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482

Eure Lebenserfahrung bezüglich Beziehungen

M

Mini94
Mitglied

Beiträge:
39
Themen:
2
Danke erhalten:
57
Mitglied seit:
Hey,
Ich denke, dass viele hier schon deutlich mehr Lebenserfahrung haben als ich und würde deshalb gerne eure Geschichten hören.
Wie oft wart ihr in eurem Leben verliebt oder in einer längeren Beziehung? Gab es einen Zeitpunkt, an dem ihr überzeugt wart, dass ihr nie wieder jemanden finden oder so lieben würdet? Hat sich dieses Gefühl irgendwann verändert?
Falls ihr heute glücklich vergeben oder verheiratet seid: Wann und wie habt ihr euren Partner kennengelernt? Hättet ihr damals gedacht, dass euch das Leben noch einmal so überraschen würde?
Und wenn ihr auf euer jüngeres Ich zurückblickt, was würdet ihr ihm in Bezug auf Liebe, Beziehungen und Trennungen mitgeben?
Ich glaube, echte Lebensgeschichten helfen oft mehr als allgemeine Ratschläge. Deshalb würde ich mich freuen, wenn ihr eure Erfahrungen mit mir teilt, weil ich manchmal bezüglich dieser Themen etwas verloren bin und überhaupt nicht erahnen kann, wo mich das Leben noch hintreibt.
Ich hoffe, dass ich die richtige Kategorie dafür gewählt habe.

x 8 #1


E
Spannendes Thema. Lachendes Gesicht
Verliebt habe ich mich einige male, mal glücklich mal unglücklich. Ich hatte langjährige Beziehungen und nach der letzten vor vielen vielen Jahren und sehr vielen gescheiterten Dating Versuchen, Enttäuschungen, Herzschmerz auch irgendwann die Hoffnung verloren..
Mittlerweile hat sich da mein Blick für geändert, noch bin ich dem richtigen nicht begegnet allerdings weiß ich dass ICH lieben kann und das meine Liebe etwas grossartiges ist, weil sie echt ist, klar und sicher. Das möchte ich nicht verlieren.. die letzte Enttäuschung ist nicht so lange her, früher hätte ich den Kopf in den Sand gesteckt und gesagt alle Männer sind gleich.. es wird doch nie was usw.
Aber ich schaue mir an wie ich mit Menschen umgehe und wie meine Absichten sind und ich weiß dass irgendwann jemand kommen wird der dies als Jackpot erkennt.
Mittlerweile bin ich sogar dankbar für die ganzen Fails, diese haben mich nämlich viel näher an mich selbst gebracht und mich erkennen lassen was ich wirklich will und was ich verdient habe! 🍀

x 6 #2


A


Eure Lebenserfahrung bezüglich Beziehungen

x 3


Blind-Meg
Ich hatte mehrere ernste Beziehungen im Leben.
Für meine Jugendliebe bin ich bis heute dankbar, aber es war halt die Jugendliebe. Von allen Partnern bis auf den aktuellen, läge er mir heute am meisten am Herzen. Das ging damals zuende, weil ich mich in jemand anderen verliebt habe. Finde ich heute sehr schade, aber ich bin dankbar für alles, was wir hatten.
Mit dem nächsten Partner war ich 8 Jahre zusammen, von den letzten Schuljahren übers Studium bis in den Berufseinstieg hinein. Für die Zeit, die wir zusammen waren, waren wir richtig füreinander, aber haben uns dann zu weit auseinander entwickelt.
Danach kam der Mann, den ich geheiratet habe und der der Vater meiner Tochter war. Mit ihm dachte ich anfangs, jetzt wäre es perfekt, war es aber nicht. Im Grunde passten wir überhaupt nicht gut zusammen und fanden einander aber (anfangs) so toll. Während der Ehe hatte ich eine Affäre, in die ich auch sehr verliebt war; heute weiß ich, dass das mit ihm als Person übrrhaupt nichts zu tun hatte, da hätte "jeder" kommen können, der mir nur das hätte geben müssen, was ich bei meinem Mann so vermisst habe.
Von meinem Mann habe ich mich nach 10 Jahren Beziehung getrennt, aus der Affäre wurde zum Glück nichts. Mein Exmann ist dieses Jahr gestorben, meine Tochter ist jetzt also voll bei mir.
Aus der Ehe und der Affäre habe ich wahnsinnig viel gelernt über mich und meine Bedürfnisse. Und kurz nach der Trennung habe ich meinen heutigen Partner kennengelernt. Ich "wollte" keinen Mann bzw habe nicht "gesucht", habe mich maximal unabhängig gefühlt und aufs Singlesein gefreut. Aber als er des Weges kam, war irgendwie schnell klar, dass ich, wenn ich suchen würde, jemanden genau wie ihn suche. Habe mich drauf eingelassen und bin jetzt über 5 Jahre mit ihm zusammen und überglücklich.

