dazze
Mitglied
- Beiträge:
- 36
- Themen:
- 3
- Danke erhalten:
- 19
- Mitglied seit:
im Mai letzten Jahres hatte ich schon einen Beitrag zu dem Thema erstellt:
ich-kann-sie-nicht-wirklich-loslassen-t73565.html
Zusammengefasst:
"Ende November 2023 bis Mitte Januar 2024 war ich wegen einer persönlichen Krise in einer psychosomatischen Klinik. Dort lernte ich eine Frau kennen, mit der sofort eine starke Anziehung bestand. Sie war frisch getrennt, zeigte mir viel Lovebombing, und ich ließ mich emotional darauf ein. Wir verbrachten heimlich viel Zeit miteinander, doch es entwickelte sich ein ständiges Hin und Her.
Sie hat starke Selbstwertprobleme, sucht viel Bestätigung, und ihre letzten Beziehungen hielten nie lange. Ähnlich wie bei mir, nur hatte ich das nicht erzählt. Beide hatten wir Verlustängste, und unsere Kommunikation war von Unsicherheit geprägt. Nähe und Distanz wechselten sich ständig ab – teils aus Selbstschutz, teils aus Unsicherheit. Ich war oft kritisch und distanziert, sie sprach nie offen über Wut. Trotz allem hatten wir viele intensive und schöne Momente. Sie hat auch immer betont wie schön Sie es mit mir findet, wir hatten sehr viel Spaß.
Der Bruch kam, als ich sie auf Bumble entdeckte, obwohl sie meinte, wir seien exklusiv. Mein Misstrauen wuchs weiter. An dem Tag, Mitte Februar sahen wir uns das letzte Mal, verabschiedeten uns emotional, und danach schickte ich ihr noch ihr Buch zurück. Kurz darauf schickte sie mir eine Stellenanzeige, doch als ich dann aus dem Affekt heraus schrieb, dass wir nun auf Abstand gehen sollten, nahm sie es als starke Abweisung.
Später trafen wir uns durch gemeinsame Klinikfreunde wieder – sie war distanziert. 1 Woched später hatte ich Sie kontaktiert, wollte mich entschuldigen, Sie reagierte erst super freundlich. Aber ich kam garnicht dazu mich zu entschuldigen, da sie mich schließlich ghostete. Parallel postete sie ein Video mit einem anderen Typen bei Instagram im Urlaub, was mich verletzte. Beim nächsten privaten Kliniktreffen (Anfang April) war Sie plötzlich wieder freundlich. lachte sogar über meine Witze und war nett, was mich verwirrte. Ende April kam noch eine seltsame Nachricht von ihr („Sorry war aus Versehen“), auf die ich nicht reagierte. Auf meine vorherige Nachricht gab es nämlich keine Antwort von ihr."
So, ich muss dazu sagen, dass sie damals immer ehrlich war, was ihre Situation betraf – sie hat von Anfang an gesagt, dass sie noch nicht über ihren Ex hinweg ist, unter Depressionen und Verlustängsten leidet. Leider konnte ich dafür nicht genug Verständnis aufbringen, weil ich selbst mit mir zu kämpfen hatte und es immer noch tue. Wir hatten viele schöne Momente, aber sie konnte auch manipulativ sein. Während einer unserer Off-Phasen sagte sie einer Frau aus der Klinik, mit der ich freundschaftlichen Kontakt hatte, dass ich ein Narzisst sei und sie sich vor mir in Acht nehmen solle. Das brachte alles ins Rollen – die Bindung wurde noch unsicherer.
Ich würde sagen, dass ich in unserem Kontakt öfter man egoistisch und kritisch war, aber definitiv kein Narzisst. Wie auch immer – ich habe das Ganze jetzt ein Jahr reflektiert, meine Fehler erkannt, eine neue Therapiemethode mit einem super Therapeuten begonnen, neue Hobbys entdeckt, gehe zum Sport. Doch trotz dieser Fortschritte geht es mir immer noch schlecht damit. Es gab keinen Abschluss, keine Erklärung, warum sie mich geghostet hat, ob sie so schnell jemanden Neuen gefunden hatte – und das beschäftigt mich bis heute. Geghostet werden und parallel diese Instagram Story mit dem "neuen Typen" wo Sie wusste, dass ich das sehe, wie eine Art Bestrafung. Es hat mich gebrochen. Dann bei persönlichen Treffen diese Ambivalenz. Einerseits bin ich verletzt, andererseits habe ich starke Schuldgefühle für meine Kritik und Distanzierung während des Kontakts und meine Abweisung ihr gegenüber am Ende. Ich würde mich gerne entschuldigen und insgeheim wünsche ich mir sogar eine zweite Chance. Da Sie gefühlt alle paar Jahre den Wohnort wechselt, wohnt Sie mittlerweile auch wieder weiter entfernt in ihrer Heimat.
Ich arbeite an mir und reflektiere viel, aber dieser innere Mangelzustand überträgt sich auf mein Leben. Ich lerne neue Leute kennen, doch es entstehen keine tiefen Bindungen. Ich finde keinen Job und kämpfe mit Selbstzweifeln. Ehrlich gesagt hasse ich mich manchmal dafür. Diese Geschichte hat mich völlig aus der Bahn geworfen, weil ich den Verlust immer noch so deutlich spüre.
Beim Kennenlernen neuer Frauen habe ich an sich keine Schwierigkeiten, aber emotional bin ich nicht wirklich verfügbar und unsicher. Entweder blocke ich frühzeitig ab oder sie tun es. Seit über einem Jahr stecke ich in diesem Zustand fest. Die negativen Gedanken lassen mich nicht los, ich denke obsessiv über Sie und die Vergangenheit nach und verliere langsam meinen Lebensmut. Seit Monaten merke ich es auch körperlich – Magendrücken, Müdigkeit, Konzentrationsprobleme.
Habt ihr Tipps, was ich tun kann? Sollte ich den Kontakt suchen, um das zu klären? Wie geht es mir besser und wie kann ich loslassen (einen Abschluss finden) Vielleicht habt ihr eigene Erfahrungswerte.
Danke euch im Voraus!