Aminus
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da ich momentan unglaublich verzweifelt bin und hier schon länger mit lese habe ich mich angemeldet um meine Trauer nieder zu schreiben.
Eckdaten:
Sie: 31,w
Ich: 26,w
Vor fünf Jahren hab ich meine seit 6 Tagen ex Freundin kennen gelernt. Es war von Anfang an eine sehr leidenschaftliche, Streit reiche Beziehung mit viel Sex, Streit und Komplikationen
Viele Phasen unserer Beziehung waren Phasen einer Fernbeziehung da ich in einer Branche arbeite in der man viel reisen muss, sie hat darunter gelitten, ich hatte versprochen mir was anderes zu suchen was ich dieses Jahr in die Tat umsetzen wollte
Aber dazu kommt es jetzt nicht mehr.
Anfang Januar, kurz bevor ich auf dem Weg nach Hause war (nach drei monatigen Auslandsaufenthalt) stritten wir per wa (war leider als ich im Ausland war außer Telefonieren unser Haupt Kommunikationsmittel)
Also kam ich zu Hause an und sie wollte mich nicht sehen.
Da ich ein seltsames Körpergefühl hatte informierte ich meine Mutter die selber Ärztin ist und mich gleich ins Krankenhaus schickte. Nach Tagen der Vermutung etc kam die Diagnose: Brustkrebs
Mit meiner Partnerin lief es dann wieder, sie wollte mich sehen, alles gut
Doch die Diagnose zog mir regelrecht dem Boden unter den Füßen weg und ich beschloss einen folgenschweren Fehler.
Ich hab sie angelogen. Ich sagte ich war bei einem Psychologen der ein Burn Out diagnostiziert hat und geh in eine Privatklinik in der ich eine Therapie mache. Da sie immer sagte bei meinem Stunden Pensum würde ich iwann kaputt gehen glaubte sie mir das sofort. Weiter sagte ich dass sie dort Kontakt nach außen abraten, Besuche sowieso.
Sie glaubte mir und ich ging tatsächlich in eine Klinik, aber eben in keine für psychische Erkrankungen sondern Krebs.
Ich wurde dort behandelt, ging durch die Hölle und konnte meiner Freundin nichts davon erzählen. Musste sogar für den kurzen Kontakt iwelche Sachen erfinden bezüglich Burn Out etc.
Selber schuld. Warum hab ich gelogen? Mir war klar dass mein Haarausfall schlimmer wird, dass meine Brüste bzw. eine weg kommt, dass ich aussehen werde wie ich jetzt tatsächlich aussehe. wie ein Monster.
Ich war eine von der Natur sehr gesegnete, hübsche Frau. und jetzt. naja
Ich wollte nicht dass SIE, meine große Liebe, mein ein und alles mich jemals so sehen muss. Ich konnte und kann den Gedanken immer noch nicht ertragen.
Sie merkte iwann dass etwas nicht stimmt, dass ich lüge. Hat mich immer und immer wieder gefragt ob ich wirklich dort sei wo ich sage dass ich wäre, hat dort angerufen und Natürlich war ich nicht da. Ich sagte ich hätte dort um Anonymität gebeten und deshalb verneinen die mich. Sie hat es geschluckt, geglaubt sicher nicht.
Ich bin seit zwei Wochen zu Hause. Pause bevor am Montag die Chemo beginnt. ich wollte und konnte sie in der Zeit nicht sehen bzw. ich wollte sie unbedingt sehen. aber nicht dass sie mich so sieht. hab mir immer Ausreden einfallen lassen. sie wurde skeptischer. hat mit Schluss machen gedroht
Hat es dann letze Woche Freitag auch gemacht. Ich wollte mit ihr reden es erklären verstrickte mich nur weiter.
Gestern brach ich meine Lügen und erzählte ihr die Wahrheit. Aber auch nur am Telefon, noch immer war die Angst und alles zu groß dass sie mich so sieht
Sie wollte sofort zu mir, für mich da sein. am Montag mit in die Klinik
Die Krankheit mit mir gemeinsam überstehen.
Aber das kann ich nicht annehmen. Ich will nicht dass so etwas schlechtes, so grausames mit uns in Verbindung steht.
Dann der Schock:
Sie machte Schluss. Will keine Beziehung in der sie nicht für ihre Partnerin da drin darf und sie sagte mir sie hat die Lügen gespürt und sich seit Wochen distanziert, eine Frau kennen gelernt mit der nichts läuft, dafür liebt sie mich viel zu sehr aber sie wünschte sie könnte ihre Gefühle erwidern, diese Frau hätte ihre Liebe wirklich verdient.
Jetzt. jetzt habe ich alles verloren. die Chancen meiner Genesung sind nicht die besten und vor allem. ich muss da am Montag hin. wie eine Löwin kämpfen und denke nur an sie. der Schmerz frisst mich auf. ich hasse mich selbst. hasse diese lüge aber hab durch die Krankheit so Ekel und Angst entwickelt dass ich ihr nicht gewehren kann mich zu sehen. Es geht nicht, Blockade. Ich kriege Anfälle etc wenn ich nur daran denke.
Ich dachte ich könnte die Lüge aufrecht erhalten, kämpfen und siegen und weiter leben. Sie heiraten und glücklich sein. Egal wie es jetzt ausgeht. so wirklich wollen tue ich jetzt nicht mehr.
Diese Frau. sie ist meine Traumfrau. Ich hab oft und viel falsch gemacht, sie auch. Aber wir haben immer gekämpft und an allem gearbeitet. und jetzt ist sie weg und mein Gefühl sagt mir sie wird sich in die andere verlieben, glücklich werden, mich vergessen. und was aus mir wird. das zeigt sich ohnehin erst. ich bin unheimlich verzweifelt
Entschuldigt. ich glaube der Text ist nicht wirklich gegliedert. ich hab versucht sachlich zu bleiben.
Danke fürs lesen