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Er ließ mich nicht in sein Leben

Blaubeere256

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Hallo liebe Foris,

ich möchte meine Geschichte erzählen.

Ich habe mich am Mittwoch nach 2 1/2 jähriger Beziehung getrennt. Der Grund: "er wollte mich nicht in seinem Leben haben" oder besser, er war (noch) nicht bereit dazu.

Leider muss ich etwas ausholen. Als wir uns kennenlernten waren wir beide in einer Beziehung. Ich trennte mich recht schnell, er etwas später.

Nach seiner Trennung brach die Hölle um uns herum aus. Seine Ex und mein Ex haben uns beschimpft, unter Druck gesetzt, im Job an den Chef herangetreten (wir arbeiten zusammen). Kurzum: er beugte sich dem Druck, machte mit mir Schluss. Sagte, er könne das alles nicht, seine Familie würde mit ihm brechen, wenn er mit mir zusammen sein möchte. Er wäre dann ganz alleine, wenn es mit uns nicht klappen würde.

Nach 6 Wochen (und wohl auch Beziehungsrettungsversuchen mit seiner Ex, was er bestreitet), trafen wir uns wieder. Heimlich, bis seine Ex ausgezogen war.

Danach dann offen, auch im Job wussten dann alle Bescheid, wir sind/waren hier ein offizielles Paar.

Unsere Ex machten immer mal wieder Druck, wohl auch über seine Eltern und auch über meine Kinder. Mein Freund wurde dann immer depressiver. Ganz klassisch mit Weglaufen, Traurigkeit etc.

Ich hab zu ihm gestanden. Manchmal war ich auch total fertig, manchmal gab es lange Kontaktpausen. Und er tat sich immer schwer mit meinem Wunsch nach Familienanschluss.

Er fuhr fast jedes WE 1 Tag zu seinen Eltern, meist mit einer Nacht. Hier lebt auch seine Ex ließ auch keine Gelegenheit aus, mir immer wieder zu sagen, dass mein Freund dort noch in Kontakt (er sagte WE-Beziehung) mit seiner Ex stehe.

Ich glaubte das nicht, ich vertraute meinem Freund und schob auch viel auf unseren Start und seinen Eltern und der Depression.

Vor 1 Jahr kam es zu einem Selbstmordversuch meines Freundes' mit anschließender Therapie. 4 Wochen hörte ich nichts von ihm. Es war sehr schlimm.
Als er wiederkam sagte er mir, er könne die Beziehung so nicht fortführen, da er meinen Wunsch nach Familie einfach nicht leben könnte (momentan). Er wolle Freundschaft. Das könnte ich nicht, es gab also wieder einen Cut. Er weinte, er sagte, er wird das bereuen.

Nach 1 Woche kam er wieder. Er sagte, es wäre schrecklich ohne mich. Ich wäre seine Zukunft, das einzige Licht in seinem Leben. Er wolle mit mir leben, das ganze Programm, ich solle ihm Zeit geben und wir müssten viel reden. Die beiden Expartner machten ihm Angst. Druck auch von der Familie. Warum genau, das weiss ich nicht, habe ich nie verstanden. Mein Ex gehört ja zu unserer Vergangenheit.

Ich machte ihm klar, dass ich ihn liebte, ich versuche alles zu tragen, aber mir die Kinder und seine Familie wichtig wären. Alle andere kann ich packen.

Also ging es weiter, aber es änderte sich nichts. Mindestens 1 mal am WE war er bei seinen Eltern (?), manchmal mit komischen Geschichten. Sowas wie "Mama ist gefallen" etc.

Ich glaubte ihm, gab ihm Zeit. Es ging ihm langsam besser, Rückzüge waren seltener, er teilte sich mir mit. Die Welt war böse, aber ich sein Sonnenschein. Wir sahen uns täglich (außer am WE) und wir verstanden uns prächtig.

Nur seine Ablehnung meiner Familie gegenüber (kein Kontakt, keine gemeinsamen Unternehmungen mit den Kindern) und dass ich weder seine Freunde noch seine Familie kennenlernend durfte, ließen mich verzweifeln.

Wisst ihr, wir sprachen über gemeinsame Kinder, über Zusammenleben und er verfiel in Panik, wenn ich fragte, wann ich denn nun seine Eltern kennenlernen dürfe.

