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Er hatte wenig Zeit für uns - war die Trennung besser?

hopehope

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Ich habe mich erst vor wenigen Tagen von meinem Exfreund getrennt, obwohl ich Gefühle für ihn habe. Wir waren nicht mal ein halbes Jahr zusammen, für mich eine sehr emotionale Zeit mit vielen Tränen meinerseits und Streitigkeiten, weil ich ihn auf meine Bedürfnisse und Wünsche hingewiesen habe, ständig verletzt wurde - ich glaube nicht, dass er absichtlich so gehandelt hat, sondern das für ihn ausreichend war bzw sein Leben nicht mehr Raum für eine Beziehung lässt - maximal ein Telefonat spät abends, tagsüber wenig Kontakt, phasenweise etwas häufiger gesehen, dann wieder wochenweise nicht, weil er meinte im Stress zu sein und daher seine Ruhe zu brauchen. Ich hatte durchwegs das Gefühl, dass mein Befinden, meine Bedürfnisse (Kontakt, regelmäßige Zeiten füreinander), mein Stress nicht zählten, seine befindlichkeit stand über meiner, so war mein Eindruck und das hat mich sehr unglücklich gemacht.

Abgesehen von den ersten drei bis vier wochen gab es kaum einen moment, ich dem ich glücklich gewesen wäre. Beinahe wöchentlich bin ich weinend zuhause gesessen, war verletzt und traurig und habe ihm immer und immer wieder gesagt, wie es mir geht, was mir fehlt, er konnte/wollte mir da aber nicht entgegen kommen. Sein Leben lässt eine Beziehung, wie ich sie mir wünsche, nicht zu. Arbeit, Studium, Hobby (welches dazu führte, dass wir uns an mehreren Abend sowieso nicht sehen konnten), die restliche Zeit stand sein Befinden im Mittelpunkt, er wollte spontan entscheiden, ob wir uns sehen - es blieb so wenig Zeit für uns.

Ich war so unglücklich und wusste, dass ich nicht glücklich werden würde, die schönen momente waren nur selten.
Und trotzdem zweifle ich nun immer wieder, bin traurig und vermisse ihn. Ich füge mir selbst noch mehr Schmerz zu indem ich unsere Nachrichten der letzten Monate lese und immer und immer wieder zweifle, hätte ich nicht doch länger warten sollen, hätte ich mich doch daran gewöhnt, hätte es sich verändert. und und und

Ich weiß, wenn ich klar denke, dass es so besser ist, ich wünsche mir mehr, ich wünsche mir ein gemeinsames Leben und nicht zwei getrennte Leben, die sich nur minimal berühren durften.

Er verschwieg viel vor mir, Themen bezüglich Familie, Freunde, etc weil diese doch für "uns" nicht relevant wären. Manchmal erfuhr ich erst gegen 10/11 Uhr abends auf nachfragen, dass er gar nicht mehr arbeite sondern eh schon seit Stunden zuhause war. somit war erst recht nur mehr ein kurzes Telefonat vor dem Schlafengehen möglich. es fühlte sich an wie zwei getrennte Leben, die sich nur minimal berühren dürfen.

Ich weiß, dass wir nicht glücklich geworden wären und doch bin ich so Hin- und hergerissen.

17.08.2017 09:16 • x 1 #1


Gast123


Ich glaube du hast alles richtig gemacht!
Ich finde es gut, dass man so früh den schlussstrich zieht und weiß was man will!

Wenn du jetzt schon sagen kannst du wärst nicht glücklich, wie sollte es in einigen Jahren aussehen?

Ein wenig klingt es auch nach Desinteresse seinerseits.

17.08.2017 09:23 • #2



Er hatte wenig Zeit für uns - war die Trennung besser?

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Kummerkasten007

Kummerkasten007


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Vermutlich bist Du in dem Alter, in welchem Du Deine biologische Uhr ticken hörst, kann das sein?

Anders kann ich mir Dein festhalten an einer "Beziehung", die in meinen Augen keine war, nicht erklären.

Zitat:
weil ich ihn auf meine Bedürfnisse und Wünsche hingewiesen habe, ständig verletzt wurde


Das klingt für mich schon fast krankhaft, sorry. Du wolltest ihn mit aller Gewalt in Deine Vorstellung einer Beziehung drängen, die er einfach nicht wollte.

Desinteresse und Dich von seinem Leben fernhalten ist keine Beziehung. Setz die rosa Brille besser ab, sonst verklärst Du das ganze noch mehr.

17.08.2017 09:26 • #3


hopehope


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@Kummerkasten007

Nein, das möchte ich jetzt schon gerne richtigstellen: ich wollte ihn nicht in etwas drängen, was er nichz wollte. Ich wollte mit dem Menschen zusammensein, in den ich mich verliebt hatte und wünschte mit kompromisse und entgegenkommen.
In meinen Augen hat er aber sein Leben so weitergeführt, wie er es gewohnt war, lediglich dass er die Zeit, die er so oder so gehabt hätte, mit einem zweiten Menschen verbracht hat, wenn ihm danach war, denn wenn er Ruhe brauchte, musste er sie auch bekommen und wenn er nicht alleime sein wollte, dann sollte ich Zeit haben. Für mich gehört es schon dazu, dass man sich ein wenig angleicht. Wenn ich als single täglich unterwegs bin kann ich dies, sobald ich in eimer verbindung bin, so nicht weiterführen, sondern gleiche mein Leben an jenes meines partners an, hole ihn aber nicht nur dann zu mir, wenn mir gerade danach ist und DAS habe ich vermisst!
Und zur Frage der biologischen Uhr: nein!
Hätte ich krankhaft daran festgehalten, dann hätte ich die Beziehung wohl kaum nach so kurzer Zeit beendet!

