Erste wirkliche Hilfe, die mir geholfen hat

restless67

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Was hilft wirklich?

Das sich beschÀftigen und unter Leute gehen, hat bei mir am Anfang gar nicht funktioniert. Das kam erst spÀter.

Was ich empfehlen kann:
1.
Alles was mit dem/der EX zu tun hat, muss weg. Karton Keller, Nummern, Handy, email alles löschen. Schnellstens.

2.
Keinen Kontakt mehr zum Ex suchen. Das ist ungemein wichtig, denn jedesmal, wenn man anfĂ€ngt den Kontakt zu suchen, kommen diese GefĂŒhle wieder hoch.

Die Kontaktsperre hat sich daher als das Mittel der absoluten "Ersten Wahl" erwiesen. Warum sollte man jemanden kontaktieren, der einen abgeschoben hat? Er/Sie will nicht mehr. Respektieren, mehr nicht.

Man kann sich auch in diesem Zusammenhang selbst die Frage stellen, was man fĂŒr sich möchte, wenn man eine Beziehung beendet hat?

Will man dann, dass der Partner permanent prÀsent ist?


3. Eine Liste erstellen

und zwar mit allen negativen Eigenschaften, die der/die EX hat.
Warum?
Nun man neigt dazu den Expartner zu idealisieren, d.h. es gibt nur den einen und ohne den kann man nicht leben. Diese negativ Liste soll zeigen, dass er nur ein ganz normaler Mensch ist. Es bringt ihn wieder auf unsere Augenhöhe.

Wir enthronisieren ihn!

Diese Liste dreimal tÀglich laut durchlesen!


4. Die Emotionen

Die Emotionen, die hochkommen sind vollkommen normal. Man sollte das auch zulassen, aber recht frĂŒh beginnen dagegen etwas zu tun.

Auf der Seite reperatur-des.lebens.de habe ich gute Übungen gefunden, wie man diese Emotionen schnell und effektiv weg bekommt. Dort gibt es auch einen Newsletter, der kostenlos ist und sehr informativ.

Mir hat die Übung "Aufgehende Sonne" sehr geholfen. Die Trauer und die Wut waren schnell weg.

Warum man das tun sollte?

Wenn man die negativen Emotionen zu lange pflegt, dann werden diese zum SelbstlÀufer. Entweder bleibt man in einer Dauerdepression, die einen kaputt macht oder aber die Emotionen verselbstÀndigen sich und kommen spÀter raus, wenn man sie garnicht gebrauchen kann, oder gar subtil.

Deshalb ran.

5. An sich arbeiten

da ist auch viel geschrieben worden, was ich auch zum Teil fĂŒr richtig halte. Also neue Klamotten, Friseur,neues Hobby und was weiß ich alles.

Aber eine Sache sollte sich jeder vor Augen fĂŒhren.

Es gab GrĂŒnde, warum wir den Partner geliebt haben. Was hatte er, was wir selbst nicht besitzen?

Also fÀngt man wieder an eine Liste zu erstellen, was man selbst an seinem Partner bewundert hat und sich eingestehen muss, dass man es selbst nicht hat.

z.B er war ein guter Zuhörer
er war offen, kam mit Menschen ins GesprÀch usw.

Diese Liste arbeitet ihr ab. Bis ihr jeden Punkt fĂŒr euer Leben verinnerlicht habt. Also wenn der Ex ein guter Zuhörer war, dann werdet selbst einer. War er locker drauf und kam mit jedem ins GesprĂ€ch, dann schafft das auch. Werdet in diesem Punkt genauso!

Auch das bringt euch ĂŒber eure Exbeziehung und macht euch reifer. Ihr werdet sehen, wenn ihr danach eueren Ex trefft, trift ihn der Schlag, meistens ist es aber so, dass ihr ihn dann vollkommen uninteressant finden werdet, weil ihr euch ja wieterentwickelt habt. Euer Ex ist immer noch genau da, wo er vorher war.Meistens

Diese Listen geht ihr jeden Tag dreimal durch.


Ich habe mir ein Wochenende fĂŒr mich Zeit genommen und habe alle Punkte abgearbeitet, bis auf den letzten, da dieser Umfangreicher ist.
Da nehme ich immer einen Punkt und setze diesen um bis das zu Automatismus wird. Also Selbstcoaching!

