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Erneuerter Fehler gemacht

Sebastian92

Sebastian92

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Hallo zusammen ich bräuchte euren Rat.

Ich bin mit meiner Freundin nun fast 5 Jahre zusammen (wer weiß ob es noch 5 werden)

Ich bin vor knapp 2 Jahren von Baden Württemberg nach Bayern zu ihr gezogen, meine Freundin wohnte damals auch mit ihren Eltern in Baden Württemberg. Ursprünglich kommt ihre Familie aus Bayern. Als sie angefangen hat zu studieren ist sie alleine in ihr Familienhaus nach Bayern gezogen und wir haben eine Fernbeziehung geführt. Ihre Eltern haben beide noch in Baden Württemberg gewohnt und auch dort gearbeitet.

Nach ca. einem Halben Jahr bin ich auch wegen einem besserem Jobangebotes zu ihr mit in das Elternhaus gezogen, wir hatten unsere eigene ´´Wohnung´´ sprich wir wohnten im Erdgeschoss getrennt mit einer normalen Zimmertür.

Als wir es mit ihre Eltern besprachen das ich dort einziehen waren sie einverstanden und ich war glücklich. Habe ich gedacht, leider nach 2 Monaten haben ihre Eltern sich ebenfalls endschieden ihre Segel in Baden Württemberg zu streichen und auch nach Bayern in die obere Wohnung zu ziehen. Ich konnte mit ihren Eltern leider noch nie etwas anfangen, der Vater ein Choleriker der seine Frau bei den kleinsten Dingen angeschrienen hat und ihr Mutter hat ein psychischen Knacks. Selbst die Nachbarn haben sich schon beschwert weil er einfach ständig schreit.

Nun wohnten wir also zu viert dort, ich wurde immer unglücklicher, habe aber auch nie mit meiner Freundin darüber geredet da ich eher der Typ bin der alles in sich reinfrisst und irgendwann die Bombe zum platzen bringt. Wir haben damals in Baden Württemberg getrennt gewohnt ich in meiner Wohnung und sie mit ihren Eltern. Ich habe sie immer besucht weil sie kein Auto fahren wollte.

In dieser Situation war ich glücklich, da ich meinen eigenen Freiraum hatte. Allerdings wollte ich schon immer mit ihr zusammen ziehen deswegen bot sich der Schritt nach Bayern zu ziehen.

Nun ist folgendes passiert im Januar 2019 hatte ihre Mutter einen Psycho Anfall sprich sie lag nur noch im Bett schaut ins leere und ist nicht ansprechbar, hat aber ihre Augen offen. Es war 4 mal der Notarzt mit Polizei in einer Nacht Vorort, eine Zwangseinweisung war im Raum auch von der Polizei gab es Grünes Licht, ihr Mann hat sich dann dagegen entschieden weil sie ihm wohl das nie verzeihen konnte. In diesem Zeitraum wurde mir das alles zuviel ich wusste nicht mehr wie ich fühlen sollte, meine Freundin war mit den Nerven fertig und ich konnte ihr nicht helfen.

Das schlimme ist dabei ihre Mutter lässt sich nicht helfen keine Therapie kein Arzt nichts, sie denkt sie wäre gesund und was denn alle haben.

Ich bin leider ziemlich vorgeprägt was solche Psychologischen Geschichten angeht, mein Vater hat sich versucht sich zu erhängen bzw. haben wir ihn in letzter Sekunde gefunden, er ist dann direkt zwangseingewiesen worden und hat sich helfen lassen. Ihm gehts heute wieder gut, aber wenn man einmal sowas live erlebt vergisst man das nicht mehr.

Mir war dann alles zuviel und ich habe mir hinterrücks meiner Freundin eine Wohnung gesucht und bin ausgezogen. Ich habe sie leider ziemlich verletzt und es auch sofort bereut, ich hatte auch einfach Angst das sie mich auf die Straße setzten würde. Wir haben es dann erneut versucht und nach langen hin und her bin ich wieder zu ihr gezogen was den Grund hatte das ihre Eltern mich nicht mehr leiden konnte und ich meine Freundin nur abends ab 20 Uhr besuchen durfte. Ich habe mich bei allen entschuldigt und wohnte wieder dort.

Ich versuche wirklich seid 4 Jahren mit meiner Freundin in eine eigene Wohnung zu ziehen. Aber ich höre immer die gleichen Ausreden sie hat keine eigenes Einkommen(sie möchte nicht arbeiten gehen, ihre Eltern finanzieren ihr das Studium) sie möchte in ein eigenes Haus ziehen, sie möchte in keiner Wohnung leben und sie möchte erst ausziehen wenn ich ihr ein Antrag gemacht habe. Das ist für mich nicht nachzuvollziehen auch für ihre Freunde nicht die sind der selben Meinung wie ich.