Was ich meinem früheren Ich heute mitgeben würde: geh nicht in eine Beziehung mit dem, den du am Tollsten findest, sondern finde heraus, wer du bist, was du brauchst und wer zu dir passt. Und bleib in keiner Beziehung, in der du dich nicht zu jeder Sekunde zu 100% erwünscht, geborgen und geliebt fühlst. Ich darf diese Erfahrung jetzt glücklicherweise noch machen, aber werde auch nie mehr darauf verzichten. Im Vergleich dazu war alles davor zwar wilder und aufregender in der Schwärmerei, aber jetzt weiß ich, wie sich echte emotionale Nähe und Intimität anfühlt, das kannte ich vorher nicht. Obwohl ich mir mit 35 einbildete, den Durchblick zu haben.

Das Gefühl, nie mehr "so" lieben zu können, hatte ich nie. Meine Trennungen waren traurig, keine Frage, aber es war immer klar, dass das temporär ist und ich wieder glücklich sein werde. Was das angeht, war es wahrscheinlich sehr hilfreich, dass meine Eltern sich getrennt hatten, denn dadurch habe ich früh gelernt, dass das Leben weiter geht und man nicht um jeden Preis in einer Beziehung bleiben muss.
Heute sehe ich es sogar so, dass eine Trennung der Eltern, wenn die Beziehung nicht absolut glücklich und erfüllend ist, für Kinder das bessere Vorbild darstellt als sich zu "arrangieren" und in einer nur so halb-okayen Beziehung zu bleiben.

So halbgare Beziehungen, zu schlecht um glücklich zu sein und nicht schlecht genug um sich zu trennen, finde ich heute ganz schlimm, glaube aber leider, dass die meisten Beziehungen so sind. Ich wünsche jedem, 1x die Erfahrung einer wirklich guten und gesunden Beziehung zu machen. Dann wäre die Welt ein besserer Ort. Ich werde so eine Beziehung jedenfalls nie wieder führen, werde mich trennen wenn ich nicht mehr glücklich bin und bleibe lieber alleine als in einer halbgaren Sache auszuharren. Und ich bin dankbar für diese Erfahrung und alle davor, dle mich dorthin gebracht haben. Es word cool werden, so oder so. Mit meinem Partner, oder allein, oder mit jemand anderem, der ebenso gut passt. Jetzt ist es zu 100% perfekt und es wird nie wieder schlechter sein.

x 15 #3


Hansl
Es kommt immer anders als man denkt.🙁

x 4 #4


Worrior
@Mini94
Es freut mich dass ein junger Mensch wie Du sich ernsthafte Gedanken um dieses Thema macht.
Ich war da ein Luftikus, liebte das Abenteuer, glaubte an das was die Gesellschaft und mein Umfeld diesbezüglich vorgab.
War noch nicht fähig hinter die Kullissen zu schauen, naiv und jung.
Ich liebte das Leben und das Leben liebte mich.
Doch ich sollte lernen!

Heute, in meinem Alter ist der Deal nicht mehr der Gleiche.
Ich kann heute unmöglich den Deal eingehen den ich mit 25 oder 40 eingegangen wäre.
Den jungen Menschen wird vorenthalten dass die Vertragsgrundlage sich geändert hat, der Vertrag aber immer noch der Gleiche ist.
Immer weniger Ehen, dafür mehr Scheidungen.
Beziehungen sind flüchtig, Liebe ist inflationär.
Die Investition in eine Beziehung, materiell wie auch emotional und psychisch, ist ein 50 : 50 Risiko.
Der Preis ist hoch und festgeschrieben doch die Gegenleistung ist beliebig verhandelbar.
Loyalität hat keinen Wert mehr.

Frauen brauchen keine Männer, sie sind nicht abhängig von Männern.
Emanzipiert, beruflich erfolgreich, wohlhabend.
Das ist gut so und wird gesellschaftlich und politisch gewollt.
Ein alleinstehender Mann, wird pathologisiert.
Mit dem stimmt was nicht, das hat seinen Grund warum er alleine ist, er ist vielleicht psychisch krank, bindungsunfähig, ein Narzisst oder Frauenhasser.
Er ist gesellschaftlich nicht vollständig.

