Zitat von Floydi85: ihm haben die Diagnosen von Anfang an nicht wirklich interessiert, bzw kann er sich da schlecht reinfühlen.
Hab ich ihm das vor Augen gehalten, waren es immer nur Ausreden meinerseits ihn in Schutz nehmen oder sein Verhalten damit zu entschuldigen und klein zu reden.
Das finde ich ungut... Akzeptanz sieht anders aus.
Dann ist nicht verwunderlich, wie es läuft.
Ich denke da hätte ihr - zu 100% unabhängig von deinem Sohn - einiges zu klären.
So kann es auf Dauer nicht gehen.
Das ist auch keine Unterstützung für dich!
Zitat von Floydi85: Auch mir fällt es oftmal schwer, immer daran zu denken, denn man sieht es ja nicht, er wirkt ja auf den ersten Blick wie ein ganz normaler Junge.
Verstehe ich. Geht mir ja auch nicht anders. Unserer wirkt so auch völlig "normal". Er ist sehr hübsch, charmant, schlau - niemand, der ihn so auf Anhieb sieht würde vermuten, dass etwas anders ist. Auch Ärzte, die ihn nur mal so sehen, nicht.
Das erleben wir halt zu Hause, im Alltag.
Der Punkt ist - sicher, was ist schon "normal".
Natürlich sind unsere Kinder auch "normal"! Nur weil etwas ein wenig anders ist, sind sie keine "Abarten" oder dergleichen, Gott bewahre !
Normal im eigentlichen Sinne bedeutet ja nur "Norm" "Mittelwert" - und da ist es halt so, dass der Großteil der Kinder sich im Schnitt anders verhält. Sonst würde ja niemand auf die Idee kommen, dass hier im Verhalten etwas abweicht.
Inwieweit sich das einregeln lässt... auch von unseren Kindern selbst... alles ein Thema für sich.
Fakt ist: es ist mitunter schwierig. Sehr schwierig.
Zitat von Floydi85: Er sagt selbst er habe das nie ernst genommen mit seinen Diagnosen.
Er ist davon überzeugt das er das alles schafft, sich zu ändern, zu verbessern und sich damit zu befassen.
Das kann er sicher auch!
Und elterliche Liebe und Unterstützung & Vertrauen kann ihm dabei am meisten helfen.
Allerdings sollte man natürlich auch so ehrlich und so fair sein zu sehen und zu akzeptieren, dass etwas anders ist als bei vielen anderen - und dass das Kind aufgrund dessen möglicherweise härter an sich arbeiten muss... was ja auch für das Kind selbst schwierig ist.
Ich denke auf jeden Fall Akzeptanz ist bei euch ein Thema - aber damit seid ihr absolut nicht alleine! Wem fällt es schon leicht, das alles immer so zu akzeptieren..?
Jeder hat mal Momente wo er sich denkt "verdammt ist das alles hart, ich mag grad nicht mehr!" Oder wo man am liebsten die Augen verschließen und sich denken möchte "trallalala... hier ist alles normal... ganz normal..."
Ist legitim. Wir sind alle nur Menschen.
Was zählt ist, wie man am Ende des Tages damit umgeht und auch seinem Kind zeigt, dass man es liebt und akzeptiert. Egal wie hart der Kampf manchmal ist.