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Endgültige Trennung

S

Schranzi386
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Moin,
da bin ich wieder.

Nachdem ich bereits im letzten Jahr einen Thread zum Thema !Arbeitsstreß zerstört unsere Beziehung" eröffnet habe, muss ich nun leider ein anderes eröffnen, um nicht ganz allein dazustehen.

Gestern fuhr ich wie jeden Freitag zu meiner Freundin. Wir begrüßten uns, gingen eine Rauchen und dann folgten die Sätze, die fast jede Person nur ungern hört. Sie erinnerte mich an ein Gespräch aus dem letzten Jahr und machte daraufhin Schluß. Sie hat versucht krampfhaft Gefühle zu erzwingen, was logischerweise nicht funktioniert. Sie fing daraufhin an zu weinen, war ich doch der Freund, den sie sich immer gewünscht hat. Der Freund, der sie in guten und schlechten Zeiten unterstützt hat und nicht der Freund, der fremdgegangen ist oder sie versetzt hat.

Ehrlicherweise habe ich damit gerechnet, weil die Zweisamkeit in den letzten Monaten deutlich weniger geworden ist. Trotzdem tut es weh, weil sie ein toller Mensch ist, der durch viele schlimme Geschnisse aus der Vergangenheit vorbelastet ist und nicht immer die Liebe geben kann, die sie geben will.

Im letzten Jahr war es so, dass wir nach einem Gespräch eine Woche nicht miteinander schreiben und reden wollten, sie sich aber wenige Tage später gemeldet hat, weil sie einfach wissen wollte wie es mir geht. Ich muss zugeben, dass ich im letzten Jahr geschockt war, mich es sehr mitgenommen hat, es aber diesmal etwas anders ist. Vielleicht ist es anders, weil ich damit gerechnet habe, trotzdem fühlt es sich falsch an. Es fühlt sich falsch an, weil sie sich in meinen Augen nicht trennen wollte, die Gefühle erzwingen wollte, um die Beziehung zu retten. Wenn einem ein anderer Mensch und die Beziehung nicht wichtig sind, dann versucht man sie erst gar nicht zu retten.

Ich vermisse es mit ihr zu schreiben, sie zu sehen oder in den Arm zu nehmen, aber wüsste nicht, was ich noch tun kann.

Habe mir einfach mal alles von der Seele geschrieben ohne große Hoffnung was retten zu können.

• x 6 #1


Ouabain
Zitat von Schranzi386:
mal alles von der Seele geschrieben ohne große Hoffnung was retten zu können.
Liest sich wirklich so , dass da nichts zu retten ist..Tut mir sehr leid für Dich. Zwei Freundesmileys

Hast Du denn Menschen, die Dich ein wenig auffangen? Oder musst Du da jetzt komplett alleine durch?

• x 1 #2


A


Endgültige Trennung

x 3


S
Zitat von Ouabain:
Liest sich wirklich so , dass da nichts zu retten ist..Tut mir sehr leid für Dich. Zwei Freundesmileys Hast Du denn Menschen, die Dich ein wenig auffangen? Oder musst Du da jetzt komplett alleine durch?


Ich habe ein, zwei Bekannte die mich auffangen. Trotzdem ist es schwierig.

Im letzten Jahr war es so, dass ich ständig geschaut habe ob sie online ist und wollte ihr unbedingt schreiben. Diesmal ist es anders. Ich will ihr gar nicht schreiben, auch wenn ich weiter an ihr Hänge.

Mit gewissen Erkrankungen, schlechten Erfahrungen und einigen Medikamenten ist es durchaus schwierig eine Beziehung zu führen.
Meine Ex Freundin leidet unter Diabetes, was eben einige Folgen für das Liebesleben und die Gefühlswelt haben kann. Anfangs war es schwierig, aber nach einer Weile sind wir gut damit klargekommen. Durch die Diabetes hat sie zahlreiche Folgeerkrankungen und muss täglich dutzende Pillen nehmen. Trotz Kur, scheinbar einem Burnout etc. haben wir immer alles gemeistert. Sie selbst sagte gestern, dass das mit den Gefühlen durchaus mit den neuen Medikamenten zusammenhängen kann. Das einige Medikamente die Gefühlswelt beeinträchtigen ist unbestritten.

