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Einzige Single im Freundeskreis

M
Hallo ihr Lieben,

meine beste Freundin hat seit kurzem einen Freund. Ich freue mich sehr für sie. Jetzt ist mir aufgefallen, dass ich echt die letzte im Freundeskreis bin, die single ist. Sowohl Kumpels als auch Freundinnen sind vergeben/verheiratet/haben Kinder.
Ich schreibe zur Zeit meine Masterarbeit und bin deshalb nicht so viel unterwegs, wo ich Leute kennenlernen könnte. Ich bin 30 und kriege langsam etwas … naja Panik ist zu viel gesagt. Aber ihr wisst sicher, was ich meine. Ich muss dazu sagen, dass ich auch kein Problem habe, alleine zu sein. Aber trotzdem fehlt das Kuscheln und seinen Alltag mit jemandem zu teilen. Ich kriege öfter das Feedback, dass ich attraktiv bin. Aber dennoch hat es noch nicht geklappt. ONS sind nicht so meins, da ich jemanden echt mögen muss, damit eine Anziehung entsteht und meistens ist dann die Schwelle zum Verliebtsein nicht mehr weit…

Geht es euch ähnlich? Wie geht ihr damit um? Ich fühle mich wie ein Alien.

Liebe Grüße:)

17.12.2022 21:30 • #1


B
Hey,
Mir geht es sehr ähnlich, also bist du (auch unabhängig von mir) natürlich nicht alleine damit! Ich habe zwar zum Glück noch Freunde, die ebenfalls keinen Partner bzw. Partnerin haben, aber die sind in der Minderheit. Mir macht auch eher zu schaffen, dass ich mir mein Leben mit 31 anders vorgestellt habe, also typische Kleinfamilie statt Singledasein - obwohl ich weiß, dass ersteres überhaupt nicht zwangsläufig zu größerem Glück führt. Wenn aber die meisten um einen herum dieses Modell leben, oder zumindest in einer Beziehung sind, dann fühlt man sich schon schnell wie ein Außenseiter. Ich merke das vor allem bei urlaubsplanungen, weil ich oft höchstens zweite Wahl bin und alle ihren Urlaub zuvorderst mit ihrem Partner machen. Verstehe ich auch, aber für mich fühlt sich das natürlich nicht so gut an. Manche Freunde fixieren sich auch zu sehr auf ihre romantische Beziehung, was ich ziemlich problematisch finde und ich für mich auf jeden Fall in der Zukunft vermeiden will - einige Freundschaften haben auch ziemlich darunter gelitten.

Leider kann ich dir auch nicht wirklich sagen, was dich besser fühlen lässt. Außer, dass Menschen in Beziehungen in manchen Punkten vielleicht besser dran sind, in anderen dafür nicht. Davon abgesehen sind - aus meiner Sicht - überproportional viele Menschen in Beziehungen, die ich komplett abwegig finde und so niemals führen würde. Es ist auch eine Entscheidung, gewisse Beziehungen NICHT zu wollen.

Am nervigsten sind für mich diese internalisierten Glaubenssätze, dass man nur in einer Beziehung vollwertiges Mitglied der Gesellschaft ist und als Frau natürlich auch Mutter sein soll. Also nicht, dass das jemand konkret fordert, aber in jeder Werbung sieht man Paare oder Familien, der Staat fördert ebenfalls das Kleinfamilienmodell und die gesamte Popkultur dreht sich darum. Da ist es schon anstrengend, sich dem entgegenzustellen und sich damit gut zu fühlen. Zumal es ja schlicht menschliche Bedürfnisse nach Nähe gibt, S. usw.

Das sind so meine Gedanken dazu. Ich bin auch gespannt, was andere noch zu berichten haben!

17.12.2022 22:20 • x 2 #2


B
Zitat von Malinaxx:
Ich kriege öfter das Feedback, dass ich attraktiv bin. Aber dennoch hat es noch nicht geklappt. ONS sind nicht so meins, da ich jemanden echt mögen muss, damit eine Anziehung entsteht und meistens ist dann die Schwelle zum Verliebtsein nicht mehr weit…

Geht mir übrigens genauso - ich denke auch, dass das weniger mit Attraktivität zu tun hat, als mit Ausstrahlung. Ich weiß zb von mir, dass ich vermeidend bin und Augenkontakt mir extrem schwerfällt. Schüchternheit macht die Sache auch nicht besser, von üblen Erfahrungen ganz zu schweigen. Wie war das bei dir in der Vergangenheit, fällt dir das flirten mit Männern leicht oder eher nicht?

17.12.2022 22:36 • #3




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