mara_grf
Mitglied
- Beiträge:
- 6
- Themen:
- 3
- Danke erhalten:
- 8
- Mitglied seit:
Körperlich hat zwischen uns alles gepasst. Er suchte viel Nähe. Nahm meine Hand, Küsse, etc. Also da fühlte ich jetzt keine ‚Distanz‘ in dem Sinne.
Emotional irgendwie jedoch schön. Das äußerte sich ehrlich gesagt eher in Kleinigkeiten. Wir beide sind eher der ruhige und introvertierte Typ Mensch. Das schätzte ich auch an ihm sehr. Dennoch kann man ja Gespräche über alles mögliche miteinander führen.
Vielleicht ein paar Beispiele, um es besser erklären zu können.
An mein Auto wurde eine Glasflasche an die Scheibe geschlagen, das bekam ich erst mit, als ich dann am nächsten Morgen zum Parkplatz kam. Die Scheibe war beschädigt. Ich habe ihm das erzählt, dann kam nur „Oh das ist mies.“
Versteht mich nicht falsch. Ich habe jetzt keine Romane von ihm erwartet, aber irgendwie etwas Anteilnahme. Wenn man das so nennt in dem Kontext.
Oder als ich ihm von einer Situation erzählte, die mich echt aufgewühlt hatte emotional. Eine Freundin von damals hatte sich nach langer Zeit gemeldet, mit der ich oft versuchte Kontakt herzustellen. Sie brach immer wieder einfach den Kontakt ab, was mich in der Vergangenheit echt verletzt hatte. Ich habe ihm das erzählt und auch da kamen vielleicht 3 Worte dazu.
Wenn ich etwas Komisches, Lustiges, Ärgerliches im Alltag erlebt habe und ihm das erzählen wollte, kam da oft einfach recht wenig dann dazu. Manchmal Dinge wie „Ja dann ist das ja jetzt geklärt“ oder einfach wenig Enthusiasmus dabei.
Wenn ich sehr traurig war hatte ich nie das Gefühl, zuerst zu ihm gehen zu können.
Es kam auch mal vor, dass wir zusammen einen Film schauten, wo ich etwas super lustig fand und gelacht habe. Da kam dann so ‚Ich find das gar nicht lustig.‘ Nun ja, okay .
Es war einfach sehr wechselhaft. Mal redeten wir ganz normal und er erzählte mir Sachen und ich hörte auch interessiert zu, stellte Fragen, etc. Dann wenn wir im Restaurant oder so saßen, auf einmal Anschweigen. Das verstand ich oft einfach nicht und fragte, ob alles Okay sei. Was ihn zunehmend nervte, weil er sich angezweifelt gefühlt hat und er das ständig wiederholen musste.
Vielleicht habe ich natürlich auch einfach ein anderes Kommunikationsbedürfnis. Anfangs dachte ich das sei normal, dass er einfach schüchtern sei. Nur mit der Zeit verliert man diese Schüchternheit ja.
Unsere Gespräche blieben oft eher an der Oberfläche. Nicht oft gab es Momente wo ich wirklich das Gefühl hatte, ihn besser kennenzulernen. Also nicht nur äußerliche Dinge, wie Arbeit. Sondern Sachen wie, Schwächen, Ängste, Vergangenheit, Träume. Alltägliche Erlebnisse.
Wir sahen uns meistens ein bis zwei Mal die Woche.
Ich habe einfach oft an mir selber gezweifelt. Er war an sich nicht desinteressiert, fragte nach der Beziehung. Schrieb mir auch jeden Tag von sich aus. Nur dieses emotionale fehlte irgendwie. Vielleicht bewerte ich das aber auch über und das ist ganz normal innerhalb einer Beziehung?