HannibalLecter
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über ein halbes Jahr habe ich um diese Liebe gekämpft. Vergebens, da ich vor wenigen Tagen verloren habe. Meine depressive Freundin mit der ich 1 1/2 Jahre zusammen war hat sich vor wenigen Tagen Hals über Kopf, obwohl es gerade eine gute Phase gab, von mir getrennt und sieht keine Chance mehr für uns. Als Grund nannte sie mir, dass sie einfach nicht kann, beziehungsunfähig sei. Vermutlich bedingt durch ihre Depression an der sie vor 8 Monaten erkrankt ist. Auf meinen Vorschlag auf eine Beziehungspause erwiderte sie nur, dass es keinen Sinn machen würde da schon zuviel kaputt gegangen ist. Ich solle die Trennung akzeptieren, mich nicht mehr um sie bemühen und sie werde sich bezüglich des Austauschs der persönlichen Sachen bei mir melden.
In diesen 8 Monaten habe ich jeden Tag aufs neue gekämpft. Ich habe geweint, gebettelt, geduldet, geschrien, gehofft und vor allem habe ich geliebt. Ich habe es hingenommen wenn sie sich für 2 Wochen verkrochen hat weil sie keinen Menschen ertragen konnte und sie anschließend wieder mit offenen Armen empfangen. Ich habe sie ermutigt, ihr immer wieder gesagt, dass sie ein wundervoller Mensch ist und sie diese Depression in den Griff kriegen wird. Leider gab es auch Tage an denen ich wütend war, sie anschrie weil ich es einfach nicht mehr mit ansehen konnte wie sie leidet.
Nun sitze ich hier und schreibe diese Zeilen und alles um mich wirkt so surreal. Ich fühle mich ohnmächtig und leer. Die Tage bringe ich mehr oder weniger auf die Reihe, treffe mich mit Freunden, gehe aus oder hab auf der Uni zu tun. Die Nächte sind jedoch das Schlimmste an dem Ganzen. Ich lege mich ins Bett das nun leer ist. Ich greife auf ihre Seite aber da ist niemand. Ich beginne zu heulen und kann nicht länger hier bleiben. Ich ziehe mich an, spät nachts und gehe raus. Ich wandle stundenlang planlos herum. Ertappe mich dabei wie ich meine Hand ausstrecke weil sie unterbewusst noch immer neben mir geht. Meine Füße tun weh aber ich kann nicht aufhören zu gehen. Die Vernunft treibt mich wieder zurück, ich gehe ins Bett und schlafe vor lauter Erschöpfung ein. Wenige Stunden später bin ich wieder hellwach und ein neuer Tag, ein neuer Kampf beginnt.