129

Er will über die Trennung reden / geht zurück zu seiner Familie

Itsmehere


108
1
157
Das Grinsen

Mein YouTube-Konsum hat sich deutlich reduziert. Wenn ich schaue, dann sind es keine Videos mehr über deine ziemlich wahrscheinliche Störung, sondern über Heilungsprozesse. Auch hier möchte ich wieder Susanne Lohrey empfehlen. Oder ein englisches Pendant DoctorRamani. Auch The Royal We schätze ich sehr.

Mitten im Chaos hatte ich mal ein Video gesehen zum narzisstischen Grinsen. Keine Ahnung von wem das war. Dieses Grinsen kann ich mittlerweile bestätigen.

Ich weiß nicht, wie es dir Mitleser:in geht. Bei mir kommen immer mehr Situationen, Momente in den Kopf, die völlig vergessen waren. Es wird so viel hochgespült. Ich verbuche das für mich als ganzheitlichen Verarbeitungsprozess. Der ist bitter und natürlich weine ich manches Mal noch sehr.

Dieses Grinsen jedenfalls ist mir auch begegnet und ich kann mich exakt an jede Einzelheit der ersten Situation erinnern. Das hat sich tief eingebrannt. Heute verstehe ich warum. Das war das erste Mal, dass ich Unbehagen gefühlt und ignoriert habe. Ich war schwer verliebt. Da will man sich mit Unbehagen nicht beschäftigen und mein Selbstwert war sowieso zu der Zeit nicht besonders stabil. Das war November 2017 auf dem Balkon mit Blick aufs Meer. Es war unser erster Urlaub. Wir waren gerade mal ein dreiviertel Jahr zusammen.

Dieses Grinsen habe ich noch zwei, drei Mal in den darauffolgenden 3,5 Jahren wahrgenommen. Es hat mich immer an meine Grenzen gebracht.

Ich meine mich zu erinnern - bin aber gerade nicht sicher - dieses Grinsen am Vorabend deiner Abreise am 18.5. zuletzt gesehen zu haben.

19.08.2021 22:33 • #76


Itsmehere


108
1
157
Ich verkaufe

S., ich wollte unser Leben hier nicht aufgeben. Ich wäre mit dir durch die Hölle und zurück gegangen. Ich wollte nicht ohne dich sein.

Ich war davon überzeugt, dass du mein Mensch bist.

Und nun muss ich unser Leben hier verscherbeln. Das tut weh.

Ich wünschte, du hättest in den letzten Wochen ein Bedauern, eine Entschuldigung übrig gehabt. Nichts dergleichen kam und wird je kommen.

20.08.2021 23:43 • #77



Er will über die Trennung reden / geht zurück zu seiner Familie

x 3


Itsmehere


108
1
157
Ich korrigiere

Ich bin mit dir durch die Hölle gegangen. Ich wollte mit dir zusammen den Ausweg finden. Ich musste den Ausweg alleine finden. Niemals mehr würde ich zurückgehen wollen. Undenkbar dich an meiner Seite haben zu wollen.

Schmerzhafte Wochen liegen hinter mir. Vorhin erst mit I. nochmals die Kette an Ereignissen resümiert. Mein Abschied begann schon April 2020. Ein langer Weg und am Ende des Weges hast du es geschafft, dass ich weder ein noch aus wußte.

Meine Akutphase war heftig. Kein Schlaf, kein Essen. Funktionieren für T., für meinen Job. Ich musste kapitulieren. Habe meinem Chef mitgeteilt, dass ich handlungsunfähig bin. Ich musste mich komplett emotional nackig machen. Bei mir ging gar nichts mehr. Mein Chef hat mir mit das Leben gerettet. Bin zurück in meiner Kraft. Noch nicht ganz. Aber jeden Tag etwas mehr. Ein ziemliches gutes Gefühl.

Ich freue mich auf morgen. Morgen steht nichts an. Ich freue mich einfach. Ich freue mich, dass ich mich sehr viel leichter fühle.