Nach einer Woche habe ich die Negativ-Liste nicht mehr zu Hand genommen, weil mir das vollkommen egal war, sprich meine Ex war mit egal. Meine Negativ Emotionen waren verschwunden
Durch die MentalĂŒbungen ging es mir nach dem Wochenende viel viel besser.

Im Moment beschÀftige ich mich nur noch mit der Positiv_Liste und integriere einen Punkt nach dem anderen in mein Verhalten und in mein Leben.

Seitdem ich das mache, geht es wirklich bergauf und ich habe wieder Lust am Leben teilzunehmen und auch wieder Spaß zu haben.

Ich wĂŒrde mich freuen, wenn es anderen auch helfen wĂŒrde und mir eure Erfahrungen schreibt.

Viel GlĂŒck und alles Gute

31.08.2011 16:13 • #1


Chiara


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Hallo Restless,

danke fĂŒr die interessanten Tipps.

Eine Anfrage zur Positiv-Liste hÀtte ich aber noch:

HĂ€ltst du es wirklich fĂŒr möglich, alle Eigenschaften, die einem am Partner/an der Partnerin gefallen haben, in seine eigene Persönlichkeit zu integrieren? WĂ€re natĂŒrlich toll...

Manches lĂ€sst sich meiner Meinung nach nur in begrenztem Maße trainieren. Wenn ich zum Beispiel keine begnadete Unterhalterin bin, die einen ganzen Tisch von Freunden einen ganzen Abend lang zum Lachen und Prusten bringen kann, werde ich mir das schlecht aneignen können, selbst wenn ich das fĂŒr eine bewundernswerte Eigenschaft halten sollte.

Wie siehst du das?

Viele GrĂŒĂŸe
Chiara

01.09.2011 11:33 • #2



Erste wirkliche Hilfe, die mir geholfen hat

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Emmi


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@Chiara: das stimmt... Bei mir zum beispiel ist es eines von den Sachen die ich so an ihm bewundere weil ich das nie könnte....


Ansonsten sind das aber echt gute Tipps!
LG Emmi

01.09.2011 14:36 • #3


restless67


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hallo und danke fĂŒr Eure antworten.

Wie ihr seht, liebt ihr oft das, was ihr selbst nicht habt. Das ist schon einmal eine Erkenntnis. Die kann auch schon einmal helfen, wenn man jemanden kennenlernt, den man sympatisch findet, also bevor man sich verliebt. Was finde ich an dem toll, was ich nicht habe?

Es gibt ja den Klassiker, dass Menschen immer an die gleiche Person kommen und immer wieder enttÀuscht werden.

Diese wÀre erst einmal eine Hilfe dies zu durchbrechen.

Wenn jemand den ganzen Abend einen Tisch unterhalten kann, dann ist das toll. Aber ist es wirklich toll, wenn keiner mehr zu Wort kommt und nur zu der Inszenierung einer Person gehören. Ist das erstrebenswert?
Vorallem wird man selbst zu Statisten und kommt auch aus der Statistennummer nicht wieder raus.

Diese Frage sollte man sich selbst beantworten.

NatĂŒrlich kann man diese Eigenschaft erlernen. je nach Entwicklungsstand dauert das eben, wenn man es will. Man kann das schon in seine Persönlichkeit integrieren.

Ich war frĂŒher sehr schĂŒchtern. Kam aber irgendwann in die Situation viel mit Menschen zusammen zu arbeiten, zu prĂ€sentieren, VortrĂ€ge und Schulungen zu halten, auch als Dozent. Irgendwann geht das, und wenn man wirklich Lust dazu hat, dann geht das auch gut.

Vielleicht ist es besser sich selbst einmal zu fragen, in wieweit man eine Persönlichkeit ist, die extrovertiert ist, auf andere Personen zugeht. Wenn ihr dann eine Bestandsaufnahme habt, dann könnt ihr sagen, jetzt gehe ich einen kleinen Schritt weiter.

