kaempfer, ich sage das jetzt nicht, um nett zu sein, sondern ich meine es ernst: So wie Du es hier beschreibst, hast Du Dich selbst für diese Frau verbogen und aufgegeben. Das kann nicht gut und schon gar nicht richtig für Dich sein!
Ich könnte nicht (ich hoffe, Chris verzeiht mir das!

) mit einem Vegetarier zusammen sein. Dafür ist Kochen (Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte, einfach alles) mir einfach zu wichtig. Ich müsste mich irre verbiegen, und das will ich nicht. (Und ich habe sogar mal ein halbes Jahr komplett vegetarisch gelebt, lange her, war eine Wette mit einem sehr guten Freund, der mir im Suff an den Kopf warf, ich könne gar nicht auf Fleisch verzichten.)
Beziehungsunfähig bist Du sicher nicht. Den Eindruck habe ich bei keinem hier, um ehrlich zu sein. Ich bin es auch nicht.
Ja, ich denke auch, dass ER es sich am WE gutgehen lässt. Das tut weh. Ich habe mir die Hündin unserer Nachbarn ausgeliehen, habe sie sehr gern, darf sie eine Woche behalten. Sie war früher SEIN Hund, er hat sie aus Zeitgründen weggegeben, bevor wir zusammengekommen sind. Er liebt sie immer noch total, und wir passen jeden Sommer auf sie auf. Es ist etwas, was uns verbindet, und trotzdem, jetzt ist sie bei mir, das wird mich etwas trösten und mich hoffentlich von meinen rabenschwarzen Gedanken abbringen. Ich rede die ganze Zeit mit ihr, erzähle ihr, wie sehr ich ihn vermisse.
Ich kann mir nicht vorstellen, jemals wieder glücklich zu sein. Ich bin so leer ohne ihn. Am meisten vermisse ich seinen Humor, unseren Umgang miteinander im Alltag. Es war einfach so richtig. Und selbst, nachdem er ausgezogen ist, ist etwas vom Umgang geblieben. Völlig absurd. Manchmal denke ich, vielleicht liebt er mich doch noch.