Ehemaliger User
Gast
Hallo Ihr Lieben,
beim Lesen von Susas Geschichte fiel mir einfach nur auf, dass es unheimlich vielen von uns so geht, dass wir unsere Beziehung als sehr schoen, sehr erfuellend empfunden haben, dass wir das Gefuehl hatten, dass wir in dieser Beziehung sehr viel empfangen und umgekehrt auch sehr viel geben koennen. Vor allem auch letzteres. Und so entsteht unheimlich oft der Gedanke, ob ER / SIE denn nicht irgendwann, wenn das erste Strohfeuer fuer seine/ihre neue Liebschaft (die meist Grund oder Ausloeser fuer die Trennung ist) erloschen ist, das auch so empfindet. Dass wir uns so viel zu geben hatten, was man im Laufe der Zeit dann vielleicht nicht mehr so zu schaetzen wusste, was aber ploetzlich fehlt. Dass dann das echte Bedauern, das Vermissen einsetzt, vielleicht auch das Zurueckkommen.
Nun frage ich mich, setzt das irgendwann ein? Oder geben wir uns da einer Illusion hin, der Illusion, dass wir wirklich noch von Bedeutung waeren fuer den anderen, dass wir ihm wirklich noch das geben koennten, was er braucht. Nicht nur die Annehmlichkeiten des Alltags, sondern seine Seele beruehren koennten. Ich denke, das ist ein Wunsch, der in vielen von uns lebt.
Da ich den Kontakt zu meinem Ex ganz abgebrochen habe, weiss ich nicht, was in ihm vorgeht. Aber will ich es wissen? Wenn er mich vermisst, wuerde ich es gerne wissen, auch wenn ich nicht glaube, dass ein Neuanfang moeglich waere. Aber wenn ich nun erfahren wuerde, was immer da passiert in seinem Leben, er bedauert diesen Schritt nicht, den er da gemacht hat - will ich mir das antun? Denn es tut weh. Vielleicht will ich es eher nicht. Und trotzdem frage ich mich, wie es ihm geht. Ob das nun wirklich alles so viel besser ist ohne mich. Oder ob er sich nicht vielleicht doch auch etwas eingeredet hat, um seinen Schritt zu rechtfertigen vor sich. Dass da vielleicht doch noch etwas war, was er nicht wahrhaben wollte, weil er nun unbedingt SIE haben wollte - neu, spannend, eine echte Eroberung...
Da ich ihn nicht fragen kann, wollte ich Euch fragen - setzt irgendwann ein Bedauern ein? Oder eher nicht? Diejenigen, die auf das Zurueckkommen Ihrer Liebsten hoffen - hoffen sie umsonst?
Meine Erfahrung ist, dass man sich dieser Erfahrung nicht hingeben sollte, sie frisst nur unnoetig Energie, die man besser in den Aufbau eines neuen Lebens stecken wuerde. Aber es verlaeuft auch nicht jede Trennung gleich... In manchen Faellen mag es berechtigt sein, mag es funktionieren. (Ich kenne zumindest einen Fall einer langjaehrigen Beziehung, die urploetzlich zerbrach, irgendwann wieder zusammenkam und nun seit ca. 10 Jahren haelt. Aber ich bin mir in dem Fall auch nicht so sicher, was sie wieder zusammengebracht hat bzw. zusammen haelt. Denn es klingt alles recht wenig nach Liebe, was ich da z.T. so gehoert habe...)
Aber zurueck zur Trennung: Meint Ihr, es tut ihm nicht doch ab und an leid?
Nachdenklich:
Illa