Lottababy
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mein Mann, Vater meiner 11 Monate alten Tochter, hat sich vor 4 Wochen von mir getrennt. Er hätte keine Gefühle mehr für mich, weil ich, seit unser Zwerg auf der Welt ist, nur noch rumnörgeln würde, wir würden viel diskutieren und hätten keinen Draht mehr zueinander und hätten in der Erziehung nicht immer die gleiche Meinung. Es ginge ihm schon länger so und er habe mir die letzten Monate nur etwas vorgespielt.
Ich fiel aus allen Wolken, natürlich bemerkte ich, dass es ihm nicht gut ging, aber auf Ansprache war der stressige Job schuld.
Eine andere habe er definitiv nicht, er wolle in nächster Zeit keine Beziehung, weder zu mir, noch zu jemand anderem.
Er wäre sich sehr sicher, dass aus uns nichts mehr wird, außer Freunde. Das möchte er, nicht nur unseres Kindes wegen. Aber ich solle den Kindergartenplatz bei uns um die Ecke noch nicht kündigen und auch den Urlaub im Sommer hat er nicht storniert, er wisse ja nicht, was bis dahin ist.
Zur Zeit wohne ich mit unserer Tochter bei meinen Eltern. Er holt sie 2x pro Woche ab und sie schläft dann bei ihm.
Er krempelt sein Leben total um, hat fast alle Bilder von uns angehängt, Tassen und Töpfe aussortiert und überall Bilder von unserer Tochter aufgehängt (schon ein bisschen ungewöhnlich viele...).
Er lädt Arbeitskolleginnen (also mehrere auf einmal) zu sich ein, zum "chillen" und den Kontakt zu unseren alten Freunden hat er komplett abgebrochen (eigentlich sind es seine Freunde, die er seit mehr als 10 Jahren kennt und eher Bekannte von mir). Die Jahre als wir zusammen waren, hat er nie jemandn zum "chillen" eingeladen... Er macht das, wofür er die ganze Zeit über keinen Kopf hatte: Auto waschen, Kündigungen für irgendwas schreiben, Pflanzen pflanzen...
Er sagt, er will mir keine Hoffnung machen und ist deshalb sehr distanziert mir gegenüber. Er will auch nichts unternehmen, was unsere Beziehung "retten" könnte. Ich kenne ihn so überhaupt nicht, Familie war für ihn alles, er wollte mich unbedingt heiraten und ein Kind bekommen, weil ich die erste Frau war, in die er sich je verliebt hatte.
Er ging sehr selten weg am Wochenende und wenn er ins Fitnessstudio ging war er innerhalb einer Stunde wieder da, weil er bei uns sein wollte und sonst ein schlechtes Gewissen hatte (was ich natürlich versuchte ihm auszureden, jeder braucht Zeit für sich).
Wenn ich ihn anspreche, reagiert er sehr patzig. Ich habe den Kontakt zu ihm abgebrochen, die Übergabe von unserem Zwerg regeln zur Zeit meine Eltern, bis ich ihm wieder in die Augen schauen kann ohne zu weinen.
Mir bleibt nichts anderes übrig als ihn in Ruhe zu lassen und versuchen damit abzuschließen, aber ich habe so viele Fragen an ihn und verstehe einfach nicht, wie er uns aufgeben kann, uns, was alles war, was er je wollte.
Hochschwanger sagte ich ihm noch, dass ich Angst davor habe, dass wir als Paar zerbrechen, weil sich viele Leute im ersten Babyjahr trennen. Aber er nahm mir alle Angst und allen Zweifel. Heute ärgere ich mich, dass ich ihm so blind vertraut habe...
Gibt es jemand mit einer ähnlichen Erfahrung? Ich versuche mein Leben mit Baby zu leben, verreise, lege mir ein neues Tattoo zu, gehe mit Freunden weg unternehme viel mit Zwergi. Aber im Hinterkopf ist immer die Frage "warum?"...
Wie komme ich endlich "weg" von ihm?

