ma777
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Mir ist natürlich klar, dass dieser Thread nicht so wirklich in ein Trennungsforum gehört. Aber ich habe hier soviel gelesen zum Thema Nähe-Distanz in Beziehungen und sich wiederholende Muster, und da Beziehungen und Freundschaft ja im Gründe eine ähnliche Dynamik haben, probier ich es einfach mal.
Also, mein Sohn ist 11 Jahre alt und hat ADHS. Im Rahmen der Diagnostik bin ich immer wieder gefragt worden, ob er Freunde hat, weil das wohl vielen ADHSlern gar nicht leicht fällt. Zum Glück hat mein Sohn schon mal kein Problem damit, Leute kennen zu lernen und Freundschaften zu schließen. Soweit so gut. Aber es scheint bei ihm ein Muster zu sein, dass er, wenn er einen neuen Freund findet, total Feuer und Flamme ist, sich möglichst jeden Tag verabreden will und schon plant, später mal zusammenzu wohnen und im selben Job zu arbeiten.
Nach ein paar Monaten meldet sich der jeweilige Freund immer weniger von sich aus, hat immer weniger Lust, sich zu verabreden und schleicht sich irgendwie raus. Mein Sohn - mega loyal - rennt ihm dann jeweils wie ein kleiner depp noch monatelang hinterher und bettelt um ein Treffen, bis er dann irgendwann auch kapiert, dass die Freundschaft wohl keine mehr ist.
Es tut mir jedesmal so dolle leid für ihn, ich sehe, dass er todtraurig ist und sich fragt, was mit ihm nicht stimmt. Was kann er tun, was kann ich tun?