devilsrose
Gast
kurze Zusammenfassung. ich (w,28) bin seit ca. einem Jahr mit einem sehr komplizierten Mann (41) zusammen. Er hat viele Altlasten (Dr0gen, Schulden, eine sehr ausgeprägte Schwarz-Weiß-Sicht auf alles). Trotzdem liebe ich ihn über alles, da ich bei ihm auch einfach mal nur Mädchen sein darf und er sich nichts draus macht, dass ich eine höhere Bildung oder mehr Einkommen habe als er.
Von Anfang an dachte er, ich hätte ein Problem mit seinem Sohn (5). Allerdings ist es so, dass ich einfach keine Ahnung von Kindern habe. Ich musste mich da vorsichtig rantasten, schauen wie man mit Kindern in dem Alter umgeht, was man sagen kann, wie man gemeinsam spielen kann etc. Ist für viele Menschen vielleicht total normal, für mich war es halt Neuland. Im letzten Jahr meinte ich irgendwann mal, dass es schön wäre, wenn wir mal ein WE für uns hätten. Hintergrund war der: Der Kleine war jedes WE da, ich war aber auch nur an den Wochenenden da. Und weil der Kleine in Papas Bett schläft, hatten wir halt null Zweisamkeit die ganzen ersten Monate der Beziehung. Also wagte ich mir mal, was zu sagen. ging allerdings auch drum, dass mein Freund nie Geld hat und wenn man jedes WE 2 Personen verköstigen muss, auch mal Ausflüge macht etc, ist es einfach teuer. Mein Freund musste sich öfters mal Vorschüsse beim Chef holen oder hat jeden Nachmittag noch Baustellen angenommen, um überhaupt mal über die Runden zu kommen. Das alles hat dazu geführt, dass ich einen Kompromiss vorgeschlagen habe: Wir holen den Kleinen alle 2 Wochen und die WEs dazwischen machen wir gemeinsame Ausflüge am Samstag oder Sonntag. So haben sich die beiden trotzdem jedes WE gesehen, hatten gemeinsame Erlebnisse, konnten danach was erzählen und ich hab alles gezahlt und bin gefahren. Dachte das wäre vorerst eine schöne Lösung. Gut, leider kam die Kindsmutter dazwischen, der es dann doch zu viel war, an den Wochenenden mal um 9 aufzustehen, damit wir den Kleinen um 10 holen konnten.
Also änderte sich wieder alles, er holte ihn wieder jedes WE. War auch ok für mich, denn der KLeine schlief dann in seinem Zimmer und ich konnte auch mal dort mit übernachten.
Dann habe ich meinen Freund dazu gedrängt, das alleinige Sorgerecht zu beantragen (Dez 17), da die Mutter Dr0gen nimmt (definitiv, wissen wir aufgrund einer Aussage ihres Freundes und gleichzeitig Dealers). Hab ihm die Anwältin gezahlt, alles mit ihm durchgestanden. Leider haben wir verloren, da die Richterin es nicht für nötig erachtet. Armes Land, wo man abhängigen Müttern zutraut, sich einwandfrei ums Kind zu kümmern. aber das ist eine andere Geschichte.
Seit der Verhandlung gab die Mutter den Kleinen nur alle 2 Wochen, wie ursprünglich vereinbart, her.
Seit ein paar Wochen ist es wieder anders, da ist er mal 3 WEs da und dann mal eins nicht, mal so mal so. Für mich ist das absolut ok, ich fahre den Kleinen, mache Ausflüge mit, übernachte auch mal mit dort etc. Schaue aber auch, dass die beiden quality time zu zweit haben.
Trotzdem kam immer wieder aufgrund von Kleinigkeiten das Thema auf, ich würde den Kleinen nicht annehmen, nicht akzeptieren. Weil ich mich manche WEs einfach zurückgezogen hatte. Das lag aber nie am Kleinen, sondern daran, dass ich ein verdammt hartes 2017 hatte (Mann weg, Job weg, Haus weg, Umzug zu Eltern, neuen Job suchen, Freundeskreis verloren etc). Ich bin innerlich so oft zerbrochen und manchmal brauchte ich einfach meinen Frieden.
Mein Freund bezog das aber immer alles auf sich und seinen Sohn.
Letztes WE wieder: Ich brauchte Samstag und Sonntag einfach mal Ruhe. Es war mir alles zu viel, mein neuer Job ist der Horror, mein Auto schon wieder kaputt, mein Scheidungstermin steht in 2 Wochen an. Ich sagte dann. du es ist mir alles gerade zu anstrengend. Gemeint hatte ich damit mein Leben und auch dass mein Freund oft auf mir rumhackt wenn der Kleine da ist und ich mal was zu ihm sag. Da brauch ich halt manchmal Abnstand. Was mein Freund verstanden hatte war: Ihr geht mir beide total auf den Wecker und ich will daher nichts mit euch zu tun haben.
Hab versucht, es ihm zu erklären, aber er ist so verbohrt und vernagelt. Er denkt er hat Recht, ich habe es definitiv so gemeint wie er denkt und er lässt sich von seiner Meinung nicht abbringen.
Und ich? Ich steh da, frag mich was ich noch alles tun soll um zu zeigen, dass ich den Kleinen lieb hab (grad am Montag hab ich 4 h auf ihn aufgepasst und es lief super!) und frag mich, ob mein Freund in den letzten 12 Monaten irgendwie. nicht anwesend war?
Ich kauf dem Kleinen ständig neue Klamotten, hab Strafen für den Papa gezahlt damit er nicht wieder einsitzen muss, hab Sachen am Haus bezahlt damit es die beiden schön haben, hab ihm Spielzeug gekauft, hab ihm die Geburtstagsfeiern bezahlt. und nicht nur finanziell, ich bin so oft über meinen Schatten gesprungen, hab mit dem Kleinen gekuschelt obwohl ich gar nicht so der Typ dazu bin, hab ihm seine 93394857 Fragen beantwortet.
was zur Hölle soll ich denn noch machen? Darf ich denn nicht mal ein WE Ruhe verlangen, wenns mir psychisch nicht gut geht? Hätte ich mich besser mit schlechter Laune zu den beiden gesellen sollen?
Ich bin absolut ratlos! War jemand schon mal in einer ähnlichen Situation oder kann mir helfen?