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Es gibt nur seine Regeln

A
Zitat von Fenjal:
Auch ich habe Verluste erlitten, schon als Kind.

So wie wir alle. Reagieren wir deshalb alle gleich? Gibt es nur ein richtig?

• x 1 #166


Y
Ich komme auch aus so einer Ehe würde ich sagen.
Er hat seine Regeln, Paarkommunikation ist kaum vorhanden gewesen. Und alle mussten seine Regeln befolgen, sonst wurde er laut.
Er hatte einen narzisstischen Vater, ich einen cholerischen, der mir gesagt hat, ich solle still halten und still sein.
Sonst bricht über meiner Mutter und mir ein Erdbeben herein.
So in etwa.

• x 2 #167


A


Es gibt nur seine Regeln

x 3


U
@Arnika
Ich habe meine Mama zwei Jahre zusammen mit meiner Schwester und meinem Vater gepflegt und nach 7 Wochen Hospiz ist sie gestorben.
Ich bin emotional, total erschöpft und traurig.
Er ist sehr sachlich, aber auch nicht ausschließlich.
In unserer Konstellation geht es einfach darum, dass mir seine sachlichen Art mir zu helfen ( er würde Ämtergänge machen, wenn das nötig wäre) nicht hilft. Was ich brauche muss ich so lange erklären oder sogar erstreiten, dass es mich zusätzlich auslaugt.

Das hat nichts damit zu tun, dass er mein Leben leben soll.
Ich möchte aber gemeinsame Regeln und nicht nur seine und das hat auch nichts mit umerziehen zu tun.

Jetzt geht unsere Beziehung schon länger durch eine schwere Zeit, meine Krise verstärkt das sicherlich. Da habe ich schon von anderen hier gelernt, geht nicht alles zusammen, muss ich nacheinander abarbeiten.

Und ja, keiner hier kennt ihn oder mich und ich kenne euch alle auch nicht.

• x 4 #168


U
Zitat von Akelei76:
@Fenjal ich finde, du vermischst hier zwei Dinge, die man durchaus auseinanderhalten sollte: die Persönlichkeit eines Menschen und seine Fähigkeit,

Gut geschrieben und trifft es auch ganz gut.

• x 1 #169


U
Zitat von Akelei76:
@Fenjal ich finde, du vermischst hier zwei Dinge, die man durchaus auseinanderhalten sollte: die Persönlichkeit eines Menschen und seine Fähigkeit, ...

Das trifft es ziemlich gut. Es geht hier nicht darum, dass mein Mann umtherapiert werden soll, damit ich mich nicht bewegen muss oder er mir passt.
Es geht darum den anderen zu sehen in dem was er braucht kann und nicht kann.

Es gibt keine Schablone für Ehe, Beziehung, Trauer, Verlust usw. Jeder ist wie er ist und ich will einfach nur meinen Weg finden.

• x 3 #170


Heffalump
Zitat von Uli83:
ich will einfach nur meinen Weg finden.

nicht rechtfertigen, bitte.

• x 3 #171


A
Zitat von Uli83:
Ich habe meine Mama zwei Jahre zusammen mit meiner Schwester und meinem Vater gepflegt und nach 7 Wochen Hospiz ist sie gestorben.
Ich bin emotional, total erschöpft und traurig.

Vielleicht ist jetzt nicht die Zeit, Entscheidungen zu treffen, an irgendwas zu arbeiten oder zu modifizieren, sondern sich erstmal zu erholen, von dieser harten Zeit.

Gönn dir Ruhe, Auszeiten und mach dich frei von Lösungen und Erwartungen. Ruh dich bitte aus. Das war ne harte Zeit

• #172


Fenjal
Zitat von Akelei76:
So wie wir alle. Reagieren wir deshalb alle gleich? Gibt es nur ein richtig?

Natürlich nicht, nur, ich erwarte nie, von niemandem, dass er um mich herumspringt, mir irgendein Angebot macht.
Ich habe gelernt, dass man Verlust, Trauer mit sich selbst ausmacht und nicht andere damit "belästigt".
Ich kenne das Maß meiner Umgebung.

