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Erneute Trennung nach schwerer Zeit

Sju

Sju
Mitglied

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7
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1
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17
Mitglied seit:
Hallo liebe Community.
Ich habe lange still mitgelesen, und endlich den Mut gefasst, meine Geschichte aufzuschreiben. Ich würde mich über Feedback freuen, denn zur Zeit kann ich auf wenig Ressourcen zurück greifen, da mir der Austausch über das Erlebte fehlt. Neue Denkimpulse wären super, da sich mein Denken zur Zeit in endlosen Kreisen dreht.

Zur Einordnung, ich bin seit 10 Jahren alleinerziehend, ohne jegliche Unterstützung durch den Kindesvater. Weder finanziell, noch betreuungstechnisch, werden wir von ihm unterstützt. Viele Jahre habe ich diese kraftraubende Aufgabe angenommen und versucht, das positive in der Situation zu sehen.
Nach 7 Jahren, habe ich den Versuch gewagt, einen neuen Mann in unser Leben zu holen. Anfangs alles prima, haben unsere Leben recht schnell zusammen gelegt. Es stellte sich schon am ersten Tag des Umzugs heraus, das ich einen großen Fehler begangen hatte. Alle Formen der Gewalt trafen mich mit voller Wucht. Es war für mich und meine Tochter, die Hölle auf Erden. Nach 2 Jahren schaffte ich den Absprung. Ich bin mit meiner Tochter ausgezogen. Wir standen bei 0. Keine Möbel, kein soziales Umfeld, nur die Gewissheit, dass wir es auch zu zweit schaffen können, weil wir das bereits 7 Jahre geschafft haben.
Wir haben alles zu zweit neu aufgebaut, mit der Kraft der Verbundeheit und Liebe zueinander. Ein neuer , sicherer Rückzugsort ist entstanden.

Durch einen Zufall traf ich einen Menschen, der recht schnell Teil diesen neuen Lebens wurde. Ich war vorsichtig, stellte klar, dass ich dieses Leben für uns mit allem was ich habe, schützen möchte. Ich traf auf Verständnis, auf einen echten Austausch mit der Bereitschaft, gemeinsam zu wachsen. Mein Kind zuerst ablehnend, nach wenigen Monaten Feuer und Flamme für diesen neuen Menschen in unserem Leben. Alles verlief ruhig, schön, mein Kopf und Körper konnten zur Ruhe kommen. Er hat 2 Kinder, etwa im ähnlichen Alter, wie meine Tochter. Er sieht sie an den Wochenenden und täglich für einen kurzen Zeitraum, um sie etwa zur Schule zu bringen, oder beim Sport zuzuschauen. Wir haben uns Zeit gelassen, um das zusammen zu bringen, mit dem gemeinsamen Ziel, es langsam wachsen zu lassen, unter der Berücksichtigung, dass jeder von uns 5, eigene Bedürfnisse hat, denen wir Freiraum lassen wollen. Eine Zeit lang, lief das gut. Dann habe ich begonnen, nach mehr Zeit zu zweit zu fragen, da wir uns aufgrund einer räumlichen Entfernung und der Versorgung der Kinder und Arbeit im Schichtdienst maximal 2 Tage in der Woche für wenige Stunden sehen können. Mir war es vom Gefühl her zu wenig, um eine emotionale Verbindung halten zu können. Mit diesem Wunsch nach mehr gemeinsamer Zeit im Gepäck, knallte ich wie gegen eine Mauer aus Wut, Unverständnis und letztlich Schweigen. Die Verbindung zwischen uns wurde einfach durchtrennt mit der Begründung, Priorität in seinem Leben haben ausschließlich seine Kinder. Er würde nur für seine Kinder leben, weil das schon immer so war und seine Partnerin sich anpassen müsse.
Eines Abends kam er zu uns, brüllte mich vor meiner Tochter an, packte seine Sachen und verließ die Wohnung. Seitdem herrscht Funkstille und ich bin völlig aus dem Leben gerissen. Er wusste um die Situation, dass meine Tochter und ich häusliche Gewalt erfahren haben, dass dies alles in unserem geschützten Raum bereits stattgefunden hatte. Ich schäme mich, dass meiner Tochter erneut angetan zu haben. Erlaubt zu haben, dass mich jemand erneut in ihrem Beisein abwertet und letztlich verlässt.
Dabei dachte ich doch, indem ich die Grenzen und Wünsche von Anfang an kommuniziere, dass mein Partner respektvoll damit umgehen würde.
Wir waren bei allen Themen auf einer Wellenlänge, nur der Wunsch, nach mehr Zeit, ließ die Situation dermaßen kippen. Ich verstehe die Welt nicht mehr, bin verletzt und habe das Vertrauen in eine Partnerschaft und in mich selbst verloren.

