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Eure Lebenserfahrung bezüglich Beziehungen

M

Mini94
Mitglied

Beiträge:
30
Themen:
2
Danke erhalten:
43
Mitglied seit:
Hey,
Ich denke, dass viele hier schon deutlich mehr Lebenserfahrung haben als ich und würde deshalb gerne eure Geschichten hören.
Wie oft wart ihr in eurem Leben verliebt oder in einer längeren Beziehung? Gab es einen Zeitpunkt, an dem ihr überzeugt wart, dass ihr nie wieder jemanden finden oder so lieben würdet? Hat sich dieses Gefühl irgendwann verändert?
Falls ihr heute glücklich vergeben oder verheiratet seid: Wann und wie habt ihr euren Partner kennengelernt? Hättet ihr damals gedacht, dass euch das Leben noch einmal so überraschen würde?
Und wenn ihr auf euer jüngeres Ich zurückblickt, was würdet ihr ihm in Bezug auf Liebe, Beziehungen und Trennungen mitgeben?
Ich glaube, echte Lebensgeschichten helfen oft mehr als allgemeine Ratschläge. Deshalb würde ich mich freuen, wenn ihr eure Erfahrungen mit mir teilt, weil ich manchmal bezüglich dieser Themen etwas verloren bin und überhaupt nicht erahnen kann, wo mich das Leben noch hintreibt.
Ich hoffe, dass ich die richtige Kategorie dafür gewählt habe.

x 3 #1


E
Spannendes Thema. Lachendes Gesicht
Verliebt habe ich mich einige male, mal glücklich mal unglücklich. Ich hatte langjährige Beziehungen und nach der letzten vor vielen vielen Jahren und sehr vielen gescheiterten Dating Versuchen, Enttäuschungen, Herzschmerz auch irgendwann die Hoffnung verloren..
Mittlerweile hat sich da mein Blick für geändert, noch bin ich dem richtigen nicht begegnet allerdings weiß ich dass ICH lieben kann und das meine Liebe etwas grossartiges ist, weil sie echt ist, klar und sicher. Das möchte ich nicht verlieren.. die letzte Enttäuschung ist nicht so lange her, früher hätte ich den Kopf in den Sand gesteckt und gesagt alle Männer sind gleich.. es wird doch nie was usw.
Aber ich schaue mir an wie ich mit Menschen umgehe und wie meine Absichten sind und ich weiß dass irgendwann jemand kommen wird der dies als Jackpot erkennt.
Mittlerweile bin ich sogar dankbar für die ganzen Fails, diese haben mich nämlich viel näher an mich selbst gebracht und mich erkennen lassen was ich wirklich will und was ich verdient habe! 🍀

#2


A


Eure Lebenserfahrung bezüglich Beziehungen

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Blind-Meg
Ich hatte mehrere ernste Beziehungen im Leben.
Für meine Jugendliebe bin ich bis heute dankbar, aber es war halt die Jugendliebe. Von allen Partnern bis auf den aktuellen, läge er mir heute am meisten am Herzen. Das ging damals zuende, weil ich mich in jemand anderen verliebt habe. Finde ich heute sehr schade, aber ich bin dankbar für alles, was wir hatten.
Mit dem nächsten Partner war ich 8 Jahre zusammen, von den letzten Schuljahren übers Studium bis in den Berufseinstieg hinein. Für die Zeit, die wir zusammen waren, waren wir richtig füreinander, aber haben uns dann zu weit auseinander entwickelt.
Danach kam der Mann, den ich geheiratet habe und der der Vater meiner Tochter war. Mit ihm dachte ich anfangs, jetzt wäre es perfekt, war es aber nicht. Im Grunde passten wir überhaupt nicht gut zusammen und fanden einander aber (anfangs) so toll. Während der Ehe hatte ich eine Affäre, in die ich auch sehr verliebt war; heute weiß ich, dass das mit ihm als Person übrrhaupt nichts zu tun hatte, da hätte "jeder" kommen können, der mir nur das hätte geben müssen, was ich bei meinem Mann so vermisst habe.
Von meinem Mann habe ich mich nach 10 Jahren Beziehung getrennt, aus der Affäre wurde zum Glück nichts. Mein Exmann ist dieses Jahr gestorben, meine Tochter ist jetzt also voll bei mir.
Aus der Ehe und der Affäre habe ich wahnsinnig viel gelernt über mich und meine Bedürfnisse. Und kurz nach der Trennung habe ich meinen heutigen Partner kennengelernt. Ich "wollte" keinen Mann bzw habe nicht "gesucht", habe mich maximal unabhängig gefühlt und aufs Singlesein gefreut. Aber als er des Weges kam, war irgendwie schnell klar, dass ich, wenn ich suchen würde, jemanden genau wie ihn suche. Habe mich drauf eingelassen und bin jetzt über 5 Jahre mit ihm zusammen und überglücklich.

