ganzalleine
Mitglied
- Beiträge:
- 16
- Themen:
- 2
- Danke erhalten:
- 2
- Mitglied seit:
Ich wurde vor jetzt fast einen Monat von meinem Freund nach 2,5 Jahren verlassen (er 28, ich 26). Die Trennung kam plötzlich, einen Monat vorher waren wir noch gemeinsam im Urlaub, den wir auch kurz vorher erst gebucht haben und nach dem Urlaub sprachen wir bereits über den nächsten. Zwei Tage bevor er die Trennung aussprach, sagte er noch, er wolle auf jeden Fall mit mir zusammen bleiben.
Er hat sich anfangs noch regelmäßig gemeldet, schrieb, es ginge ihm auch schlecht, er wolle immer für mich da sein und belangloses. Als ich ihn einmal anrief, ob er vorbei kommt, kam er sofort (Zugfahrt Hin- und Zurück fast 5 Stunden). Er nahm mich die ganze Zeit in den Arm, streichelte mich und war abends auch traurig zu gehen, sagte aber seine Entscheidung sich zu trennen steht fest. Später schrieb er mir, es tat gut mich zu sehen. Mir tat es weh ihn zu sehen und zu wissen, er ist nicht mehr mein Partner, also meldete ich mich kurz darauf nicht mehr bei ihm. Natürlich auch in der Hoffnung, er würde mich vermissen und die Entscheidung bereuen. Aber von ihm kam dann recht bald auch nichts mehr.
Nach nun fast 2 Wochen Kontaktsperre hielt ich es gestern nicht mehr aus, ihm nicht zu schreiben, denn er hat seinen WhatsApp Status in "Mega Stimmung" geändert und ich war so furchtbar wütend und enttäuscht von ihm. Daraus entwickelte sich dann ein Gespräch. Er sagte, er sei nicht in einer mega Stimmung, sie umgebe in bloß, weil er viel unternimmt und er merkt, dass er Freunde hat, die ihn gern haben, und ihm das gut tut. Bei dem Status hätte er gar nicht daran gedacht, wie das auf mich wirken könnte. Die Trennung nage noch an ihm und er denkt jeden Tag an mich. Als ich ansprach, dass ich es als Hauptproblem unserer Beziehung sah, dass wir zu viel aufeinander saßen und zu wenig mit anderen unternommen haben, insbesondere getrennt voneinander, gab er mir recht und sagte, deshalb sei die Trennung für ihn der notwendige Schritt gewesen. Ich sagte, man hätte auch einfach mal darüber sprechen können, denn er hat vor der Trennung leider nie das Gespräch gesucht. Er sagte, dass er nicht weiß, was dabei herausgekommen wäre. Er hat entschlossen, sich nicht weiter mit den Problemen beschäftigen zu wollen. Durch die Beziehung sei er nicht frei in seinen Entscheidungen gewesen, sondern wurde immer unterbewusst beeinflusst, ohne dass ich dabei eigentlich irgendwas beitrug. Nun sei er endlich frei und bereue seine Entscheidung sich zu trennen auch nicht, auch wenn sie sehr kurzfristig war. An mangelnden Gefühlen hat die Trennung laut ihm nicht gelegen.
Ich hätte ihn eigentlich irgendwo immer noch gerne zurück, auch wenn ich sein Verhalten unreif und egoistisch finde. Die Beziehung mit ihm war aber größtenteils wunderschön, wir haben so viel erlebt, sind viel gemeinsam gereist. Noch nie habe ich so starke Gefühle für jemanden gehabt und ich hatte vorher bereits eine deutlich längere Beziehung.