21.08.2021 22:38 • x 2 #78


Itsmehere


108
1
157
Hallo Leben

Morgen wird die Biotonne geleert. Die Unmassen an Erde in unseren Kübeln müssen entsorgt werden. Bevor der Regen am Mittag los ging, war I. bereit mir zu helfen. Die fetten Spinnen kriege ich nicht gebacken. I. schon. Sie hat viel Zeit in Asien verbracht. Ohne diese Frau, wäre ich heute nicht da, wo ich bin. I., du weißt, wie sehr ich dich schätze.

Jedenfalls wurde aus dem Erde-inBiotonne-verfrachten-Ereignis ein unerwartet schönes Zusammensein mit zwei anderen Mamas der unmittelbaren Nachbarschaft. Alle sind glücklich zurück in ihr Zuhause mit unmengen Tomaten. Diese Buschtomaten haben es echt in sich. T. und ich hatten ein leckeres Abendessen. Ey, ich habe gekocht.

Hallo Leben!

22.08.2021 21:48 • x 1 #79


Itsmehere


108
1
157
Uff.

Heute war der 1. Elternabend von T. im neuen Schuljahr. Die hinterlegten Kontaktdaten zum Kind mussten abgesegnet oder korrigiert werden. Da stand dein Name und deine Telefonnummer. Ich musste kurz schlucken. Natürlich habe ich dich durchgestrichen. Die Dauervollmacht für den Hort sollte ich auch noch entziehen. Das ist eigentlich egal, weil T. eh jetzt alleine nach Hause kommt. Und nebenbei du dich für T. sowie schon längst nicht mehr interessierst.

Am 30.7. hast du mir vorgeworfen, ich würde den Kontakt zu T. unterbinden. Ich war irritiert über deine Aussage, denn es gab genau zwei Mal in den Wochen zuvor eine Bekundung von dir im Sinne von "Man könnte ja mal demnächst telefonieren." Meine Antwort auf deinen Vorwurf bezog sich genau auf diese ziemlich wagen, im Konjunktiv formulierten Vorschläge.

Und wie hast du gekontert? "Zweimal ist besser als Nullmal." Das hat ziemlich gesessen. Diese Antwort tat und tut weh.

Diese Antwort ist wie viele andere Antworten der Ausdruck der Bedeutungslosigkeit von T. und mir für dich.

Ich habe noch arg mit genau dieser Bedeutungslosigkeit zu kämpfen. Der Kampf wird dumpfer, aber es beschäftigt mich noch sehr.

24.08.2021 21:31 • x 1 #80


Itsmehere


108
1
157
Es riecht nicht mehr nach dir

Dein Büro habe ich seit deinem Auszug dauergelüftet und bin auch einmal mit Salbei durchmarschiert. Ich rieche dich nicht mehr. Sitze gerade auf dem letzten verbliebenem Möbelstück in diesem Raum und spüre, wie es Stück für Stück leichter in mir wird.

Es ist noch seltsam, das mit dir gewohnte Umfeld weiter zu leben. Ich bin mehr als dankbar, dass ich in zwei Monaten hier raus bin.

Mit deiner EX-Frau telefoniere ich regelmäßig. Du bist nur noch Randthema. Wir sprechen über die Kinder und Dies und Das. Immerhin haben die Kinder mich 4,5 Jahre begleitet. Auch sprechen wir über ihre neue Partnerschaft. Sie hat lang gebraucht über die Art und Weise deines Verlassens hinwegzukommen. Zurecht sagt sie, wie absurd sie es findet, dass sie ausgerechnet mit mir ihre Beziehungsprobleme besprechen möchte. Wegen mir, hast du damals euer Leben beendet. Ihre Version davon weicht an vielen Stellen von deiner ab. Das ist mittlerweile irrelevant. Zeigt aber einmal mehr, wie du denkst und handelst. Ähnlich lief es hier ab.

Ich fühlte mich ihr gegenüber immer schuldig. Aber nicht ich habe eure Ehe zerstört, sondern du hast klar die Entscheidung damals getroffen. Für mich, gegen sie. Damals war ich stolz. Heute alles andere als das.

Sie und ich haben den gleichen Vornamen.