Was ich meinem früheren Ich heute mitgeben würde: geh nicht in eine Beziehung mit dem, den du am Tollsten findest, sondern finde heraus, wer du bist, was du brauchst und wer zu dir passt. Und bleib in keiner Beziehung, in der du dich nicht zu jeder Sekunde zu 100% erwünscht, geborgen und geliebt fühlst. Ich darf diese Erfahrung jetzt glücklicherweise noch machen, aber werde auch nie mehr darauf verzichten. Im Vergleich dazu war alles davor zwar wilder und aufregender in der Schwärmerei, aber jetzt weiß ich, wie sich echte emotionale Nähe und Intimität anfühlt, das kannte ich vorher nicht. Obwohl ich mir mit 35 einbildete, den Durchblick zu haben.

Das Gefühl, nie mehr "so" lieben zu können, hatte ich nie. Meine Trennungen waren traurig, keine Frage, aber es war immer klar, dass das temporär ist und ich wieder glücklich sein werde. Was das angeht, war es wahrscheinlich sehr hilfreich, dass meine Eltern sich getrennt hatten, denn dadurch habe ich früh gelernt, dass das Leben weiter geht und man nicht um jeden Preis in einer Beziehung bleiben muss.
Heute sehe ich es sogar so, dass eine Trennung der Eltern, wenn die Beziehung nicht absolut glücklich und erfüllend ist, für Kinder das bessere Vorbild darstellt als sich zu "arrangieren" und in einer nur so halb-okayen Beziehung zu bleiben.

So halbgare Beziehungen, zu schlecht um glücklich zu sein und nicht schlecht genug um sich zu trennen, finde ich heute ganz schlimm, glaube aber leider, dass die meisten Beziehungen so sind. Ich wünsche jedem, 1x die Erfahrung einer wirklich guten und gesunden Beziehung zu machen. Dann wäre die Welt ein besserer Ort. Ich werde so eine Beziehung jedenfalls nie wieder führen, werde mich trennen wenn ich nicht mehr glücklich bin und bleibe lieber alleine als in einer halbgaren Sache auszuharren. Und ich bin dankbar für diese Erfahrung und alle davor, dle mich dorthin gebracht haben. Es word cool werden, so oder so. Mit meinem Partner, oder allein, oder mit jemand anderem, der ebenso gut passt. Jetzt ist es zu 100% perfekt und es wird nie wieder schlechter sein.

x 1 #3


Hansl
Es kommt immer anders als man denkt.🙁

#4


Worrior
@Mini94
Es freut mich dass ein junger Mensch wie Du sich ernsthafte Gedanken um dieses Thema macht.
Ich war da ein Luftikus, liebte das Abenteuer, glaubte an das was die Gesellschaft und mein Umfeld diesbezüglich vorgab.
War noch nicht fähig hinter die Kullissen zu schauen, naiv und jung.
Ich liebte das Leben und das Leben liebte mich.
Doch ich sollte lernen!