Die Männer habens verpennt, wir haben versäumt uns zu emanzipieren.
Die Väter sind schwach und haben versäumt ihren Söhnen das nötige Rüstzeug mitzugeben

Ich glaube an Liebe, ich glaube an gesunde Beziehungen zwischen Mann und Frau.
Ich glaube aber nicht daran was gesellschaftspolitisch darüber vorgegeben wird.
Mann und Frau, in einer funktionalen Beziehung, mit gegenstigem Respekt und Wertschätzung, sind glückliche Menschen die gesegnet sind und es tut diesen Menschen gut.
Eine gegensätzliche Beziehung ist inakzeptabel und sie Eigenständigkeit ist auf jeden Fall vorzuziehen, bevor die physische und psychische Gesundheit Schaden nimmt.
Doch Viele können gar nicht die Verantwortung ihres eigenen Lebens übernehmen.
Verantwortung abzulehnen oder abzugeben ist praktisch.
Schuld sind ja dann die Anderen und der mühsame Schritt bei sich selbst etwas zu ändern, der mitunter unangenehmen Wahrheit ins Auge zu sehen entfällt.

Liebe ist ein Gefühl und Gefühle können täuschen.
Liebe alleine, sei sie nun nur gefühlt oder wahrhaftig, reicht nicht alleine für eine Beziehung.
Kommst Du mit Dir selbst nicht klar wird das auch keine Beziehung kompensieren können.

x 22 #5


T
Zitat von Blind-Meg:
Was ich meinem früheren Ich heute mitgeben würde: geh nicht in eine Beziehung mit dem, den du am Tollsten findest, sondern finde heraus, wer du bist, was du brauchst und wer zu dir passt. Und bleib in keiner Beziehung, in der du dich nicht zu jeder Sekunde zu 100% erwünscht, geborgen und geliebt fühlst.


Tolle Sätze! 💯

Kann ich so unterschreiben.

x 5 #6


Nur-ein-Mensch
Zitat von Worrior:
@Mini94 Es freut mich dass ein junger Mensch wie Du sich ernsthafte Gedanken um dieses Thema macht. Ich war da ein Luftikus, liebte das Abenteuer, ...

Amen 🙏🏻

x 2 #7


Nur-ein-Mensch
Zu viele Menschen lassen sich von irgendwelchen Internetguru's das Leben erklären.

Das Problem ist,das die meisten Guru's null Ahnung haben.

Lerne wieder mehr auf dein Bauchgefühl zu hören.

Wer kann dein Leben besser leben,als du selbst.

x 8 #8


E
@Worrior unglaublich tolle Antwort! 🙏🏻

x 1 #9


Balu85
hui hui huiuiuiui.....
Zitat von Mini94:
Wie oft wart ihr in eurem Leben verliebt oder in einer längeren Beziehung?

Was ist eine längere Beziehung? Einmal 2 1/2 Jahre einmal 15 1/2 Jahre (wobei letztere naja.....da kann man sich streiten wann die vorbei war). Die anderen 3 waren 1 Jahr oder kürzer
Zitat von Mini94:
Gab es einen Zeitpunkt, an dem ihr überzeugt wart, dass ihr nie wieder jemanden finden oder so lieben würdet?

Das "so" ignoriere ich mal, weil ich denke das es auch immer irgendwie ein wenig anders ist. Aber die Antwort ist :ja
Zitat von Mini94:
Hat sich dieses Gefühl irgendwann verändert?

hm....kann ich dir sagen wenn ich dann in die Kiste steige.
Zitat von Mini94:
Und wenn ihr auf euer jüngeres Ich zurückblickt, was würdet ihr ihm in Bezug auf Liebe, Beziehungen und Trennungen mitgeben?

Das ist von allen irgendwie die interessanteste aber auch schwerste Frage. Einerseits könnte ein Rat an das jüngere Ich ja auch zur Folge haben das "Dinge" gar nicht erst geschehen die man aber trotz allem nicht missen möchte. Meine Tochter z.B.
Aber als grobe Faustregeln:
- Höre auf dein Bauchgefühl, es stimmt und wenn es sich meldet dann ergründe warum.
- Wenn die Taten sich mit Worten nicht ein einklang bringen lassen zählen die Worte nichts
- Heirate nicht....heirate blooooos nicht. Braucht kein Mensch, kostet nur und zählt nen feuchten Furz, wer dich liebt braucht auch keine Trauschein als "Beweis".
- Mach ne Rechtsschutz all inklusiv ohne das davon jemand was weiß.

x 4 #10


M
Hi @Mini94,

schön, dass du echte Geschichten hören möchtest!

Kennengelernt habe ich meinen Mann als wir Kinder waren. Wir waren Nachbarn in einer Großstadt, eine Sandkastenliebe sozusagen. Zwinkerndes Gesicht

Am Anfang konnten wir uns überhaupt nicht ausstehen, er hat mich immer geärgert und Papierschnipsel in mein Haar geschossen.

