Gast2500
Gast
Während der ersten Wochen 'bereitete' sie mich nach und nach darauf vor, dass ihr Leben eigentlich nur aus Problemen besteht. Sie hatte scheinbar in ihrer Jugend unter ihrem herrischen Vater gelitten, ich den Eindruck, sie konnte nie wirklich Vertrauen und eine innige Bindung zum männlichen Geschlecht aufbauen. Ihre Freunde waren in meinen Augen ein sehr schlechter Umgang, habe bis heute keinen kennengelernt, der nicht entweder ein Alk. hat oder massive andere Probleme/Dro. am Hacken.
Ich bin Kopfmensch, bis heute der Ansicht, ich hätte mich nie verliebt, wenn ich das alles vorher gewusst hätte.
Sie war sehr ehrlich zu mir, aber trotzdem verändert das die Sozialisierung eben ja doch nicht von ihr.
Aufgrund der sehr unterschiedlichen Art kam es nach bereits drei Monaten zu Diskussionen, mehr von ihrer seite als meiner. Von ihr kein warmes Wort, kaum emotionen, kaum ein Kuss, der nicht von mir initiiert wurde und trotzdem sagte sie, sie habe selten im Leben geliebt, ich sei der zweite Mann, in den sie richtig verliebt sei, immer noch. Wir trennten uns irgendwie und doch nicht, weil sie scheinbar glaubt(e), dass das eben alles nicht passt. Und irgendwie nahm ich ihr diese Gefühle mir gegenüber ab. Wir sahen uns trotz 'Trennung ' auch weiterhin noch monatelang und kamen dennoch nicht voneinander los. Ich bestand jedoch darauf, dass wir keine sonstigen Intimitäten mehr haben, solange das Verhältnis nicht geklärt war, auf eine lockere Affäre hatte ich einfach keine Lust.
Seither zieht es sich und zieht es sich. Ich mache zunehmend mein Ding, habe mich in den letzten Wochen emotional auch von meinen Fesseln gut lösen können, bin aber noch immer nicht wirklich frei, wir sehen uns noch ab und zu,m sie redet kaum mehr mit mir über ihre Probleme...und ich merke, davon hat sie jede Menge. Neulich war wieder irgendwas mit einem ihrer Dro., sie weinte sich zwar samstags stundenlang bei mir aus, teilte mir aber nicht einmal ansatzweise mit, worum es ging, weil wir ja nicht mehr zusammen seien, wolle sie mir mehr alles aus ihrem privaten Bereich mitteilen und so weiter.
Ich hänge immernoch an ihr, auch wenn ich nun nach Monaten herumgeeier merke, dass ich weg bin, sobald die Richtige kommt.
Ich werde auch keinen Sex mehr mit ihr haben, mittlerweile mag ihr ihre Berührungen auch nicht mehr, ich habe für mich innerlich akzeptiert, dass ich nur die Kumpelfunktion zu haben scheine.
Wir reden und reden ständig über Sex, Neuanfang und sogar einer Zukunft aber dann kommt real insbesondere von ihrer Seite aus....garnichts.
Das Schlimme dabei ist, dass mein Verstand diese Frau in vielerlei, vielleicht sogar allerlei Hinsicht als zukünftige Partnerin ausschließt - auf sie ist keinerlei Verlass, wenns drauf ankommt, da könnte ich todkrank im Bett liegen, ihre *beep* Leute hätten Vorrang. Das weiss ich, das habe ich begriffen.
Und dennoch reizt mich diese Frau zeitweise immer noch mal, was ich selbst so garnicht kenne.
Das endgültige Loskommen, auch damit umgehen zu können, wenn sie mir nun jemanden Neues 'präsentiert', ich weiss nicht, ob ich schon soweit wäre......
Aber das noch viel kuriosere ist, dass ich sie nur vermisse, wenn sie nicht bei mir ist. Sehe ich sie dann, fallen mir viele negative Dinge an ihr auf, die ich vor einem Jahr noch nicht so gesehen habe. Ihre kaputte Haut vom Alk., die Zig., die gelben Nägel, alles wirkt ungepflegt, als hätte sie sich selbst aufgegeben.
Alle Zeichen stehen auf 'lass die Finger von ihr' und immernoch rede ich mit ihr über meine Gefühle und ernüchtere kurz darauf selber. Sobald ich ihr gesagt habe, wie sehr ich noch immer empfinde, stellt mir der Kopf sofort die Frage 'fühlst du wirklich, was du gerade eben gesagt hast, oder hast du es eben einfach nur noch mal gesagt?'
Merkwürdigkeiten, die ich so nicht von mir kenne.....und meine Befürchtung ist, dass 2014 so weiter geht, wie 2013 geendet hat. Da ich sie täglich sehe und wir uns auch noch fast täglich schreiben, fällt der Prozeß der Abnabelung umso schwerer.
Hat irgendwer ein paar Worte für diese merkwürdige situation übrig?