Rebecca71
Gast
mein Mann ist vor 2 Monaten ausgezogen und will die Trennung. Ich bin in der Wohnung im Haus geblieben. Im Haus gibt es noch eine zweite Wohnung, in der seine Mutter lebt.
Er hat sich komplett abgeschottet und lebt bei seinem Onkel. Immer wieder taucht er einfach zu Hause auf und steht auf einmal da.
Entweder er kommt Mittags zum Essen zu seiner Mutter, oder er muß in sein Büro, oder er holt frische Wäsche, oder sonstwas,was er braucht.
Ich habe drei Versuche unternommen, ihn dazu zu bewegen darüber nachzudenken, ob er vor dem endgültigen Aus und nachdem etwas Zeit vergangen ist, nicht doch noch einmal prüfen möchte, ob wirklich alle Brücken eingerissen sind. Er hat kein Interesse, denkt nicht darüber nach und bleibt bei seiner Meinung. Er will sich trennen.
Ich versuche so gut es mir eben gelingt, mit der Situation zurecht zu kommen. Ich brauche immer ein zwei Tage, bis ich zur Ruhe gekommen bin und nicht permanent Elend und Kummer fühle, oder die ganze Nacht wach liege und mich in meinen Gedanken und Erinnerungen verliere. Kaum wird es etwas leichter und ich empfinde so etwas wie ein beginnendes Distanzgefühl, taucht er plötzlich wieder auf.
Das wirft mich in Sekunden an den Anfang zurück. Ich brauche bloß sein Auto in der Einfahrt sehen, dann ist es schon vorbei. Wenn er mir dann auch noch gegenüber steht und ein zwei Worte zur Begrüßung, oder zum Abschied sagt, dann bin ich wieder 24 h, einige Tage am Beißen. Alles beginnt von vorne, die Nächte werden unerträglich. Ich spüre immer wieder eine Beklemmung in der Brust, als ob mir jemand das Herz quetscht. Es ist grausam und schlimm und belastet mich psychisch und physisch unbeschreiblich.
Ich möchte ihm mitteilen, daß ich das nicht mehr möchte. Er soll nicht einfach so wie er es gerade braucht auftauchen und mich damit immer wieder aus dem Tritt bringen. Ich störe ihn ja auch nicht in seiner Distanz. Ich möchte zur Ruhe kommen und dauerhaft die Möglichkeit haben mich so zu distanzieren, damit ich mit der Trennung zurecht komme. Allerdings weiß ich nicht so richtig, wie ich es kommunizieren soll, ohne a) ihn gegen mich aufzubringen, b) weinerlich und jammernd zu wirken und damit zu zeigen, daß ich extrem unter der Trennung leide, c) möchte ich sachlich, eindeutig und bestimmt bleiben.
Könnt ihr mir bitte Eure Meinung mitteilen und vielleicht mit dem ein oder anderen Tipp weiterhelfen?
Vielen Dank!