Nun hat sich das ganze Spiel wiederholt ich zog mich zurück, da ich mit ihren Eltern so wenig wie möglich zutun haben wollte. Ist Besuch da ist es dort wie einer anderen Welt alle verstellen sich. Ihrer Mutter gings im Laufe des letzten Jahres wieder einigermaßen besser sie arbeitete wieder von Daheim aus. Sie glaubte dann von einem Tag auf den anderen an Geister, das sie rumspucken und es deren Schuld an ihrem zustand sind. Auch denkt sie ihr verstorbener Schwiegervater wurde als unser Hund wiedergeboren.

Meine Familie meinte sie vergess die Familie und such dir eine neue Freundin, aber ich liebe meine Freundin und sie kann nix für ihre Eltern, trotz all dem verbringt sie mehr Zeit mit ihren Eltern als mit mir. Sie isst lieber mit ihnen oben und ich esse unten alleine. Auch was kuscheln oder S. angeht wurde es immer wenigen von beiden Seiten. Ich nannte immer den Grund das ich mich unwohl hier fühle und ich nicht ich sein kann.

Ich habe eine Garage mit einem kleinen Oldtimer drin, meine Freundin hat an zwei Tagen in der Woche bis um 20 Uhr Uni und ist immer erst um 21 Uhr zuhause, ich verbringe diese Tage auch bis um 20 Uhr in der Garage in der Kälte statt heim zu fahren und im warmen zu warten. Warum ich das immer gemacht habe, ist einfach zu sagen. Ich wusste nie was zuhause abgeht, und hab lieber Zeit allein in ruhe verbracht, statt mit das ständige gejammere ihrer Eltern anzuhören.

Nun hat sich das letzten Samstag exakt ein Jahr mit ihrer Mutter wieder zugespitzt, sie wollte abends 22:30 zur Polizei gehen weil sie irgendjemand Verstrahlt hat und die Polizei den Atomsender am anderen Ende des Dorfes abschalten soll. Wir haben ihr dann gesagt wenn du jetzt zur Polizei gehst lachen die dich doch nur Aus und halten dich für verrückt. Ihr Vater schrie wieder rum, und ich habe die Schnauze voll gehabt. Ihre Mutter stiefelte dann die ganze Nacht durch das Haus und an schlaf war nicht zu denken. Sie merkt nicht das sie schizophren ist und ihre Ganze Familie damit zerstört, jeder im Haus ignoriert dieses Thema aus liebe zu ihr und in der Hoffnung das es besser wird.

Ich konnte das leider nicht mehr mitmachen und fragte meine Freundin ob wir denn nicht ausziehen wollen, sie verneinte sie kann nicht ihren Vater alleine lassen und auch geht das nicht weil kein Einkommen etc.

Ich habe mich dann entschlossen den gleichen Fehler wie vor einem Jahr wieder zu machen, innerhalb von 4 Tage hatte ich eine Wohnung mitten in der Stadt für einen sehr guten Kurs bekommen. Ich habe es ihr dann gesagt als ich bereits den Vertrag unterschrieben hatte, ich wusste so oder so sie ist verletzt da ich sie alleine mit ihren Problem gelassen habe, was natürlich nicht der Fall ist ich bin immer für sie da egal was sie bedrückt.

Und auch ist sie sehr verletzt weil ich es mal wieder in dieser Art abgezogen habe. Ich hab das nur getan weil ich einfach rausmusste, ich stand Monatelang unter Dauer Strom von der Arbeit im Service und zuhause ich war einfach ausgebrannt, ich habe ihr das nicht gesagt da ich nicht schwach rüber kommen wollte. Sie meinte gestern sie hat das an mir gemerkt das ich mich dort nicht zuhause fühle, aber geredet hat sie mit mir leider auch nicht.

Die Wohnung habe ich so ausgesucht das sie auf dem Weg zu ihrer Uni Strecke liegt, und ich hoffe es wird so wie damals als jeder seinen eigenen Haushalt gehabt hat. Und sie mich besuchen wird.