Trotz aller Umstände haben wir das beste aus allem gemacht. Wir haben nie gestritten, uns nie gezankt und alles zusammen geplant. Wir haben unser Leben so gelebt, so wie wir es wollten. Sicher sind nicht nur die Medikamente oder Krankheiten schuld, sondern es spielen auch andere Faktoren hinein, trotzdem hatten sie Einfluss. Ich kann akzeptieren das eine Beziehung nicht funktioniert, aber unsere hat funktioniert, sie war glücklich und das hat sie gestern auch nochmal erwähnt. Sie hat sich getrennt, weil aktuell keine bzw. zu wenig Gefühle da sind. Eigentlich wollte sie dies schon einige Wochen vorher , hat sich nicht getraut und gehofft, dass die Gefühle zurückkommen. Und ohne oder mit nur wenig Gefühlen möchte sie keine Beziehung führen. Ich bin da anders, da ich weiß, das Gefühle sich ändern, der Alltag einkehrt und man nach knapp 3 1/2 Jahren eher keine Schmetterlinge mehr im Bauch hat. Sie hat mich dann direkt gefragt, ob ich die Beziehung so fortsetzen würde, wie sie ist. Ich sagte natürlich würde ich das (mit wenigen Anpassungen), weil sie im Grunde nicht schlecht war. Und das sie nicht schlecht war, hat sie ja mehrfach bestätigt.

Ich glaube nicht, dass da was zu retten ist, auch wenn es schön wäre. Sie hat einen starken Willen, ist eher ein Sturrkopf aber ist niemand, der mich verletzen möchte. Bevor sie mich verletzt, verletzt sie lieber sich selbst.
Eine Freundin meinte nur, pass auf, sie meldet sich in einigen Monaten bei dir und will dich zurück, weil du ihr fehlst und sie merkt, wie gut eure Beziehung war.

Edit:
Sie sagte mir noch, dass ich eine Frau verdient habe die mich über alles liebt und nicht eine, die die Gefühle nicht zeigen kann.

• x 1 #3


Ouabain
Zitat von Schranzi386:
Sie sagte mir noch, dass ich eine Frau verdient habe die mich über alles liebt und nicht eine, die die Gefühle nicht zeigen kann.
Na super. Das hört man in so einem Moment doch wirklich gerne. Dass der andere einen quasi aus Großzügigkeit verlässt. Ironie off

Zitat von Schranzi386:
Eine Freundin meinte nur, pass auf, sie meldet sich in einigen Monaten bei dir und will dich zurück, weil du ihr fehlst und sie merkt, wie gut eure Beziehung war.

Wenn sie Medis nimmt, die ihre Gefühle dämpfen, ist das nicht völlig auszuschließen. Aber wäre eine mega-schlechte Idee nun darauf zu setzen. Ist zwar ein Trost, sowas zu glauben, aber vergiftet. Weil es Dich festhält. Verlängert unnötig den Liebeskummer. Und der braucht eh schon lang genug.

Zitat von Schranzi386:
Ich habe ein, zwei Bekannte die mich auffangen. Trotzdem ist es schwierig.
Ja. Bleibt schwierig. Keine Frage. Doch zumindest ein bisschen Glück im Unglück.