17.08.2017 09:36 • x 2 #4


Kummerkasten007

Kummerkasten007


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Tja, dann hast Du Dich verliebt und er eben nicht.

Das ständige darauf hinweisen, was Du gerne hättest würden wollen, ist aber drängen

17.08.2017 09:43 • #5


hopehope


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Ich dachte hier würde es darum gehen, anderen zu helfen ubd nicht darum, kurzerhand irgendwelche Urteile zu fällen. Danke.

17.08.2017 09:49 • x 1 #6


Kummerkasten007

Kummerkasten007


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Naja, was willst Du hören bitte?

So wie Du es beschrieben hast, komme ich nunmal zu dieser Meinung.

Er war augenscheinlich nicht so verliebt wie Du in ihn. Daher auch das Desinteresse und die Lieblosigkeit seinerseits.

Je eher Du das akzeptierst, desto besser wird es Dir gehen.

17.08.2017 09:53 • #7


hopehope


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Du hast geschrieben, dass mein Verhalten krankhaft ist, das empfinde ich als Beleidigung, darum geht es!

17.08.2017 09:56 • x 1 #8


Kummerkasten007

Kummerkasten007


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Das ist meine Empfindung und wenn Du liest, dann habe ich es so auch geschrieben:

Zitat:
Das klingt für mich schon fast krankhaft, sorry.


Alles Gute Dir weiterhin.

17.08.2017 09:58 • #9


Gast2345


Liebe Hopehope

Ich kann verstehen dass es dir nicht gut geht. Du hast dir mit ihm mehr gewünscht als er bereit war zu geben.
Ich finde es sehr mutig von dir dass du dich nach so kurzer Zeit getrennt hast und einen Schlussstrich gezogen hast.
Du sagst ja selbst dass du nie wirklich glücklich mit ihm warst in der Zeit.

Halte durch, es wird wieder besser werden und irgendwann kommt jemand der die Gleichen Wünsche und Vorstellungen hat wie du.

Ich kann das sehr gut verstehen, wenn er nicht dazu bereit ist wird es dich nur noch mehr unglücklich machen.

Köpfchen hoch..stay strong

17.08.2017 10:00 • x 1 #10


Gast987


Du schreibst "Arbeit und Studium" - da ich derzeit dasselbige mache, kann ich bestätigen, dass mir nach der Arbeit nicht viel Zeit unter der Woche bleibt für meinen Partner - ich muss anschließend noch lernen und möchte nach einem 12h Tag dann auch doch mal meine Ruhe!

Nach der Arbeit nachhause kommen und auf die Couch legen ist wohl was anderes, als nebenher noch ein (anspruchsvolles) Studium zu absolvieren!

Ich finde aber, dass dies ein vorübergehender Zustand ist. Anders sieht die Sache natürlich auch am Wochenende aus.

Das Ganze wirst du ja sicherlich im Vorfeld gewusst haben? (Zwecks Studium, Arbeit usw).

17.08.2017 16:26 • #11


hopehope


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Der Titel "Er hatte wenig Zeit für uns" stammt nicht von mir, sondern wurde so umbenannt. Natürlich wsr auch die Zeit ein wesentlicher Faktor, aber weniger wegen des Studiums, sondern mehr wegen seines fehlenden Zeitmanagements und der Tatsache, dass er seine Bedürfnisse über meine stellte.
Offensichtlich wollte er sein Singleleben weiterleben, lediglich mit dem Zusatz, dann eine Frau an seiner Seite zu haben, wenn ihm danach war und das nannte er Beziehung. Ist zumindest eine meiner Theorien.
Ich wollte ihn gerne dabei unterstützen, sein Studium zu absolvieren, nie würde ich davon jemanden abhalten! In Summe aber wollte er sein gewohntes Leben weiterführen ohne auf eine zweite Person rücksicht zu nehmen...

17.08.2017 16:52 • x 1 #12


Gast987


Achso, ich wollte nur anmerken, dass die Zeit wirklich begrenzt ist beim Studium.
Mein Partner und ich sehen uns jeweils am Wochenende mit Übernachtung und unter der Woche nur ganz selten spät abends mal 1-2h. Weil einfach die Zeit meinerseits nicht da ist - aber das ist quasi seine "Unterstützung".

Wie sah es denn aus mit Unternehmungen?
War er vorher lange Single?

Ich musste mich nach 3 Jahren Singlezeit auch erst wieder an das Leben in einer Beziehung gewöhnen. Vorher habe ich quasi das Studentenleben in vollen Zügen genossen! Heute sieht man mich natürlich nicht mehr auf Studenten Partys - gegen Anfang der Beziehung war ich da doch ab und an dabei am Wochenende.

Welchem Hobby ist er nachgegangen? Wäre das auch etwas für dich gewesen?

17.08.2017 17:05 • #13



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