Anna30893.
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das wird leider eine sehr lange Geschichte werden, auch wenn ich mich darum bemühe, mich kurz zu fassen. Mein Exfreund und ich waren vier Jahre und ein Dreivierteljahr zusammen, davon waren dreieinhalb Jahre eine Fern- bzw. Wochenendebeziehung aufgrund seines Bachelorstudiums.
Anfang September ist er nach Frankfurt gezogen, was etwa vier Stunden Fahrt von unserer gemeinsamen Heimat entfernt ist, und ich bin Anfang Oktober ebenfalls umgezogen, sodass wir noch weiter voneinander entfernt leben. Er macht dort an einer Privatuniversität seinen Master, hat fast immer Samstagsvorlesungen, und wir konnten uns nur noch einmal in neun Wochen sehen. Wenn er nach Hause kam, ging er jedoch zum Sport, Punktspiele sind ja immer am Wochenende, und wir konnten uns nur sehen, wenn ich auf seinen Spielen auftauchte .... Damit war ich unglücklich.
Vor vier Wochen hat er mich verlassen, hat dies jedoch über vier Stunden in die Länge gezogen, und mir immer wieder geschworen und beteuert, dass er mich liebt, eigentlich an mir und unserer Liebe festhalten will, und sich eine gemeinsame Zukunft wünscht mit mir. Begründet hat er unsere Trennung damit, dass er ein 2tes Mal ins Ausland geht (hatte bereits während unserer Beziehung ein Auslandssemester), ich in seiner beruflichen Zukunft einfach keinen Platz mehr bekomme, unsere Zukunftsvorstellungen zu unterschiedlich seien, und wir uns an den Wochenenden nicht sehen können, da es ihm mehr Wert ist, seine Spiele zu spielen. Anschließend ist er gefahren, hat den Kontakt nahezu zu mir abgebrochen. In der 1ten Woche schrieb er mir zwar noch, dass er mich liebt, und dass ich ihm mehr als wichtig sei, aber auch, dass er uns niemals mehr als Paar sehen kann, und wir Freunde bleiben können. Er wolle Abstand.
Ich habe ihm dann so gut es ging, Abstand gewährt, bis ich mich am Wochenende mit seiner Schwester traf (wir sind separat befreundet), und sie mir erzählte, dass die Mannschaft sowieso keinen Bestand mehr hat, und sich trennen wird. Er spielt demnach in der Zukunft gar nicht mehr weiter. Via WhatsApp habe ich ihn nun damit konfrontiert, da ich seit vier Wochen leide, kaum Schlaf, kaum Essen. Ich versuche zwar, mich auf mein Studium zu konzentrieren, und zum Sport zu gehen, aber leider bringt mir das gar nichts, weil es mich kein bisschen abzulenken vermag. Seine Reaktion war kalt. Er schrieb mir, dass wir uns niemals wiedersehen werden, da er nicht zurückkommt (sein Vater erwähnte bereits, dass er den Kontakt zu seiner Familie schon nahezu komplett abbricht), es keine Schnittpunkte mehr geben wird, er mich nicht mehr liebt, mit mir niemals mehr zusammen sein will, und mir auch nicht mehr schreiben wird, bevor ich nicht aufgehört habe, ihn zu lieben. Eine Freundschaft will er nun bloß noch auf sehr distanzierter Basis, höchstens alle paar Wochen bzw. Monate Kontakt, und auch lediglich Smalltalk. Des Weiteren erwähnte er, dass er über Weihnachten und Silvester mit einer seiner neuen Kommilitoninnen nach Moskau fahren wird.
Das trifft mich unheimlich.
Sein bester Freund, mit dem ich ebenfalls befreundet bin, erwähnte mir gegenüber bereits nach zwei Wochen, dass ihm die Trennung nicht wehtut, er mich nicht vermisst, und ohne mich deutlich glücklicher ist. Leider bekomme ich ihn nicht aus meinem Kopf bzw. Herzen, und auch die Moskaureise macht mir mehr als zu schaffen. Ich kann mir selbst nicht helfen. Habt ihr eventuell Ratschläge? Ich warte immer noch, dass er zurückkommt. Er war meine erste große Liebe. In ihn verliebt habe ich mich, als ich vierzehn Jahre alt war, mit ihm zusammengekommen bin ich, als ich sechzehn Jahre alt war. Wir sind nun beide einundzwanzig Jahre alt. Ja, ich weiß, das ist jung, das höre ich von allen Seiten her, aber das macht es nicht besser. Was kann ich tun?