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Ewige Versprechen, Wohnungssuche und die Sorge um die F

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Lieber @Matthias51 , so einen Umbruch haben hier leider schon ganz viele erleben müssen und die meisten hier hatten zu Beginn die Angst, das nicht zu schaffen. Aber es geht, jeden Tag kleine Schritte machen, nicht zu weit in die Zukunft denken, sondern einfach jeden Tag auf sich zukommen lassen und dir Dinge tun, die man gerne tut.
Du hast einen Hund? Prima, Tiere sind die perfekten Tröster und tragen dich auch durch ganz schwere Zeiten. Und man muss sich kümmern, Ergo muss man aufstehen, sie füttern, für sie einkaufen, mit ihnen rausgehen. Alles Dinge, die wichtig sind, um eine Struktur aufrecht zu erhalten. Mein Credo war und ist: einfach nur den heutigen Tag überleben und eine Kleinigkeit schaffen, zb Wohnungsinserate gucken, etwas einkaufen, Umzugskisten packen, Freunde treffen. Und schauen, dass man isst, schläft und sich bewegt, auch wenn man sich zuweilen dazu zwingen muss. Alles Liebe für dich!

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M
Vielen Dank für eure lieben Antworten.
Hat mir schon sehr wohl getan.
Weil einige nachgefragt haben, möchte ich euch hier meine gesamte Geschichte und die aktuelle Situation ausführlicher erzählen...

Ich habe eine Co-Abhangigkeitsstörung zu meiner Mutter gehabt. Ich bin jetzt 51 und lebe im Haus meiner Mutter. Seit über 10 Jahren Betreue ich sie, seit 3 Jahren Pflege ich sie. Ich hatte als 5 jähriges Kind eine Überdosis Narkosemittel bekommen und davon eine Nervenstörung. Ich hatte eine Zitternde rechte Hand. In DDR Zeiten wurde das nicht richtig behandelt und meine Mutter mit uns 2 Kindern etwas überlastet. Mein Vater war Trinker und meine Mutter kümmerte sich allein um mich was ihr nicht immer ganz ohne zu schlagen gelang. Das ging recht lange so. Ich entwickelte eine Abhängigkeitsstörung unter Angst. Diese Nervenstörung wurde besser macht sich aber heute noch unter Stress als Zucken bemerkbar. Das hat mich bis heute beeinflusst im sozialen wie beruflichen Leben. Ich bin im Haus geblieben. Die meisten Beziehungen scheiterten an diesem Zustand, auch weil sie die emotionale Abhängigkeit spürten. Ich hatte mir trotzdem meine Träume erfüllt. ich war DJ mit eigener Discothek. Hab Fotograf gelernt und bei der Presse gearbeitet. Was eine der bedeutendsten Zeiten war. Habe in vielen Berufen gearbeitet bis ich als Hausmeister gleich nebenan die Erfüllung fand. Nach 10 Jahren in denen ich Single war, ging es meiner Mutter immer schlechter. Ich musste mehr Aufgaben übernehmen, bis ich irgendwann vor der gesamten Verantwortung stand, Haus, Ländereien, Garten, Pflege. Das war zu viel für mich. Ich kannte das nicht. Ich wurde innerhalb eines Jahres sehr krank. Bis mich starke Panikattacken kaum noch nach Hause fahren ließen. Unbewusst hatte ich mich schon früher in unseren, dann "meinen" 2000 qm großen Garten zurück gezogen. Das war mein Ort zum Kraft tanken. Ein Ort den ich als Ökogarten in 15 Jahren aufbaute. Ich habe den Garten dann bei Instagram präsentiert, was mich wieder etwas aufbaute. In dieser schlechten Situation tauchte meine Ex auf, wie ein Engel. Wir waren sofort Feuer und Flamme... Obwohl ich es nicht glauben konnte hab ich mich darauf eingelassen. Wir hatten viel gemeinsam. Trinkende Väter, eine nicht so gut Kindheit und das Verlangen nach tiefer Nähe. Ich glaube das erste halbe Jahr haben wir überall nur Händchen gehalten. Sie hatte Taini- träume und liebte meinen Garten. Sie hat sich gleich reingehängt. Sie hat mein Leben akzeptiert, sie hat mir jeden Tag Hoffnung auf Heilung gemacht. Sie hat gespürt das ich gar nicht so anders war als sie. Sie ist noch verheiratet, hat 2 Kinder und ich denke ich war auch ihre Ablenkung um von ihrem Mann mehr Abstand zu gewinnen und aus diesem Käfig zu entfliehen. Ihre Wohnung sah nach einem Jahr Einzug aus wie auf dem Sprung zum gleich wieder ausziehen.
Sie hatte so viele Freunde, ich keine. Es war für mich sehr anstrengend aber ich liebte sie, ihr Kinder, ihre Freunde.
Wir haben uns gegenseitig aus dem Tief gezogen. Bei ihr ging es schneller und ich denke sie hat gemerkt wenn sie sich nicht trennt werde ich die emotionale Last mit zu ihr nehmen und ihr die Verantwortung für mein Leben überlassen. Sie hatte sich schon 3 Monate vor der Trennung etwas zurück gezogen. Ich verstand das und hab ihr den Freiraum gelassen. Dann verließ sie mich mit den Worten; ich hab dich wirklich noch lieb aber Du bist in einem goldenen Käfig gefangen und ich bin dein Rettungsanker. Ich bin nicht dein Therapeut.
Die Trennung war ein riesiger Knall für mich und ich erkannte meine Themen.
Und eigentlich müsste ich ihr noch dankbar sein für die Trennung.
Aber es ist so unendlich schwer so kurz vor der Heilung die Liebe zu verlieren auch wenn ich weiß es gab keinen anderen Weg. Meine Panik eine Wohnung zu suchen ist auch nur das weglaufen vor der Verantwortung. Das will ich nicht. Ich habe erkannt was mein Thema ist, brauche aber den räumlichen Abstand.
Meiner Mutter steht jetzt eine große OP bevor und da habe ich alles organisiert und stehe ihr natürlich auch bei Seite.
Es kam eben alles auf einmal.
So als würde man erwachsen geboren und fängt als kleiner Junge an.
Als der Junge in mir der nie erwachsen werden durfte oder sollte.
Die CoDa Selbsthilfegruppe dreht sich um dieses Thema.
Liebe Grüße an Euch und DANKE

