retardedlove
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ich habe mich hier angemeldet, um mir meine Sorgen von der Seele zu schreiben. Ja ich bin ein Betrüger und ja ich bin ein Mann mit einer Affäre und ja ich glaube, dass meine Affäre speziell ist und ja ich finde keinen Ausweg mehr.
Mir ist durchaus bewusst, dass ich am Ende dieses Posts nicht nur Ratschläge bekomme, sondern ganz sicher auch nen Haufen böse Beleidigungen oder böse gemeinte Kommentare wie "geschieht Dir alles ganz recht so!" Trotzdem wünsche ich egal was ihr mir schreibt, dass ihr niemals in eine solche Situation kommt. Und am Ende bitte ich euch bei euren Antworten salomonisch zu sein getreu dem Motto "Wer von euch ohne Sünde ist der werfe den ersten Stein".
Ich bin mit meiner Frau 12 Jahre zusammen davon mittlweile im 8ten Jahr verheiratet. Die Beziehung meiner Frau war immer wieder durch Störungen von außen und der nicht vorhandenen Fähigkeit ihrerseits geprägt sich nicht von ihren Eltern abnabeln zu können. Jede Entscheidung ob Umbau, Auto kauf oder sonst was führten wir mindestens zu dritt wenn nicht sogar zu viert. Es war mir egal und ich konnte auch eine gewisse Zeit darüber hinwegsehen. Meine Frau und ich führten, so denke ich kann man das sagen, kein Normalleben. Wir arbeiteten viel und mir machte die Arbeit es erträglicher über die für mich geführte Beziehung mit ihr und ihren Eltern hinweg zu sehen. Natürlich hatten wir auch gute Zeiten!
Als wir heirateten sollte natürlich ein Kind her. Wir "übten" lange aber nichts klappte. Die Vorwürfe meine Frau "ich solle mich mal testen lassen" und "Warum klappt das nicht" wurden immer schlimmer. Irgendwann kam die Zeit der "Zwangsbesamung" durch Ovolationstests. Eine grauenhafte Art und Weise auch wenn alle Frauen glauben, es gehe Männern immer nur um das eine.
Es vergingen 3,5 Jahre und nichts passierte. Unser Verhältnis war distanziert aber wir lebten eben einfach weiter zusammen. Natürlich gab es momente in mir in denen ich dachte "mensch ist das alles noch richtig" aber dadurch das wir sehr verwoben waren und ich auch einfach Angst hatte was aus mir wird habe ich den Absprung eben nicht geschafft. Ich wollte nicht in der Öffentlichkeit stehen und als der "Böse" dastehen.
Dann lernte ich eine andere Frau kennen. Sie gab mir ein gutes Gefühl und irgendwie auch wieder ein wenig Power zurück. Alles schien unfassbar unbeschwert. Sie war gut für mich. Wir verbrachten das ein oder andere Wochenende gemeinsam und natürlich war uns beiden klar, dass es nicht "richtig" ist. Aber die Vernunft spielte irgendwie zu keinem Moment eine Rolle.
Ich hätte in diesem Moment den Absprung kriegen müssen konnte es aber nicht weil meine Angst vor dem böser Mensch sein und meinem verbleib zu groß war.
Zu Hause wurde es immer unerträglicher. . Meine Frau fuhr alleine in den Urlaub damit wir uns etwas mehr Distanz geben. Als sie wieder kam war sie wirklich gut drauf und hatte für sich beschlossen mit vielen Dinge ihren Frieden zu machen. Sachen die gesagt wurden usw. Da war aber eben immer noch dieser unfassbare Kinderwunsch. Also wurde meiner Frau (ohne den Akt) Sper. von mir gespritzt. Und wie soll ich sagen 8 Wochen später stand sie vor mir und war Schwanger.
Die andere Frau war aber immer noch ein Teil meines Lebens.
Mir klingelte sofort das Satz "ein Kind flickt einen Beziehung nicht" im Kopf. Und trotzdem wollte ich natürlich da sein, helfen und für mein Kind ein guter Vater sein. Die Schwangerschaft meiner Frau war kein Spaß! Weder für sie noch für mich. Unser Kind kam zur Welt und ich war natürlich stolz wie irgendwas.
Trotzdem war da immer noch diese andere Frau. Ich konnte nicht ohne sie und ich konnte sie nicht loslassen. Natürlich gab es auch hier mittlerweile viel Streit denn die berechtigte Frage ihrerseits war "Wie kann man ein Kind mit einer Frau haben die man nicht liebt". Aber ich konnte sie nicht loslassen und ich konnte nicht mit dem Gedanken leben ohne sie zu sein.
So war ich Vater und gleichzeitig unfassbar unglücklich verliebt. Die Frau die ich liebte fing an mich zu belügen, was sieh tut, was sie mit wem macht usw. Ich wollte und konnte sie nicht teilen. Irgendwann lief zwischen uns körperlich nichts mehr aber gefühlt jeden Tag sagten wir uns das wir uns lieben und aneinander festhalten wollen. Ich konnte sie einfach nicht loslassen. UNMÖGLICH!
Ich wollte für meine Frau und mein Kind da sein bis es aus dem gröbsten raus ist und dann reinen Tisch machen.
Die Frau die ich liebte log mich weiter an. Hatte dann etwas mit jemandem und danach einen "Urlaubsflirt". Sie fing an aus ihrem Leben ein Geheimnis zu machen und ich wurde immer misstrauischer und versuchte sie zu kontrollieren. Sprach nicht mehr mit mir und mied mich wo sie nur konnte. Und ich konnte trotzdem nicht loslassen von dieser Frau. Ich glaube, dass es das erste Mal in meinem Leben ist an dem ich die große Liebe gefühlt habe.
Mittlerweile ist so ziemlich alles im Ar.. Die Frau die ich liebe kann und will mit mir anscheinend nicht mehr aufräumen. Sie lügt, weicht meinen Fragen aus und verbannt mich immer weiter aus ihren Leben und trotzdem kann ich sie nicht loslassen. Versuche des Kontaktabbruchs gehen nach 2 Tagen in die Hose weil sie dann doch mit mir sprechen will.
Zu Hause lebe ich in einer WG.
Wie geht man denn bitte mit sowas um? Was macht man nun? Wie macht man weiter oder eben aber auch nicht.
Ich bin komplett planlos und habe komplett den Überblick über richtig und falsch verloren. Ich weiss, dass mein Verhalten moralisch komplett falsch ist aber ich weiss einfach mit dieser Flut von Ablehnung, Zuneingung und zerrütteten Verhältnissen nicht mehr umzugehen.
Ich freu mich auf Meinungen oder ernstgemeinte Ratschläge.