Thegirlnextdoor
Gast
Deswegen habe ich mein eigenes Thema hier auch nicht so groß weiter verfolgt, ich habe den Eindruck egal was und wie ich es schildere - es wird der realen Situation einfach nicht so gerecht.
Ich denke es ist in jedem Fall gut, wenn ihr noch Hilfe vor Ort bekommt (war geplant, falls ich nichts verwechsele..?) die euch alle kennt und die Situation in natura besser einschätzen kann.
Natürlich kommt hier manches vermutlich krasser rüber als es in der Realität ist, und andere Punkte (wie gut Seiten usw.) finden nicht ausreichend Beachtung/Gewichtung.
Das finde ich hier das schwierige - man wendet sich - logischerweise - mit einem Problem an die Gemeinschaft, schildert die Eckdaten... und jeder ergänzt (unabsichtlich und automatisch) im Kopf ein paar Dinge.
Da könnte man sich dann schon vorstellen, dass ein Kind, das mal beim einen und beim anderen Elternteil gelebt hat, und das verhaltenssauffällig ist, niemals Routine und feste Strukturen hatte (auch wenn das eben gar nicht den Tatsacheb entsprechen mag), aus dem 14 jährigen Bub, der halt bisschen Schwierigkeiten macht, wird vielleicht bei manchem im Kopf schon ein nicht regulierbarer Halbstarker mit ernsten Problemen. (Ich meine damit jetzt um Gottes Willen niemanden bestimmten!, ich meine, allgemein ergänzt sich das Gehirn eben alles mögliche und fertigt sich Bilder an)
Und dann schreibst du "aber er ist doch eigentlich ein lieber Junge und macht alles ganz gut, nur ab und an lügt er halt und es gibt mal bisschen Stress deswegen (und wegen der Schulnoten etc.) - dennoch, wieder ein völlig anderes Bild.
Auch die Razzias im Zimmer deines Sohnes, die so für viele von uns auf Anhieb erstmal abschreckend klingen, werden vermutlich nicht wirklich Szenen aus einer Krimiserie sein sondern dein Partner wird halt wahrscheinlich ab und an mal durchs Zimmer gehen und gucken ob ihm was auffällt?
(Oder nimmt er wirklich alle Schubladen, Kisten, Schränke auseinander..?)
Worauf ich hinaus will... ich denke bei solchen Fällen ist es ganz, ganz schwer anonym und von außen etwas einzuordnen, falls sich Fragen nicht auf wirklich ganz konkrete spezielle Problemstellungen beziehen - eben wegen der enormen Komplexität solcher Fälle/Konstellationen.
Hilfe vor Ort ist da immer der beste Weg - oder Austausch mit Mitbetroffenen, die vieles aus eigener Erfahrung kennen und Tipps/Ideen haben, die evtl. hilfreich sein könnten. Oder die einfach nur Verständnis und ein offenes Ohr haben.
Ist denn dein Partner gewillt, sich näher mit dem Krankheitsbild auseinanderzusetzen..?
UND auch, sich bezüglich deines Sohnes etwas zurückzunehmen..?