DanielVel
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ich versuche mich kurz zu fassen:
Meine Freundin und ich sind kurz nach dem Abitur zusammen gekommen und nun ca. 4,5 Jahre zusammen. Leider führen wir seitdem eine Fernbeziehung, sehen uns jedoch im Prinzip jedes Wochenende.
In den letzten ~12 Monaten lief unsere Beziehung nicht mehr optimal. Ich habe zum Teil gemerkt, wie sie sich zurückzieht und nicht wirklich verstanden weshalb. Naiv wie ich war, habe ich es versäumt unsere Probleme anzusprechen und gehofft, dass alles von alleine besser wird. Gleichzeitig habe ich sie nicht immer gut behandelt und zu wenig in unsere Beziehung investiert. Eine Trennung erschien mir immer absurd, ich hab sie immer geliebt und auch das Gefühl, dass Sie mich liebt. Außerdem hatte ich neben kleineren Streitigen auch das Gefühl, dass wir beide an den Wochenenden glücklich sind und nach dem Studium zusammen ziehen werden.
Vor einigen Wochen hat sie nun nach einem eigentlich belanglosen Streit vorgeschlagen, dass wir uns doch am besten Trennen sollten. Sie erklärte mir, dass sie schon vor längerer Zeit das Gefühl hatte, dass ich es nicht ernst mit ihr meine und dass ich sie zu oft schlecht behandelt habe. Außerdem sei sie davon ausgegangen sei, dass wir beide der Meinung seien, dass wir uns demnächst trennen sollten.
Für mich ist damit eine Welt zusammen gebrochen, ich habe versucht ihr zu erklären, dass ich sie noch immer von ganzem Herzen liebe, mein Verhalten bereue und meine Zukunft mit ihr verbringen möchte. Sie war davon zunächst sehr überrascht und sagte, sie wolle unsere Beziehung nicht aufgeben, solange ich noch eine Chance sehe. Trotzdem sagte sie direkt, dass sie sehr pessimistisch sei und sich lieber direkt trennen möchte, damit wir möglichst schnell wieder befreundet sein können, weil sich mich auf keinen Fall verlieren möchte.
Wir hatten dann erst einmal mehrere kurze Kontaktsperren, die jedes Mal darauf hinausliefen, dass ich ihr erklärt habe, dass ich noch mehr gemerkt habe, wie sehr ich sie liebe und dass ich um unsere Beziehung kämpfen möchte. Sie wurde jedoch zusehends sauer und meinte, dass ich mir das doch hätte früher überlegen sollen und dass ich es uns nur unnötig schwerer machen würde. Sie litt unter diesem Schwebezustand und wollte einfach schnell wieder mit mir befreundet sein.
Inzwischen bin ich eingeknickt und habe ihrem Wunsch auf eine "einvernehmliche" Trennung entsprochen. Offiziell sind wir nun also getrennt, auch wenn ich es noch niemandem in meinem Umfeld mitgeteilt habe.
Trotzdem habe ich das Gefühl, dass sie mich eigentlich noch liebt und wir zusammen gehören. Ich bereue vieles, was bei uns falsch lief und sehe ein, dass ich für das meiste die Schuld trage. Ich möchte sie auf keinen Fall verlieren, weiß aber auch nicht, wie ich sie zurückgewinnen kann, ohne sie zu bedrängen. Gibt es überhaupt etwas, das ich tun kann? Oder ist wirklich alles zu spät? Soll ich die Trennung überhaupt bekannt machen? Ich habe das Gefühl sie damit zu besiegeln, was ich ja eigentlich gerne vermeiden würde.
Gruß,
Daniel