Und Forum hast Du jetzt auch. Da Du schon mal hier warst, kennst Du Dich vermutlich aus? Falls nicht so richtig, möchte ich Dir die großen Offtopic-Fäden ans Herz legen. Ist ein bisschen Familienersatz. Ein bisschen den Alltag mit Leuten teilen, denen es ähnlich geht

Edit: Hier ist einer der Fäden, die ich meine:
was-denkst-du-gerade-thread-schreibe-es-hier-rein-t18857.html

• x 2 #4


S
Zitat von Ouabain:
Wenn sie Medis nimmt, die ihre Gefühle dämpfen, ist das nicht völlig auszuschließen. Aber wäre eine mega-schlechte Idee nun darauf zu setzen. Ist zwar ein Trost, sowas zu glauben, aber vergiftet. Weil es Dich festhält. Verlängert unnötig den Liebeskummer. Und der braucht eh schon lang genug.


Ich setze tatsächlich nicht darauf.
Der Liebeskummer hält sich bislang in Grenzen, den habe ich schon schlimmer erlebt. Vermutlich hält er sich in Grenzen, weil ich damit gerechnet habe. Ich hatte auf der Fahrt zu ihr, die ganze Zeit ein schlechtes Gefühl.
Trotzdem ist das Gefühl nicht gut, denn man verliert einen Menschen, dem man viel anvertraut hat und mit dem man viele gemeinsame Erlebnisse teilt.

Das schlimmste ist eigentlich diese leere im Körper und Kopf. Die Frage, wann man die Traumfrau findet und ob man überhaupt wieder jemanden findet. Alleinsein mag ich nicht.

In dem Thread habe ich im letzten Jahr einiges gepostet Lachendes Gesicht

• x 1 #5


HappyMike
@Schranzi386

Hm, das was ich hier lese zeigt nicht, dass die Beziehung so besonders ist. Bitte nicht falsch verstehen. Ich kenne Deinen alten Thread nicht, daher Mal eine Mutmaßung von mir (weil ich mich da irgendwie sehe): Mann mit Helfer-Syndrom will Frau helfen, die offensichtlich große Lasten aus der Historie hat sowie Lasten körperlicher Natur mitschleppt.

Ohne zu egoistisch zu wirken: nutze das als Chance, um mit einer anderen Frau eine Zukunft aufzubauen, wo Du weniger Probleme dieser Art hast. Und, leider auch wichtig: streiten gehört zum Leben (ich meine nicht die Art, die man im Fernsehen sieht), aber auch das Versöhnen und gemeinsam eine Lösung finden.

So long, alles Gute!

• x 1 #6


S
Zitat von HappyMike:
Hm, das was ich hier lese zeigt nicht, dass die Beziehung so besonders ist. Bitte nicht falsch verstehen. Ich kenne Deinen alten Thread nicht, daher Mal eine Mutmaßung von mir (weil ich mich da irgendwie sehe): Mann mit Helfer-Syndrom will Frau helfen, die offensichtlich große Lasten aus der Historie hat sowie Lasten körperlicher Natur mitschleppt.


Die Beziehung hat sich im Laufe der Jahre verändert.
Zu der Diabetes kam im letzten Jahr eine Polyneuropathie hinzu. Die Medikamente die gegen die Polyneuropathie helfen sollen, wurde zuletzt hochgesetzt. Genau diese könnten laut ihren Aussagen der Auslöser der "emotionalen Taubheit" sein.

Durch mind. einen ihrer Ex Freunde ist sie sehr gebrandmarkt. Sie hat dadurch so eine tiefe Blockade, die man vermutlich ohne psychologische Hilfe gar nicht lösen kann. Das ist schade, denn ich glaube tief im inneren steckt ein wundervoller Mensch, den ich nie voll und ganz kennenlernen durfte.

Helfen konnte ich ohnehin nur bedingt, denn Diabetes oder auch eine Polyneuropathie sind nicht heilbar. Bei anderen Problemen, hätte ich weiterhelfen können, hat sie aber abgelehnt. Sie hat sich da teils sehr viel Druck gemacht und bestimmt auch gedacht, dass ich Druck aufbaue.

Alles in allem bringt es nichts, irgendwann das Ende erreicht, das sehe ich ein.

Ich wüsste tatsächlich nicht, wie ich reagiere oder reagieren soll, wenn sie sich nochmal meldet. Andererseits glaube ich nicht daran, dass das passieren wird.

