November2018
Gast
mich beschäftigt schon seit langem etwas in meiner Beziehung, nämlich das mich manchmal das Gefühl beschleicht, dass mir etwas in der Beziehung fehlt.
Ich kann dieses Gefühl garnicht klar definieren.
Ich zähle Mal ein paar Dinge auf, die evtl die Ursache dafür sein könnte:
ich bin ein Kommunikations Menschen. Wenn etwas ist, habe ich sofort das Bedürfnis, dass mit ihm zu teilen. Ihn darauf anzusprechen.
Ebenso bin ich ein Mensch dem es wichtig ist, Verbundenheit, durch tiefsinnige Gespräche zu finden.
Nur leider weiß er bei sowas nie wirklich eine Antwort. Ebenso ist er eher der schweigsame Typ, was seine Gefühle, Gedanken angeht.
Weshalb tiefsinnige Gespräche so gut wie garnicht aufkommen.
Im Gegensatz zu mir ist er sehr unreflektiert. Oder zumindest teilt er seine Gedanken nicht auf die Weise mit mir, wie ich es brauchen würde.
Ebenso bin ich eine Analyse/ Frage Mensch, was z.b. die Probleme meines Freundes angehen. Ich Frage ganz genau nach und lege Wert darauf darüber zu reden.
Das erwarte ich dann irgendwie auch von ihm. Jedoch habe ich eher das Gefühl, dass er überhaupt nicht damit umzugehen weiß, wenn es mir Mal schlecht geht. Oder mir zumindest nicht das geben kann, was ich dann brauchen würde, wie z.b. tiefsinnige Gespräche und Sicherheit durch Worte.
Klar bemüht er sich immer darum, dass es mir gut geht. Auf seine Art.
Ich stelle die Beziehung momentan wahrscheinlich deshalb besonders in Frage, weil auf mich eine sehr schwere Zeit zu kommen wird. Da meinem Vater Krebs diagnostiziert wurde.
Zuvor war ich immer diejenige die ihn unterstützt, zugehört hat.
Nur haben sich meine Erwartungen verändert und sind mir bewusster geworden.
Ich fühle mich von anderen mehr verstanden, als von ihm.
Mir fehlt also in gewisser Weise, das nachfragen nach meinen Sorgen, dass sich nach mir erkundigen und das nicht abtun, wenn ich Mal gute Laune habe.
Auf der anderen Seite sind da noch immer schöne Momente und von all dem abgesehen habe ich noch immer Gefühle für ihn und bin sehr glücklich ihn zu haben. Er bemüht sich ja auch auf seine Weise. Habe auch schon versucht, ihm das mit dem Erkundigen zu erklären, aber ich will ihn ja auch nicht verändern, wenn das nun mal seine Art ist.
Ich bin also ziemlich hin und her gerissen, zwischen dem was ich erwarten kann und was nicht.
Was kann ich in einer Beziehung erwarten, ohne das es zu weit geht?
Woher weiß ich, dass ich ohne diese Bedürfnisse leben kann. Oder ob ich langfristig damit unglücklich sein werde? Woher soll ich wissen, dass eine Trennung richtig wäre, wenn sich der Rest gut anfühlt und diese Gefühle eh nur manchmal auftreten.
Bin ich vielleicht einfach allgemein unglücklich und suche nach was neuem, jemand der mich besser versteht, weil er eben diese Bedürfnisse nicht erfüllen kann. Oder liegt es an mir?
Vielleicht könnt ihr mir ja helfen, dieses Gedanken Wirrwarr zu entschlüsseln.
Vielen Dank.