Wir hatten denselben Freundeskreis und näherten uns langsam an. Später wurden wir Freunde und weil wir einander nie beeindrucken wollten, waren wir von Anfang an wir selbst.

Eines Tages hatte ich plötzlich über Nacht 1000 Schmetterlinge im Bauch, wenn ich an ihn dachte. Er sagte, er war damals schon längst verliebt.

Meine Familie zog berufsbedingt um, uns trennten 800 Kilometer voneinander und wir führten einige Jahre eine Fernbeziehung, bis wir entschieden haben, nach der Volljährigkeit zusammenzuziehen. Wir wollten wissen, ob es eine Zukunft hat. Letztes Jahr feierten wir zwei Jahrzehnte und wir haben eine Familie gegründet.

Ich wollte nie heiraten und er hat lange warten müssen. Was Ehen betrifft war ich ein gebranntes Kind, in meiner Familie sind fast alle getrennt oder geschieden. In seiner Familie haben die meisten jung geheiratet und sind bis ins hohe Alter glücklich miteinander.

Ich bin unheimlich froh, dass er meine anfängliche Skepsis gegenüber der Ehe nicht als mangelnden Beweis für meine Liebe gesehen hat. Du siehst also, wie sehr das Elternhaus Beziehungsmuster prägen kann.

Das Leben hatte auch für uns Herausforderungen parat, ich wurde krank und habe viel darüber nachgedacht, was ich mir im Leben wünsche. Ich dachte darüber nach, dass wenn ich alt werde, meinen Mann an meiner Seite haben möchte und es bereuen würde, wenn ich keine lebenslange Verbindung mit ihm probiere. Das Bild war plötzlich sehr klar und ich wollte einmal im Leben richtig mutig sein. Also haben wir geheiratet und im Nachhinein ärgere ich mich, dass wir es nicht schon eher getan haben.

Ich denke, eine gute Beziehung ist Glückssache und man muss sie auch wollen und viel investieren. Hilfreich ist, wenn die Werte der Partner ähnlich sind und die Anziehung immer gegeben bleibt.

Schwierig wird es, wenn der Respekt verloren geht oder sich bei grundlegenden Themen wie Kinder, Finanzen, Wohnort usw. die Meinungen zu stark unterscheiden. Denn dann wird immer jemand das Gefühl haben, für den anderen zurückgesteckt zu haben.

Wir sind nicht mehr die Menschen von damals, aber hatten das Glück, gemeinsam zu wachsen. Eine gemeinsame Kommunikation mussten auch wir erst lernen, aber ohne geht’s aus meiner Sicht nicht. Für mich zeigt sich wahre Liebe auch darin, den Menschen so zu lieben, wie er heute ist und nicht nur, wie er damals war.

Ob es den „Einen“ oder die „Eine“ gibt, weiß ich nicht. Auf alle Fälle gibt es immer wieder Menschen, die für gewisse Lebensabschnitte gut zueinander passen, wie erste Liebe, Familiengründung usw. Und manche Dinge wie Krisen müssen einfach ausgehalten werden, wenn man eine langfristige Beziehung möchte.

Gefährlich wird es, wenn Krisen von „innen“ kommen, wie Kommunikationsprobleme, falsche Erwartungshaltung, Vertrauensverlust, Untreue, nachlassende Gefühle usw. Diese sind meiner Erfahrung nach schwieriger zu bewältigen als Krisen von „außen“, die die Beziehung im Nachhinein oft stärken.

Was ich meinem jüngeren Ich raten würde? Geduld haben und mehr auf das Leben freuen und genießen, statt es kontrollieren zu wollen.

Was die Zukunft betrifft, können wir natürlich keine Prognosen sagen, nur dass es für uns es wert war, diese Schritte gemeinsam gemacht zu haben.

