booksmart
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Zunächst scheint ja der (Ex)Partner der TE nicht eindeutig genug zu zeigen, dass sein Herz bei ihr liegt und er die Avancen der Schwägerin ablehnt. Für die TE wirkt es wahrscheinlich so, als stünde er nicht zu ihr. Da sich die Vorfälle schon gehäuft zugetragen haben, hat sich natürlich Frust angestaut. In welcher Intensität das nun passiert ist, kann ja hier keiner sagen, aber die TE FÜHLT sich ja offenbar zurückgesetzt. Da wäre schon länger ein Gespräch mit dem Partner angebracht gewesen, um das Gefühl mal zu besprechen. Der Urlaub, den man sich ja in der Phantasie noch zehnmal schlimmer ausmalen kann, ist jetzt der Gipfel dieser Geschichte.
Dazu kommen dann noch die ganz unterschiedlichen Lebensumstände. Die Schwägerin kann ein vermeintlich sorgloses Leben führen, während die TE als alleinerziehende Mutter ihren Alltag bestreitet.
Hier sind einfach andere Entscheidungen im Leben getroffen worden. Und jede dieser Entscheidungen bringt eben Konsequenzen mit sich. Wenn ich zwei Kinder bekomme, muss mir einfach klar sein, dass es möglich ist, alleinerziehend zu werden (aus welchen Gründen auch immer). Von außen betrachtet führt die Schwägerin ja vielleicht ein tolles Leben, aber wenn ich als Frau nicht arbeite und mich von meinem Ehemann versorgen lasse, muss ich damit rechnen, dass das auch mal vorbei sein kann und ich irgendwann mittellos dastehe.
Auch wenn die TE tatsächlich hier nicht besonders sympathisch rüberkommt, ein wenig kann ich das schon verstehen. Man hat vielleicht Stress auf der Arbeit, managt die Kinder und dann trifft man in der Freizeit eine Frau, die solche Alltagssorgen nicht hat, gut aussieht und dann noch den eigenen Partner in den Bann zieht, den man sowieso nur am Wochenende sieht.
Auf Dauer kann einen das schon zermürben und zu solch einer Gefühlslage führen.
Am Ende hilft da nur, sich das eigene Leben und die Beziehung anzusehen, um herauszufinden, an welchen Stellschrauben man drehen kann, um selbst mehr Souveränität zu erlangen und Stressfaktoren zu minimieren.