Ich habe mich nun durch die letzten 9 Seiten gewuselt. Mir fällt auf, du berichtest ständig nur von ihm. Über SEIN Gefühlsleben; über SEIN Dilemma; über SEIN Ehedrama, SEINE Kinder...aber ich frage dich:
WO BLEIBST DU BEI DIESEM GANZEN DRAMA?
Er ist nun von zuhause ausgezogen und hat seiner Ehefrau "gebeichtet", die Nacht bei dir verbracht zu haben. Ich weiß, du willst nicht hören, dass dein "Freund" noch immer zwischen den Stühlen steht.
Du hast die Hoffnung, das ist der erste Schritt in eine gemeinsame Zukunft.
Dein "Freund" hat im Augenblick sehr viele Baustellen, die er verarbeiten muss. Er vollzieht im Moment einen "warmem" Wechsel. Die neue Wohnung spielt da nur eine untergeordnete Rolle, denn er wird immer wieder bei dir antanzen. Sie dient als "Alibi" und Rückzugsort - für die Kinder, für seine Frau; aber auch für ihn (falls es mit dir nicht klappt?)
Bisher sind Dinge geschehen, die deine Selbstachtung und dein Selbstwertgefühl massiv in Mitleidenschaft gezogen haben. Und dennoch lag dein Focus immer auf ihm. Das ist ungesund. Du verdrängst.
Was glaubst du, wie eine Zukunft mit ihm aussehen soll? Kannst du ihm das alles verzeihen? Dass er die Ehefrau (angeblich der Kinder wegen) zunächst dir vorzog? Dass er mit ihr schlief, sie berührte, ihr Zärtlichkeiten zukommen ließ, auch wenn der Akt ANGEBLICH nicht vollzogen wurde? Du weißt es nur vom Hören-Sagen

Auch DU hast derzeit einige Baustellen, die du erst mal geregelt bekommen solltest. Stürze dich nicht blindlings in eine Beziehung, die auf einem äußerst wackeligen TEILSTÜCK eines Fundaments besteht. Denn auch dein Fundament bröckelt und brauch Stabilität...
Denk mal drüber nach.