Liza_neub
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Da ich mit meinem Schmerz nicht mehr umzugehen weiß, dachte ich mit Menschen zu sprechen, die das gleiche erleben hilft.
Zu meiner Geschichte:
Ich bin 31 und habe X bei Tinder kennengelernt. Er hat mich angeschrieben und relativ schnell nach einem Date gefragt.
Er holte mich dann samstags ab, wir waren essen und haben bis in die Nacht geredet.
Ich war nicht richtig begeistert von ihm, aber mochte seine Art. Bei mir stand in der folgende Woche eine große OP an, die durchaus mit einem Stoma hätte enden können. All das habe ich ihm erzählt.
Am nächsten Abend meldete er sich und fragte wie es mir geht. Wir haben also kurz vor der OP und danach täglich Kontakt gehabt. Als es wieder ging, haben wir uns regelmäßig getroffen. Er hat mir was zu Weihnachten geschenkt, Silvester mit mir verbracht und kam mich sogar in der Reha besuchen. Während der Reha sagte er dass ich ihm fehle und er sich freut, wenn ich wieder da bin.
Meine Unsicherheit, dass mich jemand mag wurde besser, ich wurde mir endlich sicherer, dass er nicht einfach abhaut, wie so viele andere vor ihm.
Als ich aus der Reha letzte Woche wiederkam, war ich abends bei ihm. Alles war schön.
Danach meldete er sich kaum noch, fragte aber ob Samstag Abend vorbeikommen könnte. Ich freute much auf ihn. Als er dann kam, merkte ich das er irgendwie niedergeschlagen und abweisend war, wir haben viel gesprochen und ich dachte es ist wegen der Krankheit seines Vaters und der stressigen Zeit im Büro.
Wir hatten einen schönen Abend, haben geredet, gekuschelt, hatten Sex (welcher von ihm ausging) und sind dann gemeinsam ins Bett gegangen.
Mitten in der Nacht um 3 Uhr, weckte er mich und meinte er würde jetzt nach Hause fahren.
Ich war total perplex und fragte wieso, er meinte er könne nicht schlafen. Letztlich hat er sich doch wieder zu mir gelegt, aber ich merkte dass er sich Gedanken macht. Ich versuchte mit ihm zu sprechen, er schwieg viel.
Auf meine Frage ob zwischen uns denn alles ok ist, kam Schweigen und ich merkte mein Herz bricht. Er sagte dann: irgendwie nicht, er dachte seine Gefühle wären nach der Reha anders. Bäm, das hatte gesessen, als ich fragte was er meint, sagte er, er dachte er würde sich mehr freuen mich zu sehen und das er meine Zeit nicht mehr verschwenden will.
Ich fiel aus allen Wolken, da macht ein Mann viel mit einem mit und man wird sich sicherer, dass es gut ist, lässt seine Schutzmauern runter und zack ist er weg.
Ich habe weder geweint, noch irgendwas versucht. Ich habe ihm seine Sachen wiedergegeben und ihn umarmt und für die schöne Zeit gedankt. Zusammengebrochen bin ich sobald die Tür zu war.
Seitdem geht es mir furchtbar. Ich weine viel, esse kaum und er fehlt mir einfach.
Ich sage mir laut Dinge auf, die mich gestört haben, aber mein Herz brüllt und mein Hirn gibt mir immer wieder flashbacks der schönen Momente. jedesmal breche ich zusammen und will ihn unbedingt zurück.
Ich mache viel Sport und versuche seine Ablehnung nicht so hart zu nehmen, aber die selbstzweifel sind mächtig. Warum bin ich nie gut genug für eine Beziehung? Was ist so falsch an mir? Ich bin doch eine schöne, intelligente Frau, die alleine klar kommt. Warum will er mich nicht? Warum will einfach kein Mann bei mir bleiben.
Ich weiß, die Zeit wird das alles besser machen, aber das hilft mir zur Zeit nicht.
Vielleicht mag jemand darüber reden und man hilft sich gegenseitig.
Danke fürs lesen 😊
Lisa