Vorab erstmal Danke für deine ausführlicheren Worte.
Zitat:Warum willst du eine Frau, die unsicher und mit dem ganzen Leben überfordert ist?
Sie ist nicht mit ihrem ganzen Leben überfordert. Ich würde sie sogar als eine Frau beschreiben, die mit beiden Beinen grundsätzlich sehr gut im Leben steht. Trotz des Verhaltens ihres Ex-Mannes vor und nach der Trennung macht sie alles, damit dennoch der Kontakt Vater/Kinder nicht zu kurz kommt ohne dass ihre Abneigung ihm gegenüber in dieser Situation Relevanz hat, was ich ihr hoch anrechne, denn mit meiner Ex-Frau und meinen Kindern habe ich dies anders erlebt bei einer weitaus weniger "ekelhaften" Vorgeschichte. Und ja ich kann dies beurteilen. Und dies ist nur eine von mehreren Sachen, aus denen heraus ich mir dieses Urteil erlauben kann und will.
Extrem unsicher war sie in zwischenmenschlichen Dingen, welche sie sich in ihrer Ehe hat "anerziehen lassen" würde ich sagen.
Sie hatte zb Angst vor mir ihre Englisch Übungen mit einer App zu machen, weil sie weiss dass ich recht gutes Englisch spreche und ihr Ex-Mann sie für ihr Englisch ausgelacht hat und solche "Kleinigkleiten" halt. Zu ihr durchzudringen, dass dies Unsinn ist, hat auch eine ganze Weile gedauert.
Zitat:Was heißt "kaltes Verhalten"? Sie hätte ja mit dir reden können, wenn sie etwas stört.
Nach jenem Telefonat mit meiner Tochter war ich extrem am Boden und dementsprechend sehr distanziert, was in einer Fernbeziehung so eigentlich nicht sein sollte. Ist man beisammen, kann man den Partner sehen und auch spüren, was eine solche "Kälte" extrem abschwächt aber mit 600km Distanz ist dies eben nicht möglich. Sie hatte ja auch vor dem Wochenende extreme Angst, ich könne eifersüchtig sein weil ihr Ex-Mann sich stets so verhielt und somit war die Situation schon irgendwie vorbelastet.
Wie erwähnt bat ich sie am folgenden Tag auch um eine Woche Abstand, weil ich über die Dinge, welche da geschahen nachdenken und mich sammeln musste. Als sie fragte, ob ich auch über uns nachdenken müsse, antwortete ich mit "Ja" und ich weiss nicht einmal warum denn natürlich hatte ich dazu keinen Grund. Mit etwas mehr zeitlicher Distanz habe ich mich eigentlich wie ein kleines bockiges Kind verhalten und alles und jeden von mir weggeschoben.
Sie sah in diesem Moment das Verhalten ihres Ex-Mannes in mir, war durch mein davonschieben verletzt und hatte in Erinnerung, dass es in den Beziehungen zuvor nur noch schlimmer, als besser wurde und baute sich ienen Schutzschild auf.
Selbst erntsgemeinte Fragen aus Sorge von mir, der noch immer ein angespanntes Grundverhalten zeigte, kamen bei ihr vielmehr als Kontrollfragen an für die sie sich rechtfertigen sollte und so zog sie dann die Reissleine.
Diese 2 Wochen stressten sie so sehr, dass sie sich wieder ein Päckchen Zig. kaufte, trotz ihrer Krebserkrankung im Jahr zuvor und dass sie seit mehr als 8 Jahren Nichtraucherin war. Als ich sie nach der Trennung darauf ansprach, warum sie mir das mit den Zig. nicht einfach sofort sagte, weil ich dann sofort zu ihr gefahren wäre was auch immer sei antwortete sie mir, dass ich ohnehin schon so sauer und enttäuscht gewesen sei, obschon ich nie sauer auf sie war, geschweige denn enttäuscht von ihr.
Zitat:Hinter ihren Trennungs-Worten steckte vielleicht eine Botschaft zwischen den Zeilen und du solltest ihr sich Abwenden gar nicht ehrenhaft akzeptieren, sondern ihr zeigen, wie sehr du die Beziehung mit ihr möchtest, sie liebst.
Das klingt mir schon wieder zu absurd.