Unsere Beziehung liegt aktuell auf Eis zum zweiten Mal, ich sehe es als Chance das wir uns neu verlieben und es eventuell wie früher wird. Sie ist stark verletzt und weiß nicht ob sie mir jemals wieder vertrauen kann, sie liebt mich immer noch aber sie fühlt sich verarscht von mir. Das verstehe ich natürlich. Ich habe ihr gesagt, ich lass sie jetzt eine Weile in Ruh, mit der Hoffnung das es doch noch was wird. Es liegt ja nicht an ihr sondern wirklich an ihren Eltern.

Auch ihre Freundinnen verstehen meine Situation ganz genau aber verstehen auch meine Freundin das sie enttäuscht von mir ist.

Sie ist halt meine erste große richtige Liebe mit ihr wollte ich alt werden und Kinder kriegen.

Ich liebe sie immer noch obwohl ich schon oft den Rat gehört habe ich soll einfach ganz neu anfangen.

Letzte Woche ist ihre Mutter ausgezogen weil sie das Brummen des angeblichen Strahler nicht ausgehalten hat, sie wohnt wohl jetzt für 2 Wochen in Frankreich in einer Ferienwohnung und sucht sich eine Mietswohnung dort. Warum Frankreich? Ich weiß es nicht. Ihrem Mann und Ihrer Tochter scheint das egal zu seine weil sie von ihr schon so genervt sind.

Ich habe heute mit ihr geschrieben und ein Treffen vorgeschlagen, sie meinte dazu sie brauche von mir Abstand und ich solle in nächster Zeit nicht mehr fragen ob wir was unternehmen wollen und so tun als wäre alles normal. Ich wollte einfach nur mit ihr in Ruhe reden. Sie hat auch gerade Prüfungstress in der Uni und meinte sie hat jetzt keine Gedanken für die Beziehung sondern muss sich auf das lernen konzentrieren.
Sie fährt mit ihrem Vater in 3 Wochen für 1 Woche in den Urlaub und meinte das sie danach eventuell entspannter ist.

Für mich ist das natürlich nicht so toll weil ich mich gefühlt in der Schwebe finde. Ich habe ihr heute geschrieben das ich sie in Ruhe lasse solang sie braucht aber wenn sie was braucht sich jederzeit melden kann.

Was sagt ihr dazu?

PS: wir sind 27 und 23

02.02.2020 23:01 • #1


Catalina

Catalina


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Puh, schwierige Situation für euch beide. Eine psychisch offensichtlich kranke Mutter zu haben, ist sicher sehr hart und ich kann verstehen, dass deine Freundin sich für sie verantwortlich fühlt. Zudem möchte sie sie nicht mit dem cholerischen Vater alleine lassen, kann ich auch nachvollziehen.

Andererseits ist es für dich eine Zumutung, unter diesen Umständen mit dort im Haus zu leben, zumal du dort nicht wirklich erwünscht bist. Ich kann gut verstehen, dass du so nicht mehr leben möchtest.

Allerdings ist das hier

Zitat von Sebastian92:
ich wurde immer unglücklicher, habe aber auch nie mit meiner Freundin darüber geredet da ich eher der Typ bin der alles in sich reinfrisst und irgendwann die Bombe zum platzen bringt.

ein großer Fehler. Man sollte in einer Beziehung über alles sprechen können, damit es sich eben nicht so aufstaut, dass irgendwann eine Bombe platzt. Und es ist völlig egal, ob man dann in dem Moment evtl. als "schwach" dasteht, ich finde, man muss zu sich und seinen Gefühlen stehen.

Ich denke, solange deine Freundin nicht bereit ist, sich wohnungstechnisch von ihren Eltern zu lösen, ist es die beste Variante dass ihr getrennt wohnt, damit du deinen Freiraum hast und nicht unter "Dauerfeuer" stehst. Versuch noch mal, mit ihr in Ruhe zu reden, wenn sie das nicht versteht und da auch mal auf deine Bedürfnisse Rücksicht nimmt, ist sie wohl eher nicht die passende Partnerin für dich.

02.02.2020 23:39 • x 1 #2


Sebastian92

Sebastian92


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Danke Catalina für das durchlesen des langen Textes. Ja es ist sehr schwierig aktuell hat sie eher eine leck mich am Ar. Stimmung gegenüber alles. Ich hoffe es wird besser wenn sie ihre Prüfungen in 2 Wochen alle durchhart. Ist ja enormer Stress.

Vielleicht hilft ja nur abwarten, mich persönlich stört halt einfach diese ungewissenheit.

03.02.2020 00:11 • #3


Catalina

Catalina


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Zitat von Sebastian92:
Vielleicht hilft ja nur abwarten, mich persönlich stört halt einfach diese ungewissenheit.

