Floydi85
Mitglied
- Beiträge:
- 152
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 96
- Mitglied seit:
ich bin neu hier.
Ich bin 38 Jahre alt.
Ich versuche mich relativ kurz zu halten.
Mein Sohn ist 14 Jahre alt, voll in der Pubertät, verschiedene Diagnosen, u.a. ADS, Auszüge aus dem Autismus Spektrum in Bezug auf Emotionen und Sozialverhalten.
Mein Sohn lebte vom 7. Lebensjahr bis zum 12. Lebensjahr bei seinem leiblichen Vater, seit 2 Jahren wohnt er wieder bei mir und hat seitdem keinen Kontakt zu seinem Vater (geht vom Vater aus)
Mein neuer Partner 41 Jahre alt, mit dem ich seid 4 Jahren zusammen bin und seid 3 1/2 Jahren bei ihm wohne ist ein eher herrischer und impulsiver Mensch, er lässt nur schwer andere Meinungen zu und ist sehr schnell beleidigt, enttäuscht oder wütend.
Ich liebe ihn sehr, denn er hat auch viele gute Seiten.
Er selbst hat keine eigenen Kinder.
Ich hab noch eine Tochter mit 9 Jahren, sie lebt im Wochenwechsel bei mir und bei ihrem Vater.
Jetzt zum Problem:
Mein Sohn lügt sehr häufig, sei es wegen den Schulnoten, Vorfälle in der Schule oder sonst irgendwelche kleinen alltäglichen Dinge. Er besucht die 8te Klasse im M Zweig, aber seine Noten lassen sehr zu wünschen übrig.
Er ist eigentlich ein sehr guter Junge wenn diese ewigen Lügen nicht wären.
Mich selbst ärgern und enttäuschen diese Lügen auch, aber ich kann damit umgehen, mein Partner allerdings überhaupt nicht.
Er ist dann so stark enttäuscht von ihm das er mit ihm nichts mehr zu tun haben will, er schreit ihn sehr oft an, zieht Themen unendlich nach oben und in die Länge. Strafen wie Medienverbote müssten seiner Meinung nach über Wochen gehen.
Ich bin da lockerer und kenne meinen Sohn nunmal deutlich besser, mein Partner allerdings denkt er habe die Weisheit mit dem Löffel gefressen und nimmt meine Meinungen/ Erziehung null an.
Wenn mein Sohn mal wieder Bockmist baut ist mein Partner so aufgebracht das wir das alle abbekommen (seine Launen und seine Art dann mit jemand umzugehen)
Mich kritisiert er ständig in meiner Mutterrolle, ich wäre zu lasch, mein Sohn macht was er will und tanzt mir auf der Nase rum etc.
Er ist den halben Tag nicht da und bekommt immer nur mit das ich nichts mache obwohl das schon längst geschehen ist, er fragt ja nichtmal er reagiert einfach so wie er es für richtig hält.
Die Situation hier ist sehr angespannt und ich fühle mich eigentlich dauerhaft schlecht und als Versagerin.
Wenn ich ihm entgegen trete, dann bekomm ich seine Laune ab und er geht.
Die letzte Zeit spielte sich das ganze extrem hoch.
Er brachte Äußerungen wie:
Der hat mal ordentlich Prügel verdient, wenn du es nicht machst, dann mach ich es. (Würde er nicht machen)
Wenn du ein Problem mit meinen Erziehungsmethoden deiner Kinder gegenüber hast, dann musst du eben gehen.
Das war vor paar Wochen unser letzter Streit, ich habe dann gesagt : okay dann werden wir ausziehen.
Nach einem Tag bedauerte er seine Aussage und wollte nicht das wir ausziehen, hielt eine Entschuldigungsrede an meine Kinder und an mich.
Gut, ich hab ihm die Chance gegeben und es lief auch alles relativ gut.
Bis vor 2 Wochen, da fing es dann wieder an das er mich kritisierte, jeden Tag hatte er wieder etwas auszusetzen.
Dann kam ein Verweis von der Schule, mein Sohn weigerte sich umzusetzen weil er den Unterricht störte.
Da war dann wieder komplett Eiszeit.
Ich gab ihm Medienverbot, 1 Tag später war er einkaufen und hat sich unerlaubt 1 Energy gekauft, das ausgerechnet mein Partner raus gefunden hat, bzw er hat seine kleine Schwester ausgefragt.
Daraufhin war er sehr wütend und sagte zu mir:
"Ich möchte mit deinem Sohn nicht mehr unter einem Dach leben, ich hab es echt versucht, aber ich kann es nicht, was soll ich machen". " Nimm deinen Sohn und such dir was eigenes".
Danach haben wir nicht mehr darüber geredet, ich war wie vom Donner gerührt, hatten wir die Situation ja erst.
Er tat die folgenden 2 Tage wie wenn nichts wäre und ich habe meinen Plan nach seiner Aussage hin weiter geführt, wo ich vor paar Wochen aufgehört habe.
Nachdem ich so wütend auf ihn war weil er so tat wie wenn nichts ist, hab ich mal wieder das Gespräch mit ihm gesucht und hab ihm mitgeteilt das ich seinem Wunsch entsprechen werde und mit meinen Kindern und Hund ausziehen werde.
An dem Abend wirkte er erst so als ob er es echt so sieht, dann kam die Schuldumkehr in Form von ich würde ausziehen WOLLEN.
Ich rechtfertigte mich und sagte das ich keine andere Möglichkeit mehr sehe. Ich will mich allerdings nur räumlich von ihm trennen, die Beziehung würde ich gerne weiter führen in der Hoffnung das man wieder anders miteinander umgehen kann wenn er es nicht mehr mitleben muss. Er kann sich das aber null vorstellen und möchte sich trennen wenn ich ausziehe.
Da kommen wir jetzt zum Wendepunkt, seid 2 Tagen bekniet er mich zu bleiben, weint sehr viel, beteuert das er alles nicht so gemeint hat, er sich nicht vorstellen kann ohne uns zu leben und das er sich zu 100% ändern wird.
Er bittet mich um diese eine letzte Chance.
Ich zweifel aber daran das ein so eingefahrener Mensch sich so extrem ändern kann.
Vielleicht ein paar Wochen, aber auf Dauer?
Was ist wenn ich dann in paar Wochen wieder an dem einem Punkt stehe wo ich jetzt bin?
Meine Kinder mögen ihn eigentlich sehr gerne, aber auch sie wollen ausziehen und das gemoser nicht mehr ertragen müssen.
Ich hab die Chance meine vorherige Wohnung wieder zu bekommen, alternativ sehe ich mir eine weitere Wohnung an. 4 Zimmer Wohnungen sind bei uns mega rar.
Ich habe Angst mir diese Chance entgehen zu lassen weil ich an ihn denke?
Er tut mir aktuell sehr leid und die ganze Situation zerfrisst mich.
Ich weiss einfach nicht was ich machen soll.
Ich würde wieder komplett bei Null anfangen, ich habe damals natürlich alles verkauft an Möbeln, Utensilien was man eben alles so im Haushalt hat.
Ich nehme das gerne auf mich aber riskiere die Trennung wenn ich gehe.
Wie würdet ihr handeln?