Fragezeichen_L
Gast
Wie in Gottes Namen kann sich ein normaler, beziehungsfähiger Mensch so einfach "entlieben", also die Liebe zu einem Menschen verlieren? Oft wird die Liebe als ein Kommen und Gehen beschrieben, als etwas Unplanbares, aber für mich sind das alles nur -oft sogar unbewusste- Ausreden von Menschen die entweder ein Problem mit sich selbst haben, oder Bindungsprobleme, oder in einer Krise sind und glauben ihr Leben auswechseln zu müssen. Begründung: Wir alle haben eine Familie, Eltern, Geschwister, auch Freunde. Wir alle empfinden so etwas wie Liebe für all diese Menschen. Wie nun also könnten wir die Liebe zu solchen Menschen verlieren, ohne dass diese uns einen wirklich schwerwiegenden Anlass geben? Das ist einfach unlogisch. Ich vergleiche zwar nicht die Liebe zu unserer Familie und Freunden 1:1 zur Liebe zu einem/einer Partner/in, aber dann kann man meines Erachtens auch nicht von "Liebe" sprechen, sondern nur von Verliebtheit, Schmetterlingen im Bauch, gut, was auch immer. Denn echte Liebe zu einem Menschen beschreibt das Gefühl des Wohlwollens, des gegenseitig erlebten Respektes und der daraus erfolgten Bindung zu diesem anderen Menschen, was mit einem gewissen Verantwortungsgefühl diesem Menschen und seinem Befinden automatisch einhergeht. Ich behaupte daher, dass Menschen, die sich, oft sogar ohne jegliche Erklärung, von einem anderen Menschen einfach trennen, ohne dass einem dieser Menschen etwas angetan hat, niemals Liebe empfunden haben, sondern allenfalls Verliebtheit, s.uelle Anziehung, etc.