Abwarten bis sie auf dich zukommt, halte ich für eine gute Idee, auch wenn das für dich schwer auszuhalten ist. Du hast schon viel in diese Beziehung investiert, jetzt ist sie mal dran!

03.02.2020 00:27 • x 2 #4


Kopfchaosmensch


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Das ist echt eine heftige Situation!
Selbst wenn ihr es nochmal versucht, muss sich da echt grundlegend was ändern, sonst kommt ihr immer wieder in diese Situation.
Auch deine Freundin sollte dann über eine Therapie nachdenken. In einem solchen Haushalt groß zu werden hat sicher auch seine Spuren hinterlassen. Diese Verdrängung die da stattzufinden scheint ist sehr unnatürlich.

Ich kann mir gut vorstellen, dass du im Moment einfach nur hören willst, dass sie es auch nochmal versuchen will mit euerer Beziehung. Aber überlege dir wirklich, ob du das unter diesen Umständen ewig mitmachen kannst. Und sprich das auch ehrlich an, wenn ihr dann ein Gespräch führt. Ehrlichkeit währt am Längsten.
Mich zerreist es auch fast, mein Gespräch mit meinem Freund abzuwarten und auch wenn ich irgendwie hoffe, dass wir zusammen bleiben, kann das Ergebnis nicht sein, dass man selbst nachher wieder unglücklich ist.

03.02.2020 00:34 • x 2 #5


Sebastian92

Sebastian92


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Danke Kopfchaosmensch, in der Vergangenheit hat das ganz gut funktioniert mit dem getrennt wohnen. So wie es war wird es nicht mehr werden. Ich werde auch nicht zurückziehen.

03.02.2020 06:26 • #6


T4U

T4U


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Zitat von Sebastian92:
Ich werde auch nicht zurückziehen.

das würde ich auch nicht. Deine Freundin hat noch nicht das erleben müssen, was du schon hinter dir hast. Noch fühlt sie sich ihren Eltern gegenüber verpflichtet und kommt aus dieser Konstellation nicht heraus.

Das jeder für das Gelingen seinen Lebens selbst verantwortlich ist, ist ihr (noch oder nicht mehr) bewusst?

03.02.2020 06:59 • #7


OxfordGirl

OxfordGirl


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Hallo Sebastian,
was für eine verfahrene Geschichte! Du hast in familiärer Hinsicht selbst schon einiges und sehr heftiges mitgemacht. Ich vermute mal, dass du dich gut in deine Freundin einfühlen kannst und sie deshalb nicht " im Stich lassen" willst. Deine Freundin steckt in einer tiefen Abhängigkeit fest. Sie ist Teil einer dysfunktionalen Familie, und das von Kindheit an. Dein Schritt zurück in eine eigene Wohnung war und ist der einzig richtige. Raus, aus einem kranken Konstrukt. Es zerstört dich mit, und das weisst du auch.
Zitat von Sebastian92:
Ich habe sie immer besucht weil sie kein Auto fahren wollte

Zitat von Sebastian92:
sie hat keine eigenes Einkommen(sie möchte nicht arbeiten gehen, ihre Eltern finanzieren ihr das Studium) sie möchte in ein eigenes Haus ziehen, sie möchte in keiner Wohnung leben und sie möchte erst ausziehen wenn ich ihr ein Antrag gemacht habe.

Es zeichnet sich ab, dass sie an ihrer Abhängigkeit und Unselbständigkeit festhält. Möchtest du eine solche Beziehung führen? Möchtest du diese Verantwortung tragen? Ist das wirklich Liebe? Von beiden Seiten?

03.02.2020 07:17 • x 2 #8


BlueApple

BlueApple


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Zurückzuziehen würde ich dir auch nicht anraten. Vielleicht solltet ihr erst einmal getrennt wohnen, bis sie eigenes Geld verdient. Dann kann man sich immer noch Gedanken machen, ob ihr euch nicht zusammen eine Wohnung nehmt.
Deinen Standpunkt und wie belastend die Wohnsituation auch für dich ist, würde ich ihr dringend erklären. So fühlt es sich wahrscheinlich für sie nur wie Flucht an und sie fühlt sich allein gelassen.
Wieso -will- sie eigentlich nicht nebenbei arbeiten?

