ellen1977
Mitglied
- Beiträge:
- 63
- Themen:
- 8
- Danke erhalten:
- 48
- Mitglied seit:
Wir haben oft darüber gesprochen. Er öffnet sich dazu nur mit Alk.. Ich habe gehofft, verstanden. gedrängt, nicht gedrängt. Seit etwa einem Jahr mache ich überhaupt keinen Druck mehr. Von ihm kommt trotzdem kein Schritt. Zwar sagt er, wir müssten wieder Sex haben, verfolgt das Thema aber nicht weiter. Auch nach einem Urologenbesuch und Medikamenten hat er nichts unternommen. 1Tablette gemeinsam, die anderen Tabletten alleine. Rezept auslaufen lassen.
Nun haben wir mal erneut darüber gesprochen. Dabei erfuhr ich, dass er wöchentlich P. schaut. Daran stört mich nichts. Verletzend finde ich, dass ich alles "zufällig" erfahre und er über seine Sexualität kaum offen spricht und Veränderungen ausbleiben.
Ich habe mich emotional zurückgezogen. Er bemerkt, dass ich gelassener geworden bin, sagt auch, wir dürften uns nicht auseinanderleben. Dabei scheint er nicht zu verstehen, warum ich mich entferne.
Ich wünsche mir, dass er das Problem erkennt und sich selbst Hilfe holt. Inzwischen glaube ich jedoch kaum noch daran.
Vor Kurzem habe ich einen Kumpel von ihm besser kennengelernt. Wir waren sofort auf einer "Welle". Haben uns auch schon zufällig alleine getroffen u gemerkt, dass es sich gut anfühlt. Es hat mir gezeigt, wie sehr mir Begehren und Nähe fehlen.
Ich möchte meinen Freund natürlich nicht betrügen. Gleichzeitig weiß ich: Ein Leben ohne Sex möchte ich nicht.
Unsere Beziehung hat viele schöne Seiten. Aber reicht das ohne einen für mich wesentlichen Teil?
Kennt das jemand? Hat sich nach Jahren ohne sexuelle Nähe noch etwas verändert, oder kam irgendwann der Punkt, an dem ihr emotional zu weit entfernt wart?