Zitat von FranziMarc:Also die Kinder sind fast erwachsen, falls das bei der Be- oder Verurteilung hilft. Eins schon ausgezogen, die anderen beiden ziehen voraussichtlich nächstes Jahr aus.
Irgendjemandem, liebe @FranziMarc wird es schon helfen, entweder der moralisch einwandfreien Empörungsunion, oder respektive Deinem Erlöser
Und schämen musst Du Dich schon gar nicht, ein Mensch zu sein.
Zitat von FranziMarc:Und weiß auch nicht, wieso ich nach vielen sauberen und schönen Jahren mit dem Vater meiner Kinder überhaupt in so eine Situation kommen konnte.
Tja, nun - Beziehungen enden nunmal, Gefühle können sich verändern. So ist das nunmal, deswegen muss man kein schlechtes Gewissen haben.
Du sagst, Liebe ist schon lange nicht mehr vorhanden. Das könnte zum Beispiel ein Grund sein, wie Du in die "Affären" geraten konntest. Je weniger Dir der Andere bedeutet, desto schlechter gibt man auf ihn acht.
Jetzt bist Du an einem Punkt, an dem Du Dich selbst hinterfragst und Du gefällst Dir in dieser Situation nicht, was nachvollziehbar ist. Du weißt, wie und wer Du sein möchtest, mal völlig ungeachtet dessen, was irgendwer von Dir erwartet. Das spielt keine Rolle. Wenn Du Dich wirklich nicht trennen möchtest, dann solltest Du Dir jedoch zumindest dahingehend sicher sein, ob Du nur die Konfrontation scheust und vielleicht eigentlich hoffst, Dein Mann erfährt es und nimmt Dir die Entscheidung ab. Oder aber, es gefällt Dir schlicht so, wie es jetzt ist, dann ist es so, ganz egal wen das empört, das ist allein Dein B..
Wie sieht eigentlich Euer Alltag aus? Teilt Ihr viel gemeinsame Zeit? Bist
Du glücklich, wenn er da ist? Oder ist es eben "OK"?
Was macht eigentlich Dein Mann jetzt mit dem Sechs, wo findet er Erfüllung und Nähe?
Es geht ja nicht nur darum, ob die Situation für Dich gerade "tragbar" erscheint. Ohne das wertend zu meinen, hat aber auch Dein Mann ein Anrecht auf Liebe, Nähe und Erfüllung.
Was, wenn es ganz anders ist, als Du es jetzt vermutest, was wenn er erleichtert ist, daß Du das Thema "Trennung" in den Raum stellst? Es könnte doch ebenso gut sein, daß Ihr beide eigentlich längst innerlich Abschied genommen habt.
Wie dem auch letztlich sei, Du solltest Deinen Mann frei geben, ihm nicht die Chance auf ein zweites Glück versperren, nur weil Du Angst hast, was danach kommt. Das ist nämlich wirklich nicht sehr fair.
Es ist jetzt, wie es ist... Das kannst Du auch durch totschweigen nicht mehr ändern. Du kannst jetzt bestenfalls noch dafür sorgen, daß eine saubere Trennung vollzogen werden kann. Je später es "rauskommt" - und es kommt fast immer raus - desto größer sind die Folgen für Deine Familie.
Also, was macht Dich glücklich? Auf was oder wen, kannst Du nicht verzichten, um glücklich zu sein?
Danach wäge sorgfältig ab, die Gefühle der Beteiligten, sollten für Dich derzeit kein Kriterium sein, denn diese Verletzung ist Ihnen ohnehin annähernd sicher, richte den Fokus auf Dich und wer DU sein möchtest.
Nicht auf das, was Du sein wolltest, oder meinst sein zu müssen. Was DU sein möchtest und wie Du dieses Ziel erreichst.
Stillstand ist ebenfalls destruktiv, ein klapperndes Förderband der Frustrationen, zum Fortschritt eben nicht geeignet.
Du musst das Zepter wieder in die Hand nehmen und Du musst wieder die Entscheidungen treffen, niemand sonst.
Fehler machen wir alle, gehört alles zum "Mensch sein" dazu. Was man über die Moral übrigens nicht sagen kann, es lebt sich nämlich trotzdem, wenn auch unmoralisch, bestens!
"So mancher hat sich wohl die Welt
Bedeutend besser vorgestellt.
Getrost! Gewiß hat sich auch oft
Die Welt viel mehr von ihm erhofft!" In diesem Sinne, fang an zu handeln. Übernimm wieder die Kontrolle über Dein LEBEN. Und sei nicht so furchtbar streng zu Dir, wir haben alle unsere Leichen im Keller

keine Sorge!
Fühl Dich mal gedrückt von mir,
Simply