26.08.2021 21:13 • x 3 #81


Itsmehere


108
1
157
In aller Deutlichkeit

Ich reiße dir den Ar. ganz weit auf, wenn du weiter glaubst, dass du auch nur einen Funken meinst noch an Spielchen betreiben zu können.

Ich reiße dir den Ar. soweit auf, dass du zusammenbrichst.

Ich weiß, was du bist. Ich weiß, wie du fühlst, denkst und handelst.

Ich will hier alles friedlich und fair abhandeln. Hier kommen noch ein paar Kosten auf uns zu. Kosten, die wir gemeinsam verantworten, weil wir uns mal für ein gemeinsames Leben entschieden haben.

Du bist dafür mit verantwortlich und ich sage dir nochmals, dass ich vor keiner Konsequenz zurück schrecke.

Ich reiße dir den Ar. auf, wenn du meinst klüger zu sein.

Ich will, dass du glücklich wirst und ich will selbst glücklich werden.

Erspare uns bitte auf den letzten Metern deine verzerrte Wahrnehmung.

27.08.2021 22:47 • x 2 #82


Itsmehere


108
1
157
Ich habe keinen Bock

Ich habe keinen Bock, mich hier um jeden schei. hier alleine zu kümmern.

Ich habe keinen Bock, meine Tage damit zu füllen, einen Maler zu finden und die Schönheitsreparaturen sicherzustellen.

Ich habe keinen Bock, dass du weiterhin meinst deine Niedertracht, deine so primitiven Handlungen noch irgendwie einsetzen zu können.

Ich habe die Nase gestrichen voll von dir.

Verpiss dich aus meinem Leben. Aber nicht auf meine Kosten.

Hochmut wird dich fallen lassen. Ob nun mit meinem Zutun oder nicht. Deine schei. holt dich ein. Davon bin überzeugt.

28.08.2021 23:15 • x 1 #83


Itsmehere


108
1
157
Alles kommt zurück I

Mein Ex-Mann und Vater meines Sohnes hatten Anfang 2017 eine einvernehmliche Trennung. Viel Traurigkeit, aber zu jeder Zeit respektvoller Umgang miteinander. Wir waren beste Freunde, aber kein Liebespaar mehr. Eine Trennung war unausweichlich.

Nach der Trennung haben wir einen Leasingvertrag zusammen unterschrieben, weil er ein Auto brauchte. Unser gemeinsames Auto sollte ich bekommen. Ich habe nie einen Cent für das Leasingfahrzeug gezahlt. Nur meine Unterschrift war zur Absicherung notwendig. Der Wagen ist längst aus dem Vertrag raus und im Besitz von T.s Papa.

Nun steht der Wagen zum Verkauf. Ich brauchte den Wagen gestern Abend, weil wir länger auf der Kinderparty von T.s Halbbruder blieben als gedacht und T. zu Matsche für die Radtour gewesen war.

Tja, und nun kaufe ich den Wagen. Es fühlt sich richtig und gut an. Ich freue mich. Hey, ich habe in wenigen Tagen ein Auto. Das Auto, für das ich mal meine Unterschrift gab und mir eigentlich zu sportlich ist. Bin eher die gediegene Kombifahrerin. Aber dafür habe ich jetzt so eine Rückfahrkamera. Einparken damit ist irgendwie komplizierter als ohne.

29.08.2021 22:36 • #84


Itsmehere


108
1
157
Dein Anruf heute

Hinsichtlich der Abwicklung unseres Hauses hast du bisher stumm geschaltet. Auf Malerangebote und notwendige Reparaturen hast du einfach nicht reagiert. Dachte ich mir. Und genau deshalb habe ich dir heute mitgeteilt, dass ich x und y darüber in Kenntnis setze, dass das Haus aufgrund deines Verhaltens nicht ordnungsgemäß übergeben werden kann. Das wird teuer. Sehr teuer für dich. Und natürlich lasse ich mich aus der Haftung rausnehmen. Du kooperierst ja nicht.

DAS und der Umstand, dass du mittlerweile weißt, dass ich über dein neues Leben Kenntnis habe, scheint dich in den Wahnsinn zu treiben. Du weißt nämlich nicht woher ich es weiß, denn die Person wünscht dir überhaupt nichts Gutes.