• #173


U
Zitat von Akelei76:
Vielleicht ist jetzt nicht die Zeit, Entscheidungen zu treffen, an irgendwas zu arbeiten oder zu modifizieren, sondern sich erstmal zu erholen, von ...

Das hast du Recht. Ich versuche das. Heute bereite ich den Geburtstag von meinem Sohn vor.

• x 1 #174


Arnika
@Uli83 Ich würde neben so einem Mann eingehen. Brauche dafür zu viel Nähe und Streicheleinheiten. Aber ich bin auch keine, die „Regeln“ eines Mannes befolgt. Das kannst bei mir genau dreimal probieren, und dann werde ich „zu emotional“, aber richtig 😅🤣

Tut mir leid mit dem Verlust deiner Mutter. Mein Papa verstarb vor knapp 2, und jetzt bin ich zu meiner Mama gezogen, um sie zu pflegen. Ich versteh also gut, wie es dir geht.

Und genau in so Zeiten zeigt es sich halt, ob man aufs richtige Pferd gesetzt hat. Bei Schön-Wetter ists ja easy.

• x 1 #175


A
Zitat von Fenjal:
Ich habe gelernt, dass man Verlust, Trauer mit sich selbst ausmacht und nicht andere damit "belästigt".

Ok, aber vielleicht ist das das dein (legitimer) Weg, der nicht für alle gelten muss / soll. Vielleicht wollen Angehörige "belästigt" werden.

Wieso ist es eigentlich eine Belästigung, sich dem Partner oder Angehörigen zu öffnen und zu nähern? Das Gegenüber wird schon sagen, wenn er nicht mag.

Das ist hier nicht der Fall. Er geht mit ihr zur Paartherapie. Also sucht er der den Austausch. Also will er da sein.

• x 1 #176


U
@Yassa Krasse Erfahrung. Das prägt einen auf jeden Fall.

• #177


U
@Akelei76 Richtig, er will da sein.
Aber er hat selbst Dinge erlebt, auf Grund derer er so in seinen Regeln, Prinzipien etc gefangen ist. Dann übergeht er die Menschen um ihn herum und merkt es nicht. Das ist keine Absicht, er kann das nicht.
Das ist ja für ihn selbst kein Spaß, denn er bekommt ja das Echo und dafür schäme ich mich nur nicht, ich kann nicht heilig sein.
Man muss ja tiefer gehen, um hinter manches Muster zu blicken. Ich hinterfrage, warum man das tun soll, wenn man "fein mit sich ist", wie er das sagte.
Trotzdem geht er mit mir zur Therapie, also muss er ja auch etwas verändern wollen.
Fehlt mir nur einfach die Geduld und die Energie gerade oder geht unser Weg zu Ende... that's the question?

• #178


Arnika
Zitat von Fenjal:
Ich habe gelernt, dass man Verlust, Trauer mit sich selbst ausmacht und nicht andere damit "belästigt".

Da magst du altruistischer sein als ich. Mir ist in so einer Situation ziemlich wurscht, ob ich ihn damit „belästigen“ könnte. Der hat mich in die Arme zu nehmen, mich zu trösten und mein Kopfi zu streicheln. Und aus.

Und wenn das selbstbezogen sein soll, ist mir das auch recht. Ich würde eher sagen, mir meiner selbst und meinen Bedürfnissen sehr gut bewusst. Und so gut sollte mich mein Partner ja wohl auch kennen. Er kriegt das selbe ja auch von mir.

• #179


Fenjal
Zitat von Uli83:
Trotzdem geht er mit mir zur Therapie, also muss er ja auch etwas verändern wollen.

Weil du ihn in die Enge treibst, er brilliert mit verlässlichen Taten 👉 übernimmt Behördengänge, nur du erwartest anderes.
Ich persönlich würde ehrlich sein und Therapie... sorry, geschenkt.
Was soll er erkennen? Dass er anders ist als du? Das weiß er.
Immer wieder erschreckend für mich was man von Erwachsenen erwartet.
Derartige Menschen, geschlechtsunabhängig, die nicht einmal davor zurückschrecken Therapien zu benutzen um eigene Passungen am anderen anzubringen,.... schieße ich in den Wind und das zeitnah.

• #180


A


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