Tuvalu123
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Ich habe so manches Verhalten nicht verstanden, auch wenn es naiv klingt, und somit abgetan. Dass das was mit mir gemacht hat, da habe ich nicht wirklich bewusst drauf geachtet. Da kann man jetzt sagen, tjoa selbst schuld, wenn du dich nicht ausreichend schützt und nicht sofort und tschüss sagst. Da hast du ungesunde Muster ausgelebt. Und ja das hat zum einen mit meinen eigenen vergangenen Muster zu tun und zum anderen, dass das Bewusstsein dafür mir leider weder in meiner Herkunftsfamilie, noch später durch weitere Bezugspersonen ermöglicht wurde. Ich musste erst selbst drauf kommen. Im Gegenteil da wurde ja der Grundstein gelegt für spätere Verläufe. Aber auch das ist nichts mehr, woran ich mich festbeiße oder jetzt einen Männerhass entwickelt habe. Ich habe einfach gelernt zu differenzieren.
Und ich denke so wird es einigen Menschen ergehen, die gar nicht vermuten, dass da was schräges abläuft und sich diese Einsicht erarbeiten müssen, und das meist sehr schmerzhaft. Denn dann fallen da auch eigene Anteile auf, ohne damit wieder die Schuldkarte ziehen zu wollen.
Ich möchte nochmals betonen, es gibt bereits Menschen, die gute und konsequente Aufklärungsarbeit leisten, insbesondere hinsichtlich toxischer Beziehungen. Aber eben auch in Hinblick auf das Thema PS. Es wird ein Bewusstsein dafür geschaffen, nur ist das wie bei allem, es muss sich erst etablieren. Ob eine Petition dafür Vorschub leisten kann, ja vielleicht, aber ich finde es aufgrund der Abgrenzungsschwierigkeiten bedenklich die gesetzlichen Daumenschrauben anzusetzen. Die Mühe sollte lieber in den Aufbau offizieller Stellen für solche Fälle gesteckt werden. Ein Ort, wo sich verunsicherte Menschen hinwenden können, weil ja oft die Wahrnehmung komplett verschoben wurde.
Wie auch immer es gibt viele Wege nach Rom, die Frage wäre evtl. was ist Rom? Worauf möchten wir uns als Gesellschaft verständigen und wo streben wir hin?