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Ewige Versprechen, Wohnungssuche und die Sorge um die F

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.... Wir waren knapp über 2 Jahre zusammen....

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VictoriaSiempre
Vielleicht solltest Du einen Schritt nach dem anderen gehen? Im Moment hast Du mit Deinem Liebeskummer genug zu tun, da musst Du mit der Wohnung nichts überstürzen. Guck Dich in Ruhe um, vielleicht ergibt sich schnell etwas, aber Du solltest nicht das Erstbeste nehmen.

Wie soll es denn mit der Pflege Deiner Mutter laufen, wenn Du ausgezogen bist? Gehört das Haus Deiner Mutter oder auch Dir oder ist es gemietet? Ist der Garten für Dich ein schönes, erholsames Refugium oder Belastung (hab da ein sowohl als auch interpretiert)? Gibt es die Möglichkeit, das Haus so umzubauen/zu gestalten, dass Ihr 2 abgeschlossene Wohnungen habt (oder ist es vielleicht schon so)?

Ja, ich finde es auch schwierig, wenn ein 51jähriger Mensch ausschließlich mit seiner Mutter zusammen gelebt hat; vermutlich würde mich das abschrecken. Aber letztlich kommt es auf die konkrete Situation an. An eine neue Frau an Deiner Seite solltest Du eh erst denken, wenn Du mit dieser Ex abgeschlossen hast.

Einerseits finde ich es richtig und wichtig, dass Du Dich abnabeln willst. Andererseits kann es zu diesem späten Zeitpunkt natürlich auch passieren, dass Du dadurch noch mehr aufgerieben wirst; jedenfalls dann, wenn die Pflege nicht anders geregelt wird. Es wird ja nicht einfacher, wenn Du nicht mehr vor Ort bist. Das gilt es abzuwägen.

Den Besuch einer Selbsthilfegruppe finde ich gut! Daumen hoch (und bin immer noch neugierig, wofür „CoDa“ steht, ich kann mir das echt nicht zusammenreimen Unwissender Smiley )

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T
@Matthias51 oh das schockiert mich wirklich sehr und macht mich richtig traurig. Ich habe auch einen Sohn 27 Jahre jung und würde Ihm niemals so eine Bürde mitgeben. Ich will das Er selbständig ist, und " sein" Leben lebt. Glücklich und frei . Ich freue mich sehr und bin Dankbar das Er während der Trennung an meiner Seite war, und wenn Ich Probleme habe, kann Ich immer auf Ihn zählen. Aber Ich werde nicht zulassen das Er sein Leben für mich aufopfert.

