trennen, sofort. Aber was dann? Meinem Partner gegenüber hab ich ein schlechtes Gewissen wegen der Affäre. Meiner Affäre gegenüber hab ich ein schlechtes Gewissen wegen der "Auszeiten", die ich mir weiterhin "gönne", wenn auch seltener inzwischen.
Ich fühle mich nicht gut. Weiß aber keinen Ausweg. Und weiß auch nicht, wieso ich nach vielen sauberen und schönen Jahren mit dem Vater meiner Kinder überhaupt in so eine Situation kommen konnte.
Wenn mir das einer vor fünf Jahren erzählt hätte, hatte ich gedacht, ein Fall für die Anstalt.
Ich lebe sonst völlig unauffällig, gute Ausbildung, guter Job, Haus (meins), Hund, finanziell unabhängig, Freunde, Hobbies. Niemand würde mir sowas zutrauen. Warum komme ich da nicht raus? Oder wie kann ich wieder "normal" werden?