Effi
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habe schon im Narzissmus und Hochstapler Thread gepostet, wollte jetzt doch noch mal hier ganz neu posten.
Vor zweieinhalb Jahren lernte ich übers Internet einen Mann kennen und wir trafen uns nach relativ kurzer Zeit das erste Mal und verliebten uns.
Ich hatte es endlich geschafft mich aus einer abhängigen Beziehung - ohne offensichtliche Gewalt alles sehr subtil - endlich zu befreien.
Ich war also etwas skeptisch aber mein neuer Freund ich nenne ihn X war so anders. Er war ruhig, eher introvertiert, sanft, liebevoll, schrieb kaum SMS, hatte ein unheimliches Nähebedürfnis wenn wir uns sahen (war ne Fernbeziehung). Er lebte mit seiner Ehefrau noch zusammen aber sie waren sich am trennen. (20 Jahre zusammen, davon 18 Jahre verheiratet, kinderlos, Mietwohnung)
Mein voriger destruktiver Freund ich nenne in F., überschüttete mich mit mails, SMS usw. von Anfang an.
Das es so langsam anfing mit X gefiel mir und wir verbrachten zwar wenig aber sehr intensive Zeiten miteinander. Mit der Zeit wurde es auffällig, dass nicht so wirklich was weiter ging und ich sprach ihn darauf an. Er wollte es einfach langsam angehen lassen und es dauerte auch 10 Monate bis die Frau endlich auszog und nach nochmal ca. 6 Monaten zog auch er in eine kleinere Wohnung. Ich half ihm beim Umzug. Mir fiel damals schon auf, dass er wirklich für alles viel länger brauchte aber wir hatten wegen seiner unentschlossenheit dann doch auch schon hin und wieder STreit. Er versprach zuerst sich auch 2011 um die einvernehmliche Scheidung zu kümmern, die ja beide wollten, jetzt 2013 ist er immer noch nicht geschieden.
So hatten wir in den wenigen Zeiten die wir uns sahen leider auch öfters STreit, er machte oft Zusagen die er nicht einhielt und ich versuchte herauszufinden an was das liegen konnte. Ich las ein Buch über Bindungsängste und passive Aggression, den richtig emotional und wütend wurde immer nur ich, er blieb immer schön ruhig und gab mir dann auch zumeist die Schuld obwohl es ja an seinen leeren Zusagen und Hinhaltungen auch oft lag. Natürlich war meine Emotionalität auch nicht geeignet Harmonie herbeizuführen. Die wünschte er sich übrigens so inständig, da er die in seiner Ehe nie hatte und mit mir dann natürlich durch die STreitigkeiten auch vermisste.
Er sprach nie böse über seine Frau - das fand ich sehr gut - und hatte auch vor seiner Ehefrau eine 10jährige Partnerschaft mit einer Frau. Klang alles sehr solide.
Ich fasste wirklich vertrauen und erzählte ihm schon ziemlich bald mehr über meine Partnerschaft mit diesem F. in der dann auch eine andere Frau eine Rolle spielte usw.
Herr X. wirkte sehr verständnisvoll und erzählte auch über seine Ehe, nichts schlechtes aber eben das er und seine Frau nie wirklich intim miteinander gewesen waren, da seine Frau damit von Anfang an ein Problem hatte und anstatt es zusammen zu lösen, lebten sie nebeneinander her. Herr X hatte seine Affären und ob die Frau was wusste weiss ich nicht, aber sie blieben auf alle Fälle zusammen und waren beide ganz gute Turniertänzer, also hatten ein schönes gemeinsames Hobby.
So verstand ich seine Affären, aber er wollte endlich mehr, diese Nähe die er mit mir verspürte kannte er bis dato nicht und unser Sexleben war auch ganz wunderbar.