Eine Mutter sollte irgendwann loslassen und dem eigenen Kind nur das beste Wünschen.
Deine Mutter hält Dich gefangen ja, aber Du hast es all die Jahre zugelassen und Sie über dein Leben gestellt.Und jetzt kommt die Erkenntnis. Ich finde es sehr gut das Du Dir jetzt Hilfe holst .
Es wird Zeit an Dich zu denken!

Ich sprechen ein wenig aus Erfahrung. Meine Mutter war Co abhängig bis zum Tod Ihrer Mutter. Sie hat Ihr Leben lang darauf gewartet von Ihrer Mutter geliebt zu werden. Vergeblich..... jetzt wo Sie Tod ist, geht es Ihr Wirklich gut.

Geb vorher die Verantwortung ab. Bevor dein Leben zu Grunde geht.Und Lebe.

Das mit deiner Partnerin tut mir sehr leid, aber Sie hat den Käfig gesehen und das Du nicht frei bist. Trotzdem schmerzt es und Du denkst das war es jetzt. Nein muss es nicht. Du hast es in deiner Hand.

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T
@VictoriaSiempre CoDa so heißen die Selbsthilfegruppen für Co- abhängige . Wofür das Da steht weiß ich ehrlich gesagt auch nicht.

#21


M
Zitat von VictoriaSiempre:
Vielleicht solltest Du einen Schritt nach dem anderen gehen? Im Moment hast Du mit Deinem Liebeskummer genug zu tun, da musst Du mit der Wohnung ...

CoDa ist für direkt für Co-abhängige.
Ich bin jetzt 4 Monaten getrennt und habe in dieser Zeit zum großen Teil die Pflege meiner Mutter geregelt. AWO, Betreuungsdienst. Wenn ich ausziehe bekommt sie noch einen Notruf. Ende August ist erst mal die OP an ihrer Hüfte, das ist erst mal wichtig und danach werden sich weitere Schritte ergeben. Als ich ihr erzählte das ich eine Wohnung anschauen gehe, weinte sie. Sie ist genauso abhängig von mir. Was bedeutet es ist wichtig Abstand zu bekommen damit sie auch lernt einen eigenen sozialen Kreis aufzubauen. Betreutes Wohnen z.B. ,Sie ist hier genauso einsam. Ich habe auch innerhalb eines Monats mit dem Notar eine hausüberschreibung mit Pflegevertrag ausgearbeitet. Um das Land zu schützen und die Verantwortung zu übernehmen die ich hätte schon vor vielen Jahren hätte tragen sollen. Der Vertrag lässt mich auch außerhalb wohnen und ich hab mir so eine Altersvorsorge geschaffen. Meine Mutter wollte das schon lange aber ich hatte vor der Verantwortung Angst. Jetzt ist es anders. Ich kann das alles ermöglichen. Ab 1.11. kann ich eine kleine Wohnung beziehen. Ehrlich gesagt macht es richtig Spaß diese Verantwortung zu übernehmen. Die Trennung drückt das noch aber es ist OK. Danke Dir für Deine Worte🙏

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M
Zitat von VictoriaSiempre:
Ja, ich finde es auch schwierig, wenn ein 51jähriger Mensch ausschließlich mit seiner Mutter zusammen gelebt hat; vermutlich würde mich das abschrecken. Aber letztlich kommt es auf die konkrete Situation an. An eine neue Frau an Deiner Seite solltest Du eh erst denken, wenn Du mit dieser Ex abgeschlossen hast.


Ich hatte immer die Vorstellung das ich mit einer Frau hier auf dem Land glücklich werde. Jetzt weiß ich das es nur der Ersatz für meine Mutter gewesen wäre. Es klingt so blöd und Kindlich aber ich habe das überhaupt nicht so gesehen, es war einfach nochmal .... 🤦

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L
@Matthias51 so ist das leider, wenn man in so einer ungesunden Dynamik feststeckt, weil man auch von klein auf nichts anderes kennt. Mach dir da keine Vorwürfe, versuche es aufzuarbeiten und nach vorne zu schauen. Mit 51 ist noch alles möglich und du hast schon wichtige, erste Schritte gesetzt und es ist ja schon einiges in Bewegung. Klar wäre es schön gewesen, das vor der Trennung schon gewusst zu haben, aber manchmal braucht es einfach einen schmerzhaften Augenöffner Aufmunternde Emojis . Du bist bereit, dir Hilfe zu holen - auf mehrere Arten, nämlich auch, indem du hier schreibst - und du wirst sehen, dass nichts so heiß gegessen wird, wie es gekocht wird.

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