Pabbles
Gast
ich glaube es würde mir ganz gut tun meine Geschichte niederzuschreiben. In der Hoffnung das das befreit.
Mein Freund hat mich vor drei Tagen verlassen. Per Telefon. Seit über 2 Jahren sind wir zusammen. Da mein Freund viel und lange auf Malta ist, weil er dort arbeiten muss konnten wir uns die letzten drei Wochen nicht sehen und führten auch so eine, na sagen wir mal, Fernbeziehung. Anders kann ich es nicht umschreiben. Mal ist er da dann ist er wieder für eine Lange Zeit weg. Mein Freund plant es um die Welt zu reisen und auszusteigen. Wie im Film into the Wild. Er hatte mich immer gefragt, ob ich mit will. Ich konnte nur daran denken. Meine Familie, Freunde Job zu verlieren. Auch will ich irgendwann ankommen, Kinder kriegen und Sesshaft werden. Er wollte das nie. Er will nicht Sesshaft werden. Zumindest jetzt nicht. Später - hm, vielleicht!. Aber ich bin 30, meine Uhr tickt seine nicht. Dazu muss ich sagen, er ist vier Jahre jünger. Also, er hatte nachgedacht auf seine tollen Insel und ist zu dem Entschluss gekommen, vollkommen auszusteigen und alles aufs Speil zusetzen. Einschließlich mich. Er möchte mir nicht meine Zukunft verbauen, weil ich ja kinder haben will etc. Er will mich nicht weiter in der Hoffnung schwelgen lassen und mich hinhalten. Dabei muss er die nächsten 2 Jahre erstmal komplett in meiner Stadt bleiben. Ebenfalls wegen Arbeit. Warum kann er uns in den zwei Jahren keine Zeit geben. Nach einer so turbulenten Fernbeziehung wäre in der nächsten Zeit für 2 Jahre schluss gewesen. Und vielleicht hätten wir uns gemeinsam entwickelt und ich hätte meine Meinung zur Wanderung noch geändert. Früher wollte ich als junges Mädchen auch immer aussteigen. Aber seitdem die innere Uhr (Hormone) ticken, kann ich mich nicht zu 100 Prozent entscheiden. Krass finde ich vor allem sein Egoismus und seine absolute Entschlossenheit. Entweder kommst du mit oder wir haben eh keine Zukunft. Ich war wie vor den Kopf gestoßen. Leider empfinde ich die Liebe als solches. Das es mir überall gefällt, hauptsache ich bin bei meinem Liebsten. Und er. Er geht! Sagt mir das nach einer schweren OP (zwei Wochen danach) er habe zwei Wochen nachgedacht und sei nun zu dieser Entscheidung gekommen. Was ich davon halte. Er hat auf der Insel lauter aussteiegerfreudige Leute kennen gelernt. Die haben ihm bestimmt eingeredet. Deine Beziehung hindert dich daran deinen Traum zu leben.
Im Moment ist mir zum weinen zumute. Ich schaffe es mich nicht grad selber stark zu machen. Montag fange ich einen neuen Job an und ich hab solch ein Schiss dafür keine Kraft zu haben. Normalerweise haben mein Freund und ich jeden Abend telefoniert und ich würde ihm so gerne davon erzählen. Er fehlt mir einfach so sehr. Heute hab ich ihm eine Mail geschrieben. Das ich möchte das er nicht in meine Wohnung einfach geht, wenn er wieder kommt. Er hat einen Schlüssel und ich möchte aber das Schloss nicht austauschen. Ich möchte ihn nicht mehr sehen, dass würde mich innerlich zerreißen. Also möchte ich seine Sachen in den Flur stellen, werde an dem Tag bei Freunden sein und er kann sich die Sachen in Ruhe abholen. Das hab ich ihm geschrieben und Leb Wohl gewünscht. Das hat so verdammt weh getan. Jetzt gucke ich die ganze Zeit ob er sich schon gemeldet hat. Was er bestimmt nicht wird, da ich ihn gebeten habe aus meinem Leben zu gehen. Dabei möchte ich doch nur das er jetzt hier ist und mich im Arm hält. So wie er es früher getan hat, wenn ich traurig war. Wenn ich auf der Straße mir die ganzen Leute ansehe, kommt es mir so vor als wäre er der einzige der zu mir passt. Ich hoffe bald wieder Boden unter den Füßen zu haben. Bis dahin freue ich mich über jede Konversation. Da ich im Moment mit den verheulten Augen mich nicht aus dem Haus traue. Außerdem bin ich grade nicht sicher vor akuten Heulattacken....
alles aber auch wirklich alles erinnert mich an Ihn.
Heute habe ich seine Klamotten in Müllsäcke verpackt und werde sie gleich in den Keller bringen....
Sein Geruch hat mir den Verstand geraubt. Mir fehlt sein Geruch, seine Körperwärme, seine Stimme. Und die Kiste in der ich alles aufbewahrt hatte was ich mit ihm verband - Das tat weh
Ich bin tot unglücklich
Danke fürs lesen oder veilleicht auch was kommentieren
Pabbles
, ich glaube ich schlaf gleich ein. Hatte die letzte Nacht nur drei Stunden schlaf vom ganzen gegrübel und Montag brauch ich die Kraft für den neuen Job. Also lieber mal frühzeitig ins Bett.

