Zitat von Bumich:Was fällt dir denn dabei so schwer? Ein weiser mann meinte mal: Dumme menschen stellen Ansprüche an andere. Intelligente stellen Ansprüche an sich selbst. Wenn man es ganz Krass sieht, kannst du von niemanden überhaupt nichts Erwarten.
Mhh. Naja bei mir resultiert das wohl leider daraus, dass ich von klein auf hohe Erwartungen an mich selbst stellte. Stichwort: Perfektionismus.
Auf der anderen Seite weiß ich sehr wohl, dass ich absolut zu Hohe Ansprüche an mich habe und es so gut ist, wie ich es jetzt gerade mache. Unabhängig von den "Leistungen" der anderen. Vergleichen tut man sich weiterhin, dass ist wohl Menschlich. Nur dieses selbstzerstörerische hab ich abgelegt, weil es mich im Endeffekt nicht weiter bringt.
Hinzu kommt, dass wenn man ein Defizit hat (bei mir jetzt im Bereich Lernen/Mathe), dass man das versucht auszugleichen.
Stichwort: Beweggründe des anderen. Das weiß man nie, außer man kennt den anderen Näher.
Aber auch weiß man nie wie weit ein anderer bei dieser Erkenntnis ist, also ob er weiß, dass er im Grunde genommen viel spiegelt und in Wahrheit seine Anteile auf andere überträgt.
Nicht immer so, aber oft.
Also als Intelligenz würde ich es nicht bezeichnen, wenn man sich mot seinen eigenen überzogenen Ansprüchen und Erwartungen an sich selbst am Ende mehr schadet als alles andere.
Zitat von Bumich:Ich Frage mich dann immer: Wie würde ich mich fühlen wenn jemand meine Erwartungen an mich stellt? Und selbst wenn heraus kommt das meine jetzigen Erwartungen für mich legitim sind, bedeutet das nicht das alle anderen auch so Denken.
Guter Ansatz. Allerdings ist halt jeder anders geprägt worden hat als dementsprechend andere Werte und Normen, auf denen basierend dann eben jene Erwartungen und auch Ansprüche entstehen.
Das Weltbild spielt hier einfach ne große Rolle und auch die Fähigkeit inwieweit man andere Ansichten tolerieren oder gar akzeptieren kann ohne sich selbst "untreu" zu werden.
Solche Werte und Normen sind meist einfach so fest verankert, dass man sie nicht eknfach mal so "umstoßen" kann.
Auch ähnlich bei gewissen Überzeugungen. Ich z.b bin davon überzeugt und könnte es nicht ansatzweise tolerieren, wenn jemand, den ich kennenlerne sich als "Neonazi" outet.
Gleich raus.
Da muss man dann halt lernen zu differenzieren. Und einen guten Mittelweg zu finden zwischen, dass und das kann ich tolerieren, akzeptieren und das nicht.
Man kann einen Menschen der z.b mit so einer Ideologie aufgewachsen ist, nicht einfach "umpolen" ...entweder man kann das akzeptieren und denjenigen gehen lassen, weil du weißt dass entspricht nicht dem Bild von Mensch, den du dir als Freund wünschst oder man versucht denjenigen zu "ändern" und ihm seine Ansprüche und Erwartungen aufzudrücken (wobei seine gänzlich anders sind; inklusive der Werte und Normen, worauf Ansprüche nunmal basieren) Aber dabei selbst zu Grunde zu gehen.....sowas endet nie gut..
Hoffe du verstehst was ich meine und ich hab mich nicht zu kompliziert ausgedrückt
Zitat von Bumich:Hat man erst einmal Erwartungen an sich selbst, hat man kaum Zeit Erwartungen an andere zu stellen.
Ja, kommt auf das Maß an. Wie gesagt.
Zitat von Bumich:So viele überzogene, die schafft man selbst nicht zu erfüllen. So sieht es aus.
Für viele ist so eine Strategie ein eye-opener...bestimmt.