Heute, in meinem Alter ist der Deal nicht mehr der Gleiche.
Ich kann heute unmöglich den Deal eingehen den ich mit 25 oder 40 eingegangen wäre.
Den jungen Menschen wird vorenthalten dass die Vertragsgrundlage sich geändert hat, der Vertrag aber immer noch der Gleiche ist.
Immer weniger Ehen, dafür mehr Scheidungen.
Beziehungen sind flüchtig, Liebe ist inflationär.
Die Investition in eine Beziehung, materiell wie auch emotional und psychisch, ist ein 50 : 50 Risiko.
Der Preis ist hoch und festgeschrieben doch die Gegenleistung ist beliebig verhandelbar.
Loyalität hat keinen Wert mehr.

Frauen brauchen keine Männer, sie sind nicht abhängig von Männern.
Emanzipiert, beruflich erfolgreich, wohlhabend.
Das ist gut so und wird gesellschaftlich und politisch gewollt.
Ein alleinstehender Mann, wird pathologisiert.
Mit dem stimmt was nicht, das hat seinen Grund warum er alleine ist, er ist vielleicht psychisch krank, bindungsunfähig, ein Narzisst oder Frauenhasser.
Er ist gesellschaftlich nicht vollständig.

Die Männer habens verpennt, wir haben versäumt uns zu emanzipieren.
Die Väter sind schwach und haben versäumt ihren Söhnen das nötige Rüstzeug mitzugeben

Ich glaube an Liebe, ich glaube an gesunde Beziehungen zwischen Mann und Frau.
Ich glaube aber nicht daran was gesellschaftspolitisch darüber vorgegeben wird.
Mann und Frau, in einer funktionalen Beziehung, mit gegenstigem Respekt und Wertschätzung, sind glückliche Menschen die gesegnet sind und es tut diesen Menschen gut.
Eine gegensätzliche Beziehung ist inakzeptabel und sie Eigenständigkeit ist auf jeden Fall vorzuziehen, bevor die physische und psychische Gesundheit Schaden nimmt.
Doch Viele können gar nicht die Verantwortung ihres eigenen Lebens übernehmen.
Verantwortung abzulehnen oder abzugeben ist praktisch.
Schuld sind ja dann die Anderen und der mühsame Schritt bei sich selbst etwas zu ändern, der mitunter unangenehmen Wahrheit ins Auge zu sehen entfällt.

Liebe ist ein Gefühl und Gefühle können täuschen.
Liebe alleine, sei sie nun nur gefühlt oder wahrhaftig, reicht nicht alleine für eine Beziehung.
Kommst Du mit Dir selbst nicht klar wird das auch keine Beziehung kompensieren können.

x 1 #5


T
Zitat von Blind-Meg:
Was ich meinem früheren Ich heute mitgeben würde: geh nicht in eine Beziehung mit dem, den du am Tollsten findest, sondern finde heraus, wer du bist, was du brauchst und wer zu dir passt. Und bleib in keiner Beziehung, in der du dich nicht zu jeder Sekunde zu 100% erwünscht, geborgen und geliebt fühlst.


Tolle Sätze! 💯

Kann ich so unterschreiben.

x 1 #6


Nur-ein-Mensch
Zitat von Worrior:
@Mini94 Es freut mich dass ein junger Mensch wie Du sich ernsthafte Gedanken um dieses Thema macht. Ich war da ein Luftikus, liebte das Abenteuer, ...

Amen 🙏🏻

x 1 #7


Nur-ein-Mensch
Zu viele Menschen lassen sich von irgendwelchen Internetguru's das Leben erklären.

Das Problem ist,das die meisten Guru's null Ahnung haben.

Lerne wieder mehr auf dein Bauchgefühl zu hören.

Wer kann dein Leben besser leben,als du selbst.

#8