Bin_allein
Gast
Vor zwei Jahren war ich schon Mal hier unterwegs, da sich mein Freund von mir getrennt hatte und es mir sehr schlecht ging.
Wir kamen dann wieder zusammen und vor 6 Tagen machte er erneut, es ist mittlerweile das 5 Mal, mit mir Schluss.
Zur Vorgeschichte: Er ist 56, ich bin 24. Wir lernten uns langsam kennen und verliebten uns ineinander. Die Beziehung ging 3 1/2 Jahre, in der er immer wieder Schluss machte, wenn sein schlechtes Gewissen mir gegenüber zu groß wurde, da ich Kinder möchte und heiraten etc. Er aber nicht. Das war von Anfang an klar und eigentlich hätte ich da schon die Reißleine ziehen sollen, als er mir sagte, er möchte keine Kinder. Aber wie das so ist, dachte ich damals, ich bin eh noch in Ausbildung, brauche noch nicht an Kinder zu denken. . und so gingen die Jahre ins Land. Immer wenn ich sich trennte, kämpfte ich wie ein Löwe, um ihn wieder zurück zu bekommen. Und es klappte immer. Nur meine Angst, dass er wieder Schluss macht, blieb und wurde immer schlimmer.
Dennoch wurde auch mein Kinderwusch größer. Ich sprach ihn also nochmal drauf an, ob er es sich wirklich nicht vorstellen könnte. Da er es verneinte, meinte ich, dass er sich doch dann sterilisieren lassen kann, damit er keine Angst haben muss, dass doch mal was passiert. Aber er war immer der Meinung, dass man dann die Schwangerschaft ja auch abbrechen kann, was mich total schockierte. Sterilisieren kam für ihn nicht in Frage. "Dann können wir halt keinen sex mehr haben" Wir stritten so heftig und oft, ich war so unglücklich, da ich immer im Hinterkopf hatte, irgendwann ist es wieder vorbei. Aber ich liebe ihn so sehr. Er konnte mir nie sagen, dass er mich liebt, immer nur: " Ich hab dich lieb". Er konnte das seiner Aussage nach, noch nie einer Frau sagen, da er gar nicht weiß, was Liebe eigentlich ist.
Und nun hat er es beendet, zum 5. Mal . diesmal habe ich kein Drama gemacht, nicht gebettelt . habe meine Tasche gepackt und bin gegangen. Er sagte mir noch unter Tränen, dass er mich immer lieb haben wird, dass er hofft, dass ich jemanden finde.
Ich bin am Boden, hoffe ständig dass er mir schreibt, muss mich zusammen reißen, nicht zu ihm zu fahren. Er war mein erster richtiger Freund, hat mir so viel über das Leben beigebracht und nun ist er einfach nicht mehr da, als wäre er Tod. Ich verkrafte das nicht. Ich gehe daran kaputt.
