Annatroy
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ich bin 32 jahre alt und habe vor 3 jahren einen mann kennen gelernt, der für mich alles war, was ich mir "gebacken" hätte. ich habe 2 kinder aus vorangegangen beziehungen und kann trotzdem klar behaupten, noch nie hatte ich je so geliebt. das ganze hielt ca. 9 monate .
aus heiterem himmel, ohne vorkommnisse, nur mit der aussage, dass ich ihn betrügen würde (glatt erfunden!) machte er dann schluss. ich war im schock zustand. habe in 4 wochen 8 kilo abgenommen und war wirklich fertig mit der welt. wir hatten in der zeit immer wieder kontakt und er beteuerte seine nach wie vor bestehende liebe, aber er wäre sich meiner nie sicher gewesen und ich würde ihn eh irgendwann verlassen. nach endlos auf ihn einreden wollte er es noch mal mit mir probieren. das ganze hielt 3 dann wochen und ich fand heraus, dass er seit ca einem monat (also parallel) wieder mit seiner ex zusammen war! und es gab wohl auch noch eine kurze affaire mit einer ganz anderen. ich trennte mich und litt weiter wie ein hund.
ca. ein halbes jahr später (und immer wieder kontakt versuchen seinerseits). lies ich mich auf ein gespräch ein. er war niedergeschlagen "größter fehler seines lebens" etc., sagte er wäre bereits in theraphie. er will ein besserer mensch werden. ich lies mich ein stück weit wieder drauf ein und schaute mir das ganze ein paar wochen an. um dann irgendwann von seiner "freundin" kontaktiert zu werden, die mir mitteilte, dass sie gerade eine beziehungspause hätten um sich im klaren zu werden, ob sie dann heiraten wollen. hä? egal.
ich ging wieder auf distanz. weitere 8 monate später (und auch hier wieder mit regelmäßigen kontakt versuchen seinerseits) war ich mir sicher, ich bin drüber hinweg. was solls, ein gespräch, na und... zack war ich wieder mitten drin. er stellte sich mehr als rührend an, traf mich an punkten, die mich bewegten und versicherte mir, dass er nun von allem geheilt sei und weiß, dass er nur mich will.
ich lies ihn nicht mehr an mich ran, zumindest oberflächig. aber er hatte schon wieder mein herz berührt. aber auf eine beziehung wollte ich mich auch nicht mehr einlassen. das ganze ging ca. 9 monate. es war wie eine affaire. auf irgendeine art und weise schien ich süchtig zu sein. ich versuchte immer wieder "die sache" zu beenden und dann kam er mit hollywood reifen ansprachen, die mich immer berührten.
nachdem er wieder einmal mit so einer ansprache kam, dachte ich mir, vielleicht hat er ja recht und mein gefühl ist trotz allem was passiert ist so stark, also verdammt, dann geb dir einen ruck und dem ganzen noch eine chance. ohne geht es ja auch irgendwie nicht. ich teilte ihm meine entscheidung nicht mit und wollte das aber in kürze tun, dazu kam es nicht, weil er mich von nun an immer wieder versetzte und nicht mehr zurück rief.
ich wurde sauer und beendete das ganze "zum tausendsten mal", dann ging die mühle wieder von vorne los. da verstand ich, dass ich nie von ihm wegkomme solange er sich um mich bemüht, also dachte ich drehen wir den spieß um und gab ihm die chance, das letze wort zu haben. ich ging auf seine liebesschwüre ein und belagerte ihn gerade zu mit sms und liebesschwüren (schei. aktion, ich weiß, aber es hat geholfen). das ganze dauerte keine woche und seine aussage kam: ich habe mir das alles überlegt, wir passen doch nicht so gut zusammen und ich bin jetzt drüber hinweg. ich werde dich in ruhe lassen.
das war ja mein masterplan und ziel. es hat geklappt. soweit so gut oder was auch immer. seit her habe ich nichts vom ihm gehört (ca. 4 wochen). was auch gut ist.
der grund warum ich hier nun meine endlos geschichte aufgeschrieben habe ist, dass ich mich trotzdem super mies fühle.
es sind nun 4 wochen rum und es wird nicht besser. ich wollte ihn loswerden und habe es geschafft. ok. aber warum hört dann dieser herzschmerz nicht auf. ich will ihn definitiv nicht zurück, weil ich weiß, dass das nie gut geht und trotzdem könnte ich den ganzen tag nur heulen. vielleicht hat ja jemand hier ähnliche erfahrung. also sich selber getrennt (oder dafür gesorgt - wenn auch auf abwegige art und weise - dass sich der partner trennt) und hat trotzdem gelitten wie die sau. wann hört das denn auf? ich habe tierische angst davor, dass es nie aufhört, dass ich immer mit einem negativen gefühl dieser sache hinterher trauer. vielleicht nicht mehr so viel, aber kann man an einen punkt kommen an dem man sich "wohl" mit so was fühlt. nach dem motto, es hat nicht geklappt, ist aber ok. Wenn ja, wie?
ich könnte gegen die wand rennen vor ärger, dass ich meine gefühle nicht im griff habe
ps. ich bin auf dieses forum gestoßen, weil ich hier zum ersten mal das erkenntniss hatte, dass mein ex ein astreiner narzisst ist. ich hatte beim lesen vieler beträge hier stundenlang gänsehaut, weil es mir schien, dass "alle" genau mit "meinem ex" zusammen sein gewesen mussten. nach weiterem recherchieren ist mir aufgefallen, dass ich eine checkliste erstellen könnte und wirklich jeden punkt ausnahmslos abhaken könnte. es geht mir hierbei nicht um schuld zuweisung oder abtuen nach dem motto: er ist ein Ar. und ich bin toll. es ging mir nur darum, dem kind einen namen zu geben.