Ich wurde beschimpft und abgewertet nach Lehrbuch. Alles von dem du weißt was mich je emotional getroffen hat, hast du in einem Redeschwall rausgehauen.

Danke für diesen Monolog. Ich bin emotional viel weiter als gedacht. Es berührt mich nicht mehr. Ich musste sogar lachen. Meine Seele hat deine Worte abgeschmettert. Ich bin wirklich weiter als gedacht.

Du tust mir aber trotzdem leid. Ich denke, du wünschtest dir selbst ein besserer Mensch zu sein. Keine Ahnung, ob du wirklich Zugang zu dir hast. Bisher dachte ich das und war in dem Glauben, dass dir bewusst ist was du tust. Nach dem Telefonat bin ich unsicher. Egal. Es tut mir trotzdem leid für dich wie du denkst, fühlst und handelst. Ob nun bewusst, teilbewusst oder völlig vernebelt. Ich möchte nicht in deiner Haut stecken.

30.08.2021 22:30 • #85


Undefiniert


62
120
Welches Auto hat er verkauft?

So wie ich das verstanden habe.
also hast du denn für ein Auto bezahlt?

Also "bezahlt"?!
Nicht "mitgehaftet"?!

Ich persönlich finde:

Wenn beide vorher zu einigermaßen gleichen Teilen mitbezahlt haben müsste der Anteil an zusammen angeschafften Sachen auch gleich ausgehandelt werden.

Ich habe das für meinen Teil auch so gemacht.

Ich streite da nicht um jeden Euro, ist mir auch zu stressig, jemanden durch Geld an mich zu binden, hab ihm halt die Wohnung gelassen (mein Eigentum, schon vorher) , aber als er mich vor Wut um das Auto prellen wollte, da bin ich eskaliert.


Geht halt darum, was man als gerecht empfindet.


Ich empfinde es als gerecht, wenn man ungefähr seinen Teil des "Mitgebrachten" und "Reingesteckten" aufwiegt.

1.000 Euro rauf oder runter. darum geht es über Jahre nicht.
Sollte es auch nicht, in einer Beziehung.

Aber jemanden abzuzocken, bewusst in die Miesen zu hauen.

Das ist schäbig, wenn man sich mal geliebt hat.

31.08.2021 13:13 • #86


Itsmehere


108
1
157
@Undefiniert

Er hat am 30.7. das Auto verkauft, was er vor ziemlich genau zwei Jahren von seiner Oma geschenkt bekommen hat. Eine 20 Jahre alte Kiste. Er wollte es damals schon direkt weiterverkaufen. Da ich aber kurz zuvor meinen Wagen verkauft hatte, weil wir uns für unsere drei Kinder einen Familienwagen für drei Kindersitze zulegen wollten und sich das - oh Wunder- hinauszögerte und niemals erfolgte, hat er den Wagen mir überlassen. Lief aber über seinen Namen, weil seine Schadenfreiheitsklasse um Welten besser ist als meine.

Dieses Auto war stets Streitpunkt. Habe ihn oft gebeten, das wir es auf mich ummelden. Ich wollte einfach keinen Streit mehr. Als ich dann Oktober 2020 sagte, verkaufe bitte den Wagen, ich kaufe mir einen eigenen, war die Welt natürlich wieder voll verdreht. Das sei doch unvernünftig von mir. Natürlich wäre im Fall einer Trennung das Auto kein Thema.

Pustekuchen. Es war eines seiner Machtmittel. Und das hat er mir sehr schnell Anfang Juli klar gemacht, dass das Auto eben NICHT Bestandteil aller zu klärenden Punkte ist. Er bot mir an, es ihm abzukaufen. Habe dankend abgelehnt. Warum sollte ich das tun, nach allem was es dazu an Geschichte gab. Reinster Hohn.

Damit man sich fair auseinander dividieren kann, muss man Werte haben, die das ermöglichen. Er hat diese Werte nicht. Ich habe es versucht und bin gescheitert. Und dann habe ich einfach seine eigenen Techniken benutzt. Manipulationen, aber ethisch vertretbar. Hat bisher gut geklappt. Aber dafür braucht es viel Kraft und vor allem keine Angst. Die habe ich komplett abgelegt. Er ist für mich sehr berechenbar geworden.