x 11 #11


Blindfisch
Wo soll man (ich) anfangen? Aufgrund einer körperlichen Einschränkung war der blinde Fisch zu kindeszeiten 4x zur Kur. Die 4. Kur....in Bad Kösen....da traf ich Sie...Ich war 10...sie war 11...meine erste "Liebe"....Christin so war ihr Name...wir haben uns geküsst aber unsere Zeit war begrenzt. Es folgte Anja W. ...meine 2. Liebe...eine Klassenkameradin....schüchtern, intelligent...ein Traum. Das war in der 9. Klasse glaub ich....oder 10. Klasse. Sie war nicht meine Liga....bzw ich war nicht ihre Liga. Es folgten ein paar Bekanntschaften mit denen ich eine gute Zeit verbringen durfte, aber die große Liebe wie ich sie zum ersten Mal wie bei Christin erlebt habe, kam nie wieder. Wie sagt man so schön: Die erste Liebe vergisst man nicht. Träume ich von ihr? Stelle ich mir vor, wie es mit ihr gelaufen wäre? Nein! Es war eine Momentaufnahme. Nicht mehr oder Weniger. Nachdem mein Wunsch Psychologie zu studieren nach 8 Wartesemeter nicht in Erfüllung ging (3. Abiprüfungfach Psychologie), habe ich eine Lehre (2001) begonnen, im öffentlichen Dienst. Da habe ich meine Frau kennengelernt. Sie war ein Lehrjahr über mir....auf einem anderen Amt. 2002 sind wir zusammen gekommen. Wochenendbeziehung war angesagt. 160 km haben uns getrennt. Wer sich auskennt, der weiß das es zur der Zeit nicht so leicht war, den Arbeitgeber zu wechseln. 2011 war es soweit. Ich habe Arbeit in ihrer Nähe gefunden (bin immer noch in der Firma) und ich bin zu ihr gezogen. Ins Haus ihrer Oma. Wir haben die Oma noch zwei Jahre gepflegt, bis es nicht mehr sein sollte. Kinder....wir wollten Kinder...wir haben den Wunsch zurück gestellt. Meine Frau hat ein Fernstudium begonnen...5 Jahre nebenbei studieren...Ich habe ihr so gut es ging den Rücken frei gehalten...und dann war es soweit: wir haben 2 wundervolle Kinder. Unser Leben dreht sich um die Kinder und um das Grundstück. Das Haus ist fertig saniert. Und unsere Beziehung hat sich in eine Richtung entwickelt, die nicht gut ist. Schleichend, kaum wahrnehmbar. Wir funktionieren nebeneinander. Wir drehen uns um die Kinder und um die Aufgaben die nötig sind. Das haben wir erkannt. So geht es nicht gut aus. In der Beziehung mit Kindern müssen wir 3 Rollen wahrnehmen: uns selbst als Individuum, als Vater/Mutter und als Liebhaber/Liebhaberin. Fehlt eine Komponente wird es nicht gut ausgehen. Das haben wir vernachlässigt aber mittlerweile erkannt. Wir nehmen unsere Rolle als Eltern ernst, nehmen uns auch Zeit nur für uns beide und nehmen auch Auszeiten für uns allein. Ist das ein Garant für die Ewigkeit? Wer weiß, wir halten mittlerweile 24 Jahre aus. Es ist/war nicht immer einfach. Die Gefühle wie am Anfang sind weg. In meinen Augen völlig normal. "Liebe" ist für mich kein Gefühl. Es ist eine Entscheidung, jeden Tag sich für die Frau zu entscheiden. Für die Familie und für das Leben das man sich aufgebaut hat. Liebe ich meine Frau wie am Anfang? Dieses kribbeln, diese Freude sie zu sehen? Nein! Das ist unrealistisch. Entscheide ich mich für Sie jeden Tag? Absolut Ja.

x 17 #12


Balu85
Zitat von Blindfisch:
Dieses kribbeln, diese Freude sie zu sehen? Nein! Das ist unrealistisch. Entscheide ich mich für Sie jeden Tag?

Manchmal denke ich, das dieses Kribbeln einigen fehlt und sie dieses irgendwann anderweitig suchen.

x 2 #13


ElGatoRojo
Zitat von Balu85:
Manchmal denke ich, das dieses Kribbeln einigen fehlt und sie dieses irgendwann anderweitig suchen.

Du kannst dieses "Kribbeln" nicht willentlich erzeugen. Es kommt wie es kommt, führt quasi ein Eigenleben. Ist aber am aktivsten in jungen Jahren -- sieht aber auch so um 30 oder 50 gern noch einmal vorbei. Vertrau darauf, es ist existent

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Balu85
Zitat von ElGatoRojo:
Du kannst dieses "Kribbeln" nicht willentlich erzeugen. Es kommt wie es kommt, führt quasi ein Eigenleben. Ist aber am aktivsten in jungen Jahren -- sieht aber auch so um 30 oder 50 gern noch einmal vorbei. Vertrau darauf, es ist existent

ich wollte damit nicht sagen das es dieses nicht gibt, oder das es nur jüngere Menschen (ist ja eh relativ) erleben. Sondern eher das manche dieses Kribbeln brauchen....und suchen. Und dabei vielleicht auch übersehen das Liebe auch anders oder mehr sein kann.

x 8 #15


A


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