In den letzten 4 Wochen habe ich immer wieder gesagt, wie wichtig das für mich ist und dass mir die Perspektive für eine gemeinsame Zukunft fehle. Depressionen hin oder her, es kann doch nicht an meinem Ex liegen, dass ich sie nicht kennenlernen durfte (seine Eltern). Er behauptete das immer und schob den Zeitpunkt des Kennenlernens immerhin weiter nach hinten.

Eine Familie, bei der er so viel Zeit verbrachte, muss ihm doch wichtig sein. Und ich war doch auch wichtig für ihn. Jedenfalls sagte er das immer.

Am Mittwoch (nachdem ich ihm nochmals 14 Tage zur Lösungssuche gab) fragte ich erneut nach der Familienzusammenführung.

Er könne das (noch) nicht! Nach 2 1/2 Jahen! Und 1 1/2 Jahren hoch offiziell.

Ich habe dann gesagt, dass wir nicht weiterreden müssten. Ich habe keine Perspektive mehr in dieser Beziehung. Ich bin gegangen. Er weinte, wünschte mir alles gute, ich solle mal von mir hören lassen. Er war am Boden zerstört, aber der Gedanke, mich in seinem Leben zu haben, scheint ihm mehr Angst zu machen.

Jetzt frage ich mich, ob er mich überhaupt je geliebt hat, ob er mich nur hingehalten hat, mich ausgenutzt, ausgesaugt und nie die Absicht hatte, mit mir zu leben.

Oder führt er Farce ein Doppelleben?

Kann ein Mann in mittleren Jahren so viel Angst vor seinen Eltern haben? Sind das die Depressionen? Bin ich belogen worden?

Schafft er vielleicht jetzt den letzten Schritt? Ich bin immer wieder auf seine Worte reingefallen. Ich hab zwischendurch häufiger Kontaktpausen eingelegt, war traurig usw. Er kam jedesmal wieder bei mir an. Sagte, er sei auf dem Weg, er habe schon soviel getan. Er habe alles so für mich aufgegeben.

So hat er mich immer wieder zurückbekommen. Ich hab imme wieder vertraut, geglaubt, gewartet. Gehofft, geliebt.

Und er lässt mich jetzt einfach so gehen. Weil ch seine Eltern kennenlernen will? Und ich möchte, dass meine Kinder ihn kennenlernen. Versteht mich bitte richtig, es geht hier nicht um zusammenziehen oder um 24/7. keine Heirat oder so.

Ich hab ihm auch gesagt, dass er weiter alleine zu seiner Familie fahren kann. Ich will nur endlich in sein Leben.

Was stimmt denn da nicht? Was stimmt denn mit mir nicht?

Momentan Wechseltierchen seine Bilder ständig auf WA. Da hab ich früher oft drauf reagiert.

Aber ich will ja keine Worte mehr, ich will Taten oder alleine glücklich werden.

Aber es geht mir schlecht, ich leide ohne Ende, obwohl ich weiß, das es keinen anderen Weg gab. Ich kann doch nicht noch länger hingehalten werden. Was sagt Ihr?

27.01.2018 21:28 • x 1 #1


Lebensfreude

Lebensfreude


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Du hast richtig reagiert.
Ist sowieso ein Wunder, dass Du so lange mitgemacht hast.

27.01.2018 21:48 • x 2 #2



Er ließ mich nicht in sein Leben

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DaniWeiss19


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Ich glaube es ist zu viel passiert in der Zeit wo ihr zusammen ward. Hatte vielleicht nicht alles mit dir zu tun aber dennoch will man so eine Tiefphase auch mal los werden und ein neues Leben beginnen, ganz neu ohne den Partner, wo halt die alten Wunden dran hängen.

Ich glaub dein Partner versucht einen Neuanfang und so weh das tut das er dich nicht mit nimmt, Aber für sein eigenes Wohl ist ein Neuanfang am besten.

In so Extrem Situationen ist es oft so das die Beziehung dann nicht hält, Aber rationell gesehen ist ein anderer Weg dann wirklich oft das beste um die Wunden ruhen zu lassen die ihr anderen und euch da mit eurer Beziehung verursacht habt.
Am Ende will man dann wieder in Frieden mit Freunden und Familie leben

27.01.2018 21:53 • x 1 #3


Blaubeere256

Blaubeere256


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Aber wenn er das will, warum sagt er das denn nicht?

Warum lässt er mich dann nicht gehen, kommt immer wieder an?

Lässt mich das Ganze beenden, weint unschön sagt er will mit mir zusammen sein?