Also in der Runde etwas von sich erzĂ€hlen, aber dann den Ball einfach weitergeben mit einer Frage, jemanden ansprechen und fragen: hast Du xy auch schon einmal sowas erlebt? Oder einfach einen Fremden ansprechen und mit ihm ins GesprĂ€ch kommen. Kann man ĂŒberall ĂŒben. Man kann rhetorikkurse besuchen, aber helfen wird nur ĂŒben ĂŒben ĂŒben.


Also wenn ihr Euere Persönlichkeit entwickeln wollt, dann macht euch klar, wo ihr euch befindet und setzt euch ein realistisches Ziel, was ihr erreichen wollt.

Ich denke, auch wenn ich das jetzt etwas ĂŒbertreibe, man möge mir das nachsehen. Man kann aus einer "grauen maus" auf jeden Fall einen charmanten und interessierten GesprĂ€chspartner machen.

Denn wo wenig ist, da steckt das höchste Entwicklungspotenzial!

Die Tollen, die das alles so drauf habe, haben in der Regel Schweirigkeiten neue Strategien zu entwickeln. Ich habe das oft erlebt bei Dozenten, die so veranlagt waren. Irgendwann bleiben die stecken und wissn nicht warum.

Also nur Mut, mach Euch auf den Weg. Ihr werdet es nicht bereuen!

01.09.2011 15:50 • #4


restless67


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Warum kann ein Komiker eine Gruppe von Menschen ruckzug eine oder 2 Stunden unterhalten?

Ganz einfach: weil er genug fĂŒr so ein Programm im Kopf hat und Strategien, dieses Programm schnell anzuwenden.

Also, wenn Du 5 Minuten Menschen unterhalten kannst, dann geht Dir die Luft aus.

Aber wenn Du nachdenkst, dann schaffst Du auch 6 Minuten und dann 7 und so weiter.

Je öfter man das macht, desto mehr Möglichkeiten bleiben im Kopf hĂ€ngen und können abgerufen werden oder mit neuen Situation verknĂŒpft werde.

Aber dazu muss auch Lust und spaß bei der sache habe. Auch das geht und auch das kann man erlernen , wenn man will

So das wars jetzt aber.

Möge die Macht mit Euch sein!

01.09.2011 15:56 • #5


Chiara


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Hallo Restless,

danke fĂŒr die ErklĂ€rungen. Mein Beispiel war nur, was mir eben einfiel. Weder ist mein Mann so ein Typ, noch finde ich solche Typen wirklich bewundernswert. Fakt ist aber, dass ich keine große Tischrunden-Unterhalterin bin. Aber meistens finde ich diese Leute etwas wichtigtuerisch und nehme mir deshalb an ihnen kein Vorbild.

FĂŒr mich ist es aber etwas anderes, wenn PrĂ€sentationen oder VortrĂ€ge zu halten sind, wenn man als Dozent vorne im Raum oder als Kabarettist auf der BĂŒhne steht - in all diesen FĂ€llen HAT man zumindest anfangs die Aufmerksamkeit des "Publikums", weil man sich in einer "herausgehobenen" Position befindet. (Klar, man kann die Aufmerksamkeit dann verlieren, wenn man in dieser Position die Leute langweilt, nervt u. dgl.)

Diese FĂ€higkeiten kann man wirklich ĂŒben und natĂŒrlich auch den Inhalt, den man rĂŒberbringen will.

In einer Tischrunde aber das Wort an sich zu reißen und aus jedem Einwurf, jeder Anmerkung einen Kalauer zu machen oder zu jedem Thema einen Witz zu reißen, ist noch mal was anderes und, da denke ich: Man hat das in sich oder eben nicht.

Deshalb habe ich dieses Beispiel gebracht. Ich habe diese FÀhigkeit nicht in mir. Aber meistens vermisse ich sie auch nicht. Und ein Mann, der mir gefÀllt, muss sie auch nicht haben...

Viele GrĂŒĂŸe
Chiara

01.09.2011 23:37 • #6


PullDown


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Alle möglichen Eigenschaften vom Expartner zu ĂŒbernehmen - ob sie uns nun gut erscheinen oder nicht - halte ich nicht fĂŒr sinnvoll.
Wir sind wir und nunmal nicht perfekt und das ist gut so. Ich will sicherlich keine Eigenschaften von meinem Expartner, könnten sie noch so gut sein Oo

GrĂŒĂŸe, PullDown

02.09.2011 01:17 • #7




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