Vielleicht ist gerade jemand in einer ähnlichen Situation. Ich freue mich über Austausch.

S.

x 6 #1


Heffalump
Knuddels

Ich kann dir nicht helfen, außer Beistand da lassen.

x 3 #2


A


Erneute Trennung nach schwerer Zeit

x 3


tööö
Liebe Sju, ich verstehe deine Enttäuschung, da du aber in keinster Weise hättest erahnen können, dass dein Wunsch nach mehr Zweisamkeit eine dermaßen überzogene und wirklich ausgesprochen dumme Reaktion bei deinem Partner hervorrufen könnte, wirfst du dir was genau vor, keine hellseherischen Fähigkeiten zu haben ?
Selbst wenn seinem Wutausbruch ein emotionsgeladenes Gespräch vorausgegangen wäre, er dir hätte keinen Kompromiss anbieten können oder wollen, hätte deine Bitte, um mehr gemeinsame Zeit, ihm eher schmeicheln sollen, als ihn aus der Haut fahren zu lassen.
Zu seiner Verteidigung lässt sich außer, dass wir alle nur Menschen sind, die gute und schlechte Tage haben, nichts vorbringen, dass sein Verhalten, als Vater von zwei Kindern rechtfertigt.
Auch das es ihm kein Bedürfnis zu sein scheint, sich für seinen Auftritt wenigstens zu entschuldigen, ist mir unverständlich.
Sju, du entscheidet hinter wem sich deine Tür schließt und für wen sie verschlossen bleibt, hält man sich nicht an deine Regeln.

Gruss, tööö

x 8 #3


Sju
@tööö
Rational weiß ich, dass der Wunsch nach mehr gemeinsamer Zeit, eine solche Reaktion nicht hervorrufen sollte. Ich würde mich freuen, wenn mein Partner mit dieser Bitte auf mich zukommen würde, weil es mir signalisiert, dass ihm unsere Verbindung wichtig ist.
Auf der Gefühlsebene tut es leider sehr weh, weil es Ablehnung bedeutet, obwohl man in dem Glauben gelassen wurde, beide wollen dasselbe. Ohne Druck. Den ich dadurch aber wahrscheinlich unbewusst gemacht habe.
Ein so plötzliches Verlassen, lässt mich fassungslos und handlungsunfähig zurück, mit tausenden Fragen und ewigen Gedankenschleifen, was ich hätte anders machen Können, ob ich es anders hätte formulieren sollen.
Jede Aktion, bedingt eine Reaktion. Das diese so gewaltig negativ ausfällt, macht mich sehr traurig.

x 3 #4


Worrior
@Sju
Glaubst Du dass Dein Wunsch nach mehr Zweisamkeit der Trigger war wo die Stimmung so ins Negative kippte?

x 2 #5


Sju
@Worrior
Ja, ich denke das war der Auslöser, weil es bedeutet hätte, dass er nicht ausschließlich seiner Elternrolle nachkommt, sondern auch Partner ist. Er hätte einen Kompromiss eingehen müssen. Was nicht bedeutet, dass ich verlangt habe, die Kinder zu vernachlässigen, nicht mehr zu sehen, oder sich von ihnen zu isolieren. Er sieht sie täglich, obwohl sie nicht in seinem Haushalt leben.

x 3 #6


tööö
Sju, natürlich bist du traurig, aber du mußt dich genau jetzt fragen, welchen Raum und wieviel Gewicht du einem Mann zugestehst, der sagt, er will was du willst, der aber wenn es für dich darauf ankommt, dir nicht entgegen kommen will.
Und natürlich darfst du Bedürnisse haben und sie formulieren, nur darf dein Gegenüber eben
auch ablehnen, sie dir zu erfüllen.
Zitat von Sju:
Ein so plötzliches Verlassen, lässt mich fassungslos und handlungsunfähig zurück, mit tausenden Fragen und ewigen Gedankenschleifen, was ich hätte anders machen Können, ob ich es anders hätte formulieren sollen.

Nimm mir meine Direktheit bitte nicht übel, aber nichts hättest du anders/besser machen können, weil er nicht ehrlich zu dir war, weil er eben nicht wollte, was du willst.
Und das es so ist, weisst du jetzt.
Er hat nur die erstbeste Gelegenheit genutzt, einen Streit provoziert, um sich mit dir und dem
was er gepredigt, oder versprochen hat, nicht auseinandersetzen zu müssen.
Er ist ein Feigling.

x 4 #7


Sju
Zitat von tööö:
Sju, natürlich bist du traurig, aber du mußt dich genau jetzt fragen, welchen Raum und wieviel Gewicht du einem Mann zugestehst, der sagt, er will ...