So das war mal um einen Einblick zu erhalten. Seine Eltern lernte ich übrigens erst nach eineinhalb Jahren kennen. War auch etwas komisch, da er in meinem Leben ein- und ausging und ich in seinem Leben nach eineinhalb Jahren erst jemand kennen lernte und ihn deswegen auch öfters ansprach, da ich wegen meiner Vorbeziehung das doch komisch fand. Trotzdem beruhigte er mich immer wieder und er war ja soooo ruhig und einfach da wenn er da war, ich war hin -und hergerissen.
Mit seinen Eltern kam ich gleich sehr gut aus (die wohnen auch ca. 450km weg von wo er wohnt) die waren sehr offen und freuten sich, dass er die Freundin -mich- endlich mitbrachte.
Er hatte auch noch ein grosses Hobby das Reiten.
Als ich ihn kennenlernte hatte er auch noch ein Pferd aber das verstarb nach ca. 6 monaten im Juni. Er fuhr dann recht überraschend - aber wir wohnten ja auch ca. 180km entfernt - in den Urlaub um sich Pferde anzugucken und kam dann auch erholt und gut gelaunt zurück. Er zeigte mir ein Foto von einem PFerd das ihm besonders gut gefiel. Ich war bis dahin noch nie mit bei irgendwas was mir Reiten zu tun hatte (8 MOnate kannten wir uns da cirka) und er war nach 5 Monaten auch in seinem üblichen Reiturlaub in Ungarn, den er jedes JAhr mahen würde. Ich akzeptierte das und dachte mir, dass ich diese Leute schon mal kennen lernen würde.
ICh frage ihn dann, ob er vor hat sich wieder ein PFerd zuzulegen und er sagte, ja irgendwann aber im Moment hat er kein Geld. Das war im ersten Jahr als wir uns kannten.
Nun dieses Pfingsten finde ich heraus, dass er seit eineinhalb Jahren mit einer Frau zusammen ein Pferd hat.
Diese Frau lernte er vor 14 Jahren als Affäre kennen und begann durch sie mit dem Reiten. Es sei keine Affäre sondern seine Freundin.
Ich war seine Liebe, seine Frau, und was weiss ich was alles und jetzt das.
Meine Träume, Wünsche und Hoffnungen waren begraben. Der mann, der mir erklärte, dass er mir nie weh tun könne, spielte dieses Spiel von Anfang an mit mir und hatte um ehrlich zu sein nicht mal ein wahnsinnig schlechtes GEwissen sondern erklärte mir noch, dass wenn ich ihn weiter wolle, er sich künftig gerne mehr Zeit auch für mich nehmen würde (hatte er bisher nie und wie soll das gehen mit eigenem Pferd und zugehöriger FRau), er aber diese Frau auch sehr gerne habe und sie ein einmaliges Team sind und alles im Einklang machen mit dem Pferd.
Mir wird grade wieder übel, tja trotzdem konnte ich das ganze in dem Moment nicht fasse und fiel in diese neue Rolle bis letzten Freitag.
Ich kann und konnte es nicht, ich wollte das nie, ich verurteile niemanden der eine Affäre will und lebt, ich hatte ihm gesagt ganz am Anfang schon, dass ich keine Affärenfrau bin (kenne das) und es war auf die Ehefrau bezogen und er versicherte mir, dass er die Scheidung erledigen wird. TJa er lebt mit einer Frau seit 14 JAhren - die wohnt mit ihrer Mutter zusammen - er geht da ein und aus ist zu Weihnachten nie da aber sie akzeptiert das. Aber meinte er, sie wäre sicher enttäuscht, wenn sie von mir erfahren würde und dass er mich mit zu seinen Eltern genommen hat, er liebe sie auch.
Trotzdem geht es mir unendlich schlecht jetzt, vielleicht hat jemand im Narzisstenforum darüber gelesen, ich hatte immer Verständnis und steckte zurück mit meinem Mehr Nähe Bedürfnis, aber das ist mir jetzt zuviel, ich verblute.
Danke fürs lesen