03.02.2020 07:39 • x 1 #9


Sebastian92

Sebastian92


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Sie will nicht arbeiten gehen, weil sie keine Lust darauf hat und sie es auch nicht nötig hat. Sie hat genug Geld bzw. bekommt immer das Kindergeld und Taschengeld von ihren Eltern. Sie ist sehr unselbständig. Das mit der Flucht habe ich ihr auch schon erzählt, aktuell ist Funkstille weil ich sie gefragt habe ob wir am Wochende unterrnehmen wollen. Sie meinte darauf ich soll sie das erstmal nicht fragen und das sie Abstame von mir braucht um sich auf das lernen zu konzentrieren. Natürlich belastet sie auch die Flucht ihrer Mutter auch wenn sie das verdrängt.

03.02.2020 07:45 • #10


T4U

T4U


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Zitat von Sebastian92:
Sie ist sehr unselbständig

Dann ist aber eine Partnerschaft mehr oder minder ausgeschlossen

was studiert sie denn?

03.02.2020 07:48 • #11


BlueApple

BlueApple


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Zitat von Sebastian92:
Sie will nicht arbeiten gehen, weil sie keine Lust darauf hat und sie es auch nicht nötig hat

Puuh.... Sie weiß aber schon wie das so im Leben läuft?! Dass man zwangsläufig irgendwann arbeiten muss um sich einen gewissen Standard leisten zu können?!

Finde ich recht bitte zu sagen, dass sie kein Bock hat.

Du stehst im Berufsleben und sie dümpelt so vor sich hin und studiert .... Was auch immer.

Kannst du dir mit ihr tatsächlich eine Zukunft vorstellen?

03.02.2020 07:52 • x 1 #12


Shibb

Shibb


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Liebe TE,

Ich gehe momentan total konform mit dem Beitrag von Oxfordgirl.
Es ist gut und notwendig dass du ausgezogen bist, bevor du selbst untergehst. Die Häufigkeit und ohne richtige Absprache die ersten beiden Male hätten wahrscheinlich weniger sein müssen. Ich kann deine Freundin da bis zu einem gewissen Grad verstehen wenn man Knall auf Fall einfach mal vor vollendete Tatsachen gestellt wird.
Allerdings glaube ich bei euch fehlt ein wichtiger Grundbaustein : nämlich Kommunikation.

Außerdem sehe ich ein enormes Ungleichgewicht in eurer Beziehung wenn ich mir folgende Aussagen lese :

Zitat von Sebastian92:
ob wir denn nicht ausziehen wollen, sie verneinte

Zitat von Sebastian92:
ich wurde immer unglücklicher

Zitat von Sebastian92:
Ich habe sie immer besucht weil sie kein Auto fahren wollte.

Zitat von Sebastian92:
immer die gleichen Ausreden

Zitat von Sebastian92:
sie hat keine eigenes Einkommen(sie möchte nicht arbeiten gehen

Zitat von Sebastian92:
aber geredet hat sie mit mir leider auch nicht.


Wäre sie denn vielleicht bereit in eine nahe gelegene Wohnung zum Elternhaus zu ziehen? Sodass ihr euren eigenen Raum habt und sie trotzdem nahe genug bei den Eltern ist?

03.02.2020 07:55 • x 1 #13


BlueApple

BlueApple


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Zitat von Shibb:
Wäre sie denn vielleicht bereit in eine nahe gelegene Wohnung zum Elternhaus zu ziehen? Sodass ihr euren eigenen Raum habt und sie trotzdem nahe genug bei den Eltern ist?

Geht ja nicht, da sie kein Bock hat zu arbeiten.
Scheinbar ist sie nicht einmal bereit dazu, wenn es die Rettung der Beziehung wäre.

03.02.2020 08:04 • #14


Rosa-91

Rosa-91


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Lieber TE,

du steckst in einer verfahrenen Kiste. Inwieweit sich das wuppen lässt ist schwer zu sagen

Ich würde gerne sagen, was ich von dem Verhalten deiner Freundin denke:

Sie steht zwischen den Stühlen. Niemand möchte sich zwischen Eltern und Partner entscheiden müssen. Ihre Tendenz geht zu den Eltern, was vollkommen logisch ist, da dort ihre Wurzeln liegen und sie auch negative Erfahrungen mit dir gesammelt hat. Ihr fehlt einfach die Sicherheit. Nirgendwo hat sie Sicherheit in ihrem Leben, weder familiär, noch beruflich und auch partnerschaftlich nicht.
Studium und Arbeit lässt sich nur bedingt vereinen . Außerdem kommen die Probleme im Elternhaus dazu. Logisch, dass sie da sein und unterstützen möchte. Dazu noch Prüfungsstress...

Lass ihr erstmal Ruhe, Luft zum atmen und verdeutliche ihr dennoch, dass du für sie da bist, wenn sie es möchte.

03.02.2020 08:32 • #15




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