27.01.2018 22:03 • #4


DaniWeiss19


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Das kann natürlich alle möglichen Gründe habe. Aber für dich musst du die andere Seite sehen: warum macht er das mit euch nicht fix?
Da gibt es einen Grund warum er nicht mehr 100% hinter euch steht.
Das muss nicht heissen das er dich nicht liebt! Es kann auch sein das er einfach nicht bereit dazu ist ganz zu euch zu stehen.

Ich hatte sowas ähnliches. Vor 3 Jahren den Mann meines Lebens kennengelernt. Beide waren wir verheiratet, beide haben wir uns getrennt. Aber dann plötzlich stand er nicht mehr zu und, wollte alles nach seinem Tempo regeln.... Aber kam immer wieder zu mir. Hat mich stundenlang eingelullt das ich ihn doch verstehen soll....
3 Jahre sag ich nur und wir waren nie zusammen. Warum er das tat werde ich nie erfahren. Das einzige was ich tun kann ist ihn nicht mehr in mein Leben zu lassen denn diese 3 Jahre waren Horror.
Er schreibt immer noch... er meldet sich... das das mit uns so einzigartig ist.... was ich lernen musste ist ihm seine Worte nicht mehr zu glauben..mich auf kein Gespräch einzulassen das immer in s. endete.... Taten sprechen lassen oder loslassen!

27.01.2018 22:11 • x 1 #5


Katzenmosaik


Hey,

bei meinem Ex war es ähnlich, zwar durfte ich nach 1 Jahr seine Eltern kennenlernen, aber ich durfte zb. nie zuhause bei ihm schlafen. Ich lernte keine Freunde oder Bekannte von ihm kennen. Nichts.

Ich hab das Spiel 1 1/2 Jahre mitgemacht und mich dann endlich von ihm lösen können.

Sie haben ein Problem mit sich selber, auch mein Ex litt unter Selbstmordgedanken.

Wir können ihnen nicht helfen und müssen sie ziehen lassen.

Bald geht es dir besser. Sei alleine glücklich oder such dir irgendwann einen Mann, der dich in sein Leben lässt. Jetzt weisst du ja, worauf du achten sollst.

27.01.2018 22:11 • x 3 #6


Lebensfreude

Lebensfreude


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@Blaubeere das Warum ist vielleicht gar nicht so wichtig.
Das Wie aber sehr:
Wie stellst Du Dir eine für Dich passende Beziehung vor?
Wie möchtest Du leben?
Wie wichtig ist es Dir, im Leben des anderen zu sein?

Wenn zwei Menschen so unterschiedliche Werte und Lebensansätze haben, wird es schwierig.

Es liest sich so, als habe er nie richtig zu Dir gestanden. Und nur alles genommen, was Du gegeben hast.

27.01.2018 22:13 • x 1 #7


Killian

Killian


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Verstehe ich nicht so richtig, vielleicht bin ich auch nur doof. Möglich !

Mit diesem funktionieren müssen, das finde ich ganz schlimm und wird Mensch an sich auch nicht gerecht. Kein Mensch existiert ja nur dafür um zu funktionieren für Irgendwen.

Kann Dir als Mann auch sagen, Frauen kommen und gehen, Familie hast nur 1x und deswegen auch Familie höher bewerte da, immer.

27.01.2018 22:16 • x 1 #8


Scherzkeks


Auch ich kann mich da einreihen. Würde ich einen Thread starten, er hätte den selben Titel. Große Gefühle, tiefe Freundschaft, Trennung von seiner langjährigen Partnerin und dann der Fall:Depression, Unsicherheit, Abgrenzung. auf einmal wieder zwei getrennte Leben. Oder:was verheißungsvoll begann, entwickelte sich zur Qual. Bangen, warten, bessere Zeiten, schlechtere Zeiten. Immer wieder Rückzug.
Zurückstecken, denn es geht ihm schlecht. Verständnis aufbringen. Irgendwann mehr Versuch, als wirkliche Empathie.
Es ist so schwierig. Man bringt selbst ja auch Hoffnung, Ängste und Wünsche mit. Und je länger sich diese qualvolle Zeit zieht, desto mehr handelt man ein großes Stück weit gegen die eigenen Bedürfnisse.
Manchmal ist es einfach das Timing, das nicht passt.
Sich das einzugestehen und loszulassen obwohl da so viel Liebe ist, das ist schon eine Aufgabe.
Ich nehme auch an, dass das der Grund ist, warum er dich noch nicht loslassen kann. Weil er dich liebt.
Lasst es nicht soweit kommen, dass ihr euch irgendwann nicht mehr in die Augen sehen könnt weil ich euch zu sehr verletzt habt.
Und vergiss nicht: wer liebt, will auch dass es dem anderen gut geht.
Wer Angst hat, der lässt nicht los.