• #7


FoolishHeart
Zitat von Schranzi386:
Ich wüsste tatsächlich nicht, wie ich reagiere oder reagieren soll, wenn sie sich nochmal meldet.

Da sollte dein Selbstschutz besser die Oberhand behalten...

• x 1 #8


S
Zitat von FoolishHeart:
Da sollte dein Selbstschutz besser die Oberhand behalten...

Selbstschutz ist immer wichtig und richtig und ich habe nach dem intensiven Gespräch im letzten Jahr gelernt, dass sich im Grunde nichts ändert. Sicher richtig sich dann zu trennen. Trotzdem teilt man sich viele schöne Erinnerungen und Momente und wir sind nicht im Streit auseinander gegangen, sondern im guten.

Wir haben uns auch auf sehr kuriose Art und Weise lieben gelernt. Wir haben vor ca. 3 1/2 Jahren miteinander geschrieben, sie wollte das 1. Date sogar absagen, trotzdem kam es zu diesem. Dann wenige Wochen später wollte ich den Kontakt abbrechen, weil laut ihrer Meinung der Funke nicht überspringt und bekam ein Bild auf dem sie geweint hat. Nachdem ich wenige Tage später einen Verkehrsunfall hatte, spürte sie plötzlich ihre Gefühle für mich. Kurios, aber so war es.

• x 1 #9


Arnika
Es gibt Menschen, die durch Vorerfahrungen Gefühle immer mit Stress und Angst gleichsetzen - und dann ruhige Beziehungen mit keinen Gefühlen interpretieren. Könnte bei ihr zB so sein. Siehe Unfall. Eigentlich war bei ihr kein großer Funke, erst als ein Stressauslöser da war, hat sie (kurzfristig) was gefühlt.

Allerdings hilft es nichts: Wenn keine oder kaum Gefühle gespürt werden, führt man eben keine funktionierende Beziehung, sondern nur sowas wie eine Bekanntschaft. Und ich würde mit keinem Mann dauerhaft schlafen wollen müssen, für den ich keine romantischen Gefühle habe, sondern den ich nur mag.

Vermutlich ist es besser so für euch beide, klingt jetzt nicht wie die große Liebe - auf beiden Seiten. Bei dir auch eher nach Angst vorm Alleinsein und weniger nach „die tollste Frau der Welt“. Und bei ihr waren offensichtlich einige Phasen, wo sie es bereits beenden wollte, weil ihre Gefühle nicht ausreichen. Tut mir leid, kann man nur akzeptieren.

• x 2 #10


S
Zitat von Arnika:
Allerdings hilft es nichts: Wenn keine oder kaum Gefühle gespürt werden, führt man eben keine funktionierende Beziehung, sondern nur sowas wie eine Bekanntschaft. Und ich würde mit keinem Mann dauerhaft schlafen wollen müssen, für den ich keine romantischen Gefühle habe, sondern den ich nur mag.


Sie hat durchaus romantische Gefühle gezeigt, anfangs deutlich mehr.
Durch ihre Erkrankungen war das Liebesleben anders, wie bei anderen Paaren. Diabtes führt bei einigen Patienten leider dazu, dass das Verlangen nach Sex quasi nicht vorhanden ist. Über das Thema Sex konnten wir nur bedingt reden, häufig wurde direkt abgeblockt. Ich weiß in Teilen was passiert ist, denke aber nicht dass das alles war.
Sie hat beispielsweise das kuscheln sehr genossen, nur irgendwann hat sich in ihrem Kopf festgebrannt, dass es zum Sex kommen muss, wenn man kuschelt. Dann wurde ihr Verlangen nach kuscheln deutlich weniger und ich habe ihr zeigen wollen, dass es auch ohne Sex geht. Die Blockade konnte allerdings nie gelöst werden.