Direktheit ist gut, weil es das ist, was mir Klarheit verschafft. Ob unbequem oder angenehm.
Und ja, natürlich dürfen Bedürfnisse auch ausgeschlagen werden, weil man nicht die Kapazitäten hat, sie zu erfüllen, oder einem selbst nicht gut tun. Nur sich dann direkt zu trennen, ohne ein weiteres Wort, macht mich wütend. Zeigt mir aber auch, dass nicht alle Menschen, Verantwortung für ihr Handeln tragen können. Besonders, wenn es unangenehm werden könnte.

x 3 #8


Gorch_Fock
Wie wäre es denn nun nach zwei negativen Erfahrungen auch mal das eigene Beuteschema zu überprüfen? Und Männern kannst Du klar machen, das für Dich nur LAT als Wohnform in Frage kommt.

Diese Männer waren auffällig. Du solltest hier noch besser hinschauen. Ein Mann lehnt Dein Kind ab? Raus mit ihm.

x 4 #9


tööö
Du hast den nächsten, wichtigen Schritt gemacht.
Du bist wütend, Wut bewahrt uns vor Selbstmitleid, sie treibt uns an.
Ganz ehrlich, du solltest diesen Feigling und das er sich geduckt und wegschleichen hat, für seine fehlende Größe bedauern.
Ich schreibe das nur ungerne, aber, von außen ganz nüchtern betrachtet, hat er nach einem Grund gesucht, die Gelegenheit genutzt, sich zu trennen.

x 3 #10


Sju
@Gorch_Fock
Ich weiß nicht, ob ich von Beuteschema sprechen würde. Im Grunde genommen, wird es mir angetan, nach einer Phase voller Love Bombing und Future Faking. Da wäre für mich der Punkt näher hinzuschauen. Passen die Worte zu den Taten, lässt sich dieses schöne Gefühl auch nach der Verliebtheitsphase aufrecht erhalten.
In der letzten Beziehung, habe ich von Beginn an klar gemacht, dass ich alleine wohnen werde, bis meine Tochter auszieht. Alles kein Problem, bis es doch zu einem wurde.
Worauf kann man sonst noch bauen, wenn es nicht das vermeintliche Akzeptieren der eigenen Grenzen ist.
Es kann doch nicht sein, dass man es sich urplötzlich doch anders überlegt.

#11


tööö
Zitat von tööö:
Ganz ehrlich, du solltest diesen Feigling und das er sich geduckt und wegschleichen hat, für seine fehlende Größe bedauern.

Oh man, weggeschlichen hat, sollte das heissen.

x 1 #12


QueenA
@Sju Hi,

Zunächst einmal sende ich dir von Herzen liebe Grüße und Stärke zu.

Es ist nichts Falsches daran, als Mutter oder Vater eine Partnerschaft führen zu wollen. Eltern haben nicht nur Verantwortung, sondern auch eigene Bedürfnisse nach Nähe, Liebe und Verbundenheit.
Dein Wunsch nach mehr gemeinsamer Zeit erscheint mir daher völlig nachvollziehbar. Ob jemand diesen Wunsch erfüllen kann oder möchte, ist eine andere Frage. Darüber sollte man aber sprechen können, ohne dass es zu Anschreien, Abwertung oder Rückzug kommt. Da wäre ohne wenn & aber die passende Antwort: „tschüss-aufnimmerwiedersehen!“

Vielleicht nimmst du aus dieser Erfahrung weniger mit, dass du falsch gewählt hast, sondern eher, dass du beim nächsten Mal noch länger beobachten möchtest, wie jemand mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Konflikten umgeht. Gerade bevor Kinder stärker eingebunden werden oder man über gemeinsames Wohnen nachdenkt.

Denn ob jemand passt, zeigt sich oft nicht dann, wenn alles harmonisch ist, sondern dann, wenn man etwas braucht, das für den anderen nicht selbstverständlich ist.

Sei nicht so hard zu dir, Fokus auf dich und dein Kind. Dein Kind hat aufgrund deiner Liebe und stärke selbst stärke entwickelt und wird auch mit dieser Situation umgehen können. Sie hat ja dich! 🌺

x 5 #13


Gorch_Fock
Sju, richtig, Du kennst die Phänomene. Beschäftige Dich noch einmal intensiv damit: Love bombing, fast forward. Toxische Männer haben einen Riecher für Bedürftigkeit und erkennen "Opfer" recht schnell. Deshalb klare Grenzen:
- "Hey, mich gibts nur mit Kind und meinen Regeln"
- "Sei Dir bewusst, dass ich nicht mit Dir zusammenziehen werde. Wir können eine tolle Zeit "living apart together" gestalten".

Männer die hier blöd reagieren, direkt aussortieren.

x 4 #14


Sju
@Gorch_Fock
All dass wurde meinerseits klar formuliert. Geschützt, hat es mich trotzdem nicht.
Vielleicht sind manche Menschen einfach zu gut darin, etwas vorzugeben, um zu bekommen, was sie wollen.

x 2 #15


A


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