27.01.2018 22:32 • x 2 #9


Blaubeere256

Blaubeere256


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Danke für eure Antworten.

Er setzt mich gerade wieder unter Druck, bzw. will eine Reaktion von mir. Über WA postet er und postet.

Aber diesmal ist es anders, diesmal setze ich mich mit diesem ganzen Schlamassel auseinander. und ihr helft mir dabei. Danke!

Ich rede viel mit meiner Freundin, versuche zu schauen, wo ich bei der Sache bleibe, was ich will. So wie ihr auch schon sagt.

Stark bleiben, Taten sprechen lassen, nicht regen, weiter meinen Weg gehen.

Ja es stimmt, ich stelle mir eine Beziehung anders vor. Ich bin bereit, Kompromisse zu machen, aber möchte auch meine Bedürfnisse erfüllt wissen. Jedenfalls das zu mir stehen. Und ja, er hat alles genommen, hat mir aber auch was gegeben. Es gab auch viele schöne Seiten.

Liebe ist so ein großes Wort, ein großes Gefühl, aber manchmal reicht sie eben nicht.

Ich muss das gerade schmerzlich erfahren. Ich kann es nicht glauben, ich kann nicht glauben, dass er mich angelogen hat, dass ich das Gespür für die Wahrheit verloren habe. Dass ich diese Gfühle allein gefühlt hab.

Und dass ich mich jetzt aufreibe, das verstehen, begreifen zu wollen. Schwankend zwischen loslassen wollen, ihn wiederhaben wollen und endlich Wut verspüren zu wollen.

So behandelt man doch keine Menscehn. Und eure Geschichten lassen mich entmutigt zurück. Doch, so wurden wir behandelt!

Es ist schwer, ihn ignorieren zu müssen, mein Herz möchte ja etwas anderes.

Aber ich darf nicht einknicken! Nicht zurück in diese Schleife.

28.01.2018 00:10 • x 2 #10


DaniWeiss19


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Das siehst du sehr gut!
Ich finde reden kann man miteinander, das hilft beim Aufarbeiten. Aber natürlich muss er mal nachdenken dazu und wenn er wild weiter Whatsapp schreibt, dann ist er weiter in seinem Rad und hat noch nix neues gelernt.

Was kam meiner immer wieder hier an.. mit Sekt in der Hand und stundenlange Gespräche... kaum gab ich nach und hörte ihm zu war er sich wieder sicher und ging wieder auf Abstand.

Du darfst ihm nicht den Ton angeben lassen. Wenn er dir nicht gibt was du brauchst dann ist ihm das auch nicht wichtig.
Und ich meine damit nicht das man ungeduldig Druck macht. Er darf sich schon Zeit nehmen...Aber irgenwann muss eine Veränderung sichtbar sein!

3 Jahre sag ich nur... die Liebe meines Lebens.. beide scheiden lassen aus 2 guten Ehen... und am Ende hatte er doch kalte Füsse.
.... eine vernünftige Erklärung gibt es leider nicht für alles im Leben.

Aber wichtig ist - schau auf dich! Verlier dich nicht indem alles nach seinem Vorstellungen laufen soll. Dein Wohl muss ihm auch wichtig sein und so muss er auch handeln!

28.01.2018 00:33 • x 1 #11


Nemesia

Nemesia


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für mich stellt sich das als reiner machtkampf dar. man kann doch eigentlich auch ganz gut gefühle und beziehung ohne familienverschmelzung leben.

wenn's aber unbedingt "entweder oder" sein muss, dann kann wohl die liebe nicht über allem stehen.

28.01.2018 01:02 • x 1 #12


Blaubeere256

Blaubeere256


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Natürlich kann es das geben, aber nicht, wenn einer kleine Kinder hat. Die gehören zu mir, zu meinem Leben!

Und genauso seine Eltern. Wenn man mind. 1 x die Woche dort Stunden verbringt, dann ist das wichtig, diese Menschen zu kennen.

Liebe heißt für mich Geben und Nehmen, sich auf Augenhöhe begegnen und zueinander stehen.

Ich fordere das nicht einfach so, ich empfinde es als normales Leben, als Alltag. Wir sind ja nie in der Realität angekommen, wenn wir uns nur ohne Kinder sehen. Es gab nur ihn und mich und mich gibt es nun einmal im echten Leben nicht allein.

Ich bin auch Mutter und das kann ich nicht noch 15 Jahre ausblenden, weil er gerade nicht kann.

Da ist Liebe, ich lasse ihn frei (wirklich) und er braucht sich auch nicht groß verändern. Er ist gut so wie er ist. Selbst seine Depressionen kann ich tragen. Aber eben nicht dieses Gefühl, nicht dazuzugehören. Das ist ein Grundbedürfnis für mich. So wie sein Grundbedürfnis seine Rückzüge, seine Tage in der Natur sind. Die respektiere ich auch. Auch wenn ich ihn dann lieber bei mir hätte.

Liebe heißt den anderen nehmen wie er ist, aber nicht sich selbst zu verlieren.

Ich kann das so einfach nicht mehr. 2 Jahre!

Ich hab ihm so viel Zeit gegeben. Es ist ja nicht so, dass ich da jetzt von heute auf morgen fordere. Und ich fordere nicht das ständige Familiending mit fesseln und knebeln. Ich möchte ein Kennenlernen und nicht ein "hinter der Tür verstecken" wenn mein kleiner nachts mal ins Schlafzimmer kommt.

Ich kann seine Gründe nachvollziehen. Mein Ex kostet Kraft, daher war ich so lange tolerant. Aber es gibt keine gemeinsamen Urlaube, keine Ausflüge mit Kindern, kein Disneyfilm im Kino, keine ganzen gemeinsamen WE. Aber mit dem Kind seiner Ex geht/ging das!

Wo ist meine/unsere Perspektive?

@DaniWeiss19
Ich kenne dieses auf mich zukommen auch. Gespräche, Versprechen und plötzlich wieder ein Loch.

Bei uns gibt es aber durchaus Schritte. Früher gingen nicht mal Nächte, weil er nachts Phobien hatte, es ging kaum ein Besuch bei mir, es ging kein ganzer Tag, keine Verbindlichkeiten.
Das gibt es jetzt. Er ist/war immer präsent, also erreichbar. Es gab gemeinsame Unternehmungen, auch mit meinen Freunden, es gab Treffen mit Kollegen. Er hatte keinen Abstand mehr, gab mir auch Sicherheit.

Um dann aber wieder den Samstag bis Sonntagmorgen wegzufahren und mir das kurzfristig mitzuteilen, damit ich ja nichts sage. Meist kam morgens eine WA, heute sei das und das, er kommt morgen wieder.

Und immer am WE, wenn endlich mal stressfreie Zeit möglich wäre. Und im Raum stand/steht, dass dort Kontakt zur Ex gepflegt wird. Das ist hart für mich. Damit geht es mir nicht gut.

Alles okay, soll er, aber er geht für mich in eine Welt, die mich nicht kennt, in der es mich nicht gibt. Und daran habe ich zu knabbern. Es geht doch nicht, dass nur er zählt.

Nenne es Machtkampf, ich nenne es Respekt mir gegenüber. Und das ist eine unumgängliche Voraussetzung für mich, damit ich weitergehen kann. Ich habe wirklich sehr gelitten und es immer gesagt.

Entweder er kann das mir zu Liebe gehen oder er kann das nicht. Wenn er nicht kann, muss er mich loslassen, damit ich glücklich werden kann. Aber das scheint er nicht zu wollen.

Er muss es mir sagen und das tat/tut er nicht. Er sagt "im Moment" nicht, "gerade ist dies" und es soll ja nicht ewig dauern, ich nehme dich mit. Er hat sogar schon Zeitangaben gemacht, die ohne ein Wort verstrichen sind. Einfach so.

Auf Einladungen zu meiner Familie hat er gar nichts gesagt. Nur "oh danke, ich schau mal im Kalender" und dann nichts. Mitgekommen ist er dann nicht. Meist war dann irgendein Drama. Muss er nicht bei meinen Eltern, Tanten, Geschwistern oder sonstwem, aber meine Kinder sollten schon irgendwann mal wissen, wer da abends kommt oder Mama zum Essen einlädt oder das Gesicht hinter dem Wort Mamas Freund.