Seit einiger Zeit nimmt sie andere Medikamente u.a. auch die sog. Abnehmspritze. Dient zum abnehmen ja, soll aber zeitgleich den Blutzuckerhaushalt stabilisieren und ein anderes Medikament ersetzen. Zudem kamen noch zahlreiche neue Medikamente um u.a. die Polyneuropathie zu behandeln. Seit Einnahme der neuen Medikamente konnte ich feststellen, dass sie sich verändert.


Zitat von Arnika:
Vermutlich ist es besser so für euch beide, klingt jetzt nicht wie die große Liebe - auf beiden Seiten. Bei dir auch eher nach Angst vorm Alleinsein und weniger nach „die tollste Frau der Welt“. Und bei ihr waren offensichtlich einige Phasen, wo sie es bereits beenden wollte, weil ihre Gefühle nicht ausreichen. Tut mir leid, kann man nur akzeptieren.


Tief im inneren konnte ich spüren, dass sie mich sehr geliebt hat. Diese Liebe konnte sie mir allerdings nie zeigen. Ihr Bauch hat dann gesagt, sag es oder mach es und ihr Kopf hat nein gesagt. Man konnte diese Blockaden als Freund spüren.

Im letzten Jahr war sie kurz davor die Beziehung zu beenden, ja. Es waren von jetzt auf gleich keine Gefühle mehr da, wobei sie mir kurz vorher noch Geburtstagsgeschenk mit einem Herzen und dem Unendlichzeichen geschenkt hatte. Aufgrund der Schilderungen im Forum wurde vermutet, dass sie ggf. einen Burnout erlitten hat und es deswegen zu dieser Gefühlslosigkeit gekommen ist.

• #11


S
Update 09.09.2026
Heute ist ein Tag, wo ich vermehrt an sie denke. Würde gern wissen wie es ihr geht, aber wie soll es ihr nach einer Trennung schon gehen? Sie hat am Freitag noch geweint. Gut wird es ihr sicher nicht gehen, die Frage kann ich mir selbst beantworten.

Ich wünsche ihr alles erdenklich gute, denn schließlich haben wir viele schöne Erinnerungen die wir teilen und wenn Medikamente oder Krankheiten dazu führen, dass die Beziehung nicht mehr funktioniert, kann man keinen Vorwurf machen.

• #12


D
@Schranzi386
Da ich auch Diabetiker bin und auch mit Polyneuropathien kämpfe aber zusätzlich an schwerer Depression leide, kann ich Dir sagen das diese Medikamente einen Menschen stark verändern. Bei mir ging es ca. vor 15 Jahre los, als ich Arbeitsstress bedingt, einen Nervenzusammenbruch erlitt. Danach war ich nie wieder der gleiche Mensch. Meine Frau hat die längste Zeit versucht durchzuhalten aber hat mich nach 36 Jahren Ehe verlassen um wieder einmal glücklich zu werden. Meiner Erfahrung nach wird das alles schlimmer über die Zeit. Es ist schön das du versteht und ihr helfen willst aber lass es sein, du schadest Dir nur selbst. Meine Frau hat sich durch mich ihr ganzes Leben 'verschwendet'.

Ich wollte ein anderes Wort als 'verschwendet' verwenden aber beim posten hat die Software hier, ohne Hinweis ,das Wort Eigenständig geändert. Not cool!

• x 1 #13


S
Zitat von DNACHIP:
Da ich auch Diabetiker bin und auch mit Polyneuropathien kämpfe aber zusätzlich an schwerer Depression leide, kann ich Dir sagen das diese Medikamente einen Menschen stark verändern. Bei mir ging es ca. vor 15 Jahre los, als ich Arbeitsstress bedingt, einen Nervenzusammenbruch erlitt. Danach war ich nie wieder der gleiche Mensch.


Vielen Dank für deine Antwort. Sie hilft mir durchaus weiter die Trennung zu verarbeiten.