31.08.2021 21:59 • #87


Itsmehere


108
1
157
Zu mir

Ich esse wieder regelmäßiger.
Schlafe länger und besser.
Rauche noch zu viel.
Habe gefühlt ewig keine Träne mehr wegen dir geweint.
Mein Hautproblem ist weg. T.s auch.

Ich fange an mich zu schütteln, wenn ich an Intimes zwischen uns denke. Ich meine hier nicht nur DAS Intime, sondern die gefühlte Verbundenheit in allen Lebenslagen.

Die Version von mir in unserer Zeit hat dich geliebt. Die Version heute bedauert, dass es nicht gepasst hat. Ich bin für jeden Moment mit dir dankbar. Ich habe die Wucht der Zeit mit dir gebraucht. Dosiert habe ich es nicht begriffen, dass ich an allererster Stelle in meinem Leben stehe.

Ich danke dir sehr, S.!

Ich nehme dir nicht übel, dass du gestern überbetont mir sagen musstest, dass du jede Millisekunde mit mir bereust. Du kannst halt nicht anders.

Ich reiße dir trotzdem den Ar. auf, wenn du nicht endlich aufhörst mit dem was du abziehst. Ich reiße ihn dir auf, weil ich dir nicht mehr gestatte was du tust.
Verpiss dich doch bitte einfach.

31.08.2021 22:38 • x 1 #88


Itsmehere


108
1
157
Die arrogante Erhabenheit

Hier schreibe ich einen Teil aus meinem Leben nieder. Natürlich fehlen hier ganze Puzzleteile für Leser:innen. Natürlich ist das nur meine Sicht. Die Sicht seinerseits würde hier alles anders darstellen lassen.

Dieser Thread ist meine Wahrheit. Das ich viele eigene innere Probleme habe und notwendige Intervention trotz meiner Klarheit weiter in Angriff nehmen muss, ist unbestritten.

Dass ich diese Beziehung führen sollte, um endlich ganzheitlich auf mich zu schauen, ist ganz klar.

Ich kämpfe trotzdem mit allem und mit allem immer wieder von vorn: Bin ich nicht doch Schuld an allem? Bin ich nicht doch das Problem?

Diese kognitive Dissonanz fordert mich heraus. Das ist wahnsinnig schwer für mich die Balance zu halten. Ohne mein Außen würde mich das auffressen.

Atmen. Immer bewusst kurz auf den Atem konzentrieren hilft mir ganz oft.

02.09.2021 22:18 • #89


Itsmehere


108
1
157
17.02.2017

An diesem Tag habe ich meiner Mutter mitgeteilt, dass ich keinen Kontakt mehr zu ihr möchte.

An diesem Tag Stunden zuvor fing unsere virtuelle Fliterei an. Am Vorabend haben wir ein neues Feature released. Ich war verantwortlich für ein großes Projekt. Du warst einer der Architekten. Immer zurückhaltend, aber sehr verlässlich.

Der Bug war gelöst. Du hast mir ein Herz geschickt. Damit beginnt unsere Geschichte.

Wir enden in absoluter Respektlosigkeit. Wir schlachten uns per E-Mail aus. Ich kämpfe ums Recht, du um Kontrolle. Es kostet mich viel Kraft. Ich bin wieder schlaflos und rauche extrem viel. Ich will mich nicht von dir kaputt machen lassen. Ich kämpfe ums Recht.

Meine Mutter hat mir heute die Nachricht zukommen lassen, dass meine Tante verstorben ist. Meine Tante war in meiner Kindheit mein Ruhepool. Ich habe es aufgrund meiner eigenen Unzulänglichkeit nicht geschafft, den Kontakt in den letzten Jahren aufrecht zu erhalten. Lungenkrebs im Endstadium. Sie hat nie geraucht. Aber viel gelitten in ihrem Leben.

Liebe Tine, ich hätte dich gerne noch einmal fest gedrückt und dir danke gesagt. Danke für dich. Ich trage dich in meinem Herzen.

03.09.2021 21:03 • x 1 #90



x 4




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag