Mandy456
Gast
ich hab hier schon viel gelesen, aber irgendwie hilft alles nichts.
Mein Freund hat sich nach 8 Jahren Beziehung im Juli von mir getrennt. Oder besser gesagt, er hat die Beziehung erstmal für beendet erklärt, weil er nicht weiß was er will. Unsere Beziehung war eigentlich perfekt. Gleiche Hobbys, viele gemeinsame Unternehmungen und Interessen. Auch wenn es mal Streit und Stress gab. Und leider hab ich auch viel Mist gebaut und meine Worte waren manchmal schon sehr verletzend. Daher kann ich seinen Rückzug im Grunde verstehen.
Er hat die erste Zeit immer wieder um Gespräche gebeten die aber irgendwie alle nichtssagend waren. Er sagte zwar, das er in der Zukunft generell einen Neuanfang nicht ausschließt, aber jetzt erst mal Zeit für sich brauche.
Wir sind auch bis Oktober immer noch mal zusammen weggegangen. Seit dem letzten Treffen im Oktober hat er allerdings angeblich soviel Arbeit und Stress in der Firma, das er abends nur noch ins Bett fällt.
Er schreibt mir regelmäßig SMS und erkundigt sich wie es mir geht und erzählt unwichtige Dinge von sich. Aber sobald ich irgendetwas von Beziehung oder Gefühlen schreibe, bekomme ich keine Antwort.
Ich würde ihn gerne zurück haben, weil ich ihn immer noch über alles liebe. Ich hab die Hoffnung auch nicht aufgegeben.
Aber mir geht es seit 5 Monaten schlecht und ich lebe nur noch in Hoffnung und Bangen. Ich weiß so kann es einfach nicht weitergehen. Ich habe das so stark auch noch nie empfunden.
Mir hat eine Freundin jetzt gesagt, wenn er nur auf nichtssagende SMS reagiert und sich ansonsten in Schweigen hüllt, sollte ich es für mich beenden. Aber das will ich ja eigentlich nicht.
Ich hab immer noch die Hoffnung, weil er Mitte 40 ist, das er in der Midlife Krise ist und irgendwann doch zurück kommt. Hört man ja immer wieder das sowas geschieht. Aber wie groß ist die Chance und was mache ich, das ich ihn nicht noch mehr weg treibe. Ich weiß das es ihm auch nicht gut geht und er nur durch seine viele Arbeit die Zeit ganz gut übersteht. Und vor allem was mache ich, das ich nicht mehr so leide.
Ich bin für ihn in seine Heimat gezogen und meine Familie wohnt 900 km entfernt. Freunde hab ich nur wenige, weil die meisten seine Freunde waren. Also bleiben mir nicht viele Leute mit denen ich was unternehmen könnte.
Ich weiß hier steht es immer wieder, das man loslassen muß. Aber das gelingt mir einfach nicht. Auch nach 5 Monaten denke ich fast nur an ihn. Ich hab mir eine Liste gemacht, mit all seinen Fehlern und was er schon alles gemacht hat, was mir nicht gefallen hat. Diese lese ich mir immer wieder durch, aber es hilft nichts.
Vielleicht könnt ihr mir helfen wie ich ihn endlich aus meinen Gedanken bekomme und wie ich den Schmerz besiegen kann.
Liebe Grüße
Mandy