Ich schildere nochmals kurz die Steps der Beziehung:
Mai 2023: wir verliebten uns
März 2025: ich bekam zum Geburtstag ein Unendlichkeitssymbol mit Herzen und unseren Namen geschenkt
April 2025: vermutlich hat sie durch den Arbeitsstreß einen Burnout erlitten, der nie behandelt wurde. Ihre Gefühle waren von jetzt auf gleich weg. Wir redeten, nahmen uns eine Pause und begannen langsam von vorn.
Mitte 2025: Polyneuropathie wurde festgestellt und medikamentös eingestellt
Januar 2026: ihre ehemals beste Freundin verstirbt
Anfang 2026: neue Medikamente

Ich habe bereits seit einiger Zeit Veränderungen feststellen müssen. War sie anfangs unserer Beziehung noch total liebevoll und einfühlsam (alte WhatsApp Verläufe gelesen), drehte sich seit letztem Jahr immer mehr um ihre Krankheiten. Probleme beim Einschlafen, durch Schmerzen in den Beinen, nachts oft aufgeweckt worden durch Unterzuckerung etc. .. Die Zweisamkeit wurde wesentlich weniger, sie wurde kälter, abgestumpfter, ihr war vieles egal und manchmal habe ich sie kaum wiedererkannt.

Sie selbst sagte mir am Tag der Trennung, dass es nicht an mir liege, sondern es an den Medikamenten und den Krankheiten liegen kann. Für mich ist die Trennung nicht so schlimm wie vorherige, nicht so schlimm wie die kurzzeitige Beziehungspause 2025, denn die Wesensveränderungen führte auch bei mir dazu, dass meine Gefühle zurückgegangen sind.

Trotz allem bin ich natürlich mit ihr verbunden, möchte für sie da sein und sie unterstützen. Du sagst mir nun, dass es vergebene müh sei, das sagt auch mein Kopf, nur mein Bauch sagt etwas anderes. Ich vertraue dir, denn du hast das alles auf der anderen Seite mitgemacht und offen und reflektiert geantwortet. Ich danke dir vielmals für deine Offenheit und deine Worte.

• #14


D
@Schranzi386
@DNACHIP
Als 'Verlassener' sagt mir mein Herz auch etwas anders als mein Kopf. Aber, meine Frau hat die Trennung vollzogen und nach viel Reflection muß mein Bauch sie die Trennung anerkennen.

Als die Trennung passiert ist, hat es mich auch 'überrascht'. Morgens hat sie mich noch geküsst bevor sie zur Arbeit ist und Abends kam dann der Satz: 'Wir müssen reden........'. Hatte schon ein neues Apartment und war schon nach wenigen Tagen raus. Es sagt mir, obwohl es für mich überraschend war, muß sie die Trennung schon eine Weile vorbereitet haben. Jetzt weiß ich, alle Warnzeichen waren da.

Steh' nicht später so wie sie da, Du mußt in einer Beziehung glücklich sein. Keine Kompromisse! Ich habe meine Frau gefragt warum sie nicht schon viel früher gegangen ist. Sie hat gesagt' ich habe mich für die Kinder geopfert!* Stell Dir das mal vor. Sie ist jetzt 61 Jahre alt und hat sich mindestens 25 Jahre für die Kinder geopfert. Sie hätte mich damals mit den Kindern verlassen sollen. Ich hätte sie unterstützt. Ich unterstütze sie auch jetzt, obwohl sie mich, teilweise durch Kommentare die stark unter die Gürtellinie gingen, sehr, sehr verletzt hat. Was ich sagen will, wenn du willst, verletze sie nicht, unterstütze sie, werdet später einmal Freunde aber lass los.

Ich habe guten Kontakt zu meinen Ex-Partnerinnen. Das geht jetzt schon fast 50 Jahre zurück. Ich habe sie in einem gewissen Sinne nie aufgehört sie zu lieben. Nicht romantisch wie früher aber sie haben mein Herz nie verlassen. Wenn eine von ihnen heute Hilfe bräuchte, würde ich sofort helfen. Siehe deine Freundin so!

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