Er bombardiert mich nicht bei WA, er postet Statusmeldungen in meine Richtung. Bis ich sie lese und dann werden sie wieder geändert.

Ich möchte kein Gespräch mehr, ich möchte eine Einladung. Und auch wenn ich jetzt durch die Hölle gehe (noch geht es, da er ja noch irgendwie da ist), ich weiß ich werde ohne diesen Schritt nicht glücklich. Und er muss, wenn er mit mir zusammen sein will, jetzt Umdenken. Und das muss er ganz alleine tun. Ich weiß dass er krank ist, daher nehme ich mich schon so lange zurück.

Aber meine Emotionen und Bedürfnisse sind doch auch etwas wert. Wenigstens ein klein wenig.

Ach man, es könnte so leicht sein. Stattdessen bin ich traurig, todunglücklich, Sehne mich nach ihm und sehe, wie er kopflos agiert.

@DaniWeiss19
Was sagt er denn als Grund für dieses Verhalten? Wenn er dann wieder auf Abstand geht? Er muss doch viel für dich fühlen, wenn er sich trennt. Das macht man ja nicht einfach so.
Zumal er ja immer noch kommt oder? Wie lange seid ihr getrennt? Bzw. hältst du dich auf Abstand. Wie geht es dir denn damit?

Ich bin ganz enttäuscht und böse auf mich selbst, weil ich wohl naiv vertraut und geglaubt habe.

Ich bin schlaflos.

28.01.2018 03:40 • x 2 #13


BlaueKoralle


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Bin auch gerade wieder schlaflos. Eine Verständnisfrage..Was heisst hochoffizielLe Beziehung? Seine Eltern wissen Bescheid? Wie weit leben die Eltern von dir weg? Was genau macht er denn wenn er dort ist? Wie reagiert er auf deine Ängste bezüglich der Ex?

28.01.2018 04:30 • x 1 #14


DaniWeiss19


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Liebe Blaubeere.

Als erstes nimm dir auf jeden Fall nicht alles zu Herzen was hier noch geschrieben wird. Viele sind sehr hart hier und meinen es geschieht einem recht und man soll mal bei sich schauen. Du musst hier die guten Tipps filtern aber die blöden Kommentare ausblenden.

Ich weiss man fragt sich lange was falsch gelaufen ist. Ich hab so oft zugeschaut wie meine große Liebe den falschen Weg eingeschlagen hat und ich wusste das endet nicht gut und ich hätte es anders gemacjt... Aber ich musste zu schauen weil jeder seinen weg gehen muss.
So habe ich mehr oder weniger Monate und Jahre zugesehen wie sein Verhalten unsere Liebe zerstört.
Gründe dafür hat er immer wieder genannt. Das wir erst dann richtig ein Paar sind wenn alles aufgearbeitet ist. Und später meinte er er ist noch nicht angekommen er wartet noch auf die neue Wohnung erst dann kommt er an.
.... Wohnung und alles mittlerweile da. Aber er ist noch immer nicht angekommen

Wichtig war das ich irgenwann gesagt habe: halte nicht mehr fest. Und beziehe es nicht mehr auf dich! Er kann nicht anderes. Er meinte es auch nicht böse denn er hat mich immer noch von Herzen gern.
Aber ich mache mir keine Gedanken mehr um ihn, er ist komisch geworden und hat den falschen Ego Weg eingeschlagen. Soll er den gehen... Ich schaue ihm nicht mehr dabei zu.
Und wir wohnen 1km voneinander entfernt! Haha... es ist wo toll wenn man überall sein Glück sucht und dabei ist es ums Eck.

Aber solange er das nicht sieht hat es nicht geklappt mit uns.
Nach 3 Jahren mich völig klein und fertig machen habe ich es endlich geschafft wieder ich zu werden und nun lasse ich ihn nicht mehr in mein Leben!

Die Schmerzen und Fehler die da passiert sind kann man nicht rückgängig machen und deswegen möchte auch ich jetzt eine neue Liebe und nicht mehr das Belastete.
Das ich nie wieder so lieben werde weiss ich. Das ist tatsächlich so. Aber ich habe beschlossen nie wieder so zu leiden und deswegen ist es der einzig richtige Weg Menschen loszulassen die einen leider nicht in ihr Leben lasse. Im Herzen bin ich drin das weiß ich. Aber das reicht nicht! Liebe muss lebbar sein!

28.01.2018 09:34 • x 2 #15



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