Wenn man so richtig am Boden ist, kann es nur besser werden ... okay, vorher muss man vielleicht noch mal durch einen Sumpf, aaaaaaaabern, danach ist der Sumpf deutich ordentlicher und man kann die eigenen Verhaltensweisen viel besser einordnen und steuern. Es wäre auch gelogen, wenn man verheimlichen würde, dass es manchmal noch weiter bergab geht, damit man aufstehen kann
Ich habe noch verstanden, warum so viele Menschen Veränderung mit der Angst vor Verschlechterung verbinden. Veränderung ist gut. Veränderung ist Entwicklung - selbst dann, wenn man mal zurück geworfen wird -, sie ist Lernen und Abenteuer, Herausforderung, Erfolg. Selbst falsche Enscheidungen sind gut, denn sie bringen einen weiter. Hat ein Weg nicht funktioniert, geht man eben einen anderen. Aus Angst vor der falschen Entscheidung, etwas gar nicht zu entscheiden, ist Stagnation, ist Frust, ist Unsicherheit, ist das Gefühl von Hilflosigkeit, von Ausgeliefertsein, ist wie lebendig begraben. Aber Entscheidung ist Gestaltung, ist das eigene Schicksal in die Hand nehmen. Das fängt im Kleinen an (WhatsApp-Stalkerei) und geht weiter über Größeres (so einen Mann will ich gar nicht. Ich habe einen guten Mann verdient):
Hier sind so viele Menschen, bei denen ich denke "Wow, was die alles wissen. Wo haben sie das bloß her?" und meistens stellt sich ganz nebenbei heraus, dass sie selber mal bis zum Hals in der ... saßen. Aber wie haben sich auf den Weg gemacht. Sie haben gekämpt, gelernt, gearbeitet, sich hinterfragt, sie haben sich mit ihren Themen befasst, sie sind hingefallen und wieder aufgestanden, sie haben sich selbst lieb gewonnen und sind glücklicher geworden, als sie es waren, sie sind jetzt Ratgeber, die die Muster und Prozesse kennen und von denen andere Denken "Wow, was die alles wissen!".

Was diese Menschen schreiben, ist nicht bloß theoretisches Geschwafel, es ist Erfahrung.
Man kann nicht, wenn man sich nicht auf den Weg macht und der Veränderung eine Chance gibt, Verbesserung erwirken. Manchmal muss man eben auch mal von außen und mit Hilfe auf sein eigenes Gefüge gucken. Das ist eine Chance und kein Grund Angst zu haben. Ja, es wäre gelogen, wenn man behaupten würde, dass es leicht ist und es ist auch nicht jederzeit im Leben die richtige Zeit dafür. Aber das jetzt tut doch auch weh und das bietet im Gegensatz zu professioneller Hilfe wenig Chance auf Veränderung. Wovor also Angst?