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Ex Freundin zurück und dann doch nicht?!

M
Hallo an alle.
Ich habe mir die letzten Wochen eure Beiträge gut durchgelesen. Nun möchte ich euch meine Erfahrungen mitteilen. Vielleicht hilft es dem Einen oder Anderen.

Kurz zu der Geschichte. Wir sind beide 40, und waren fast 2 Jahre zusammen. Anfangs war alles super und es hat wirklich alles gepasst. Naja bis wir zusammen gezogen sind. Wir haben uns entschlossen eine große Wohnung zu nehmen, damit wir alle viel Platz haben. Sie, ihre zwei Kinder und ich. Wie gesagt, es war alles, zumindest für mich, perfekt. Bis es auf ein Mal anfing seltsam zu werden. Weniger bis gar keinen S. mehr, keine Zärtlichkeiten und zum Schluss nicht mal mehr eine Umarmung. Sie hatte auch keine Lust mehr direkt von der Arbeit nach Hause zu kommen. Kurz gesagt, hatte sie keine Lust mehr auf mich. Einen andere gab es und gibt es nicht, falls das jemand denken könnte. Ich habe versucht öfter mit ihr darüber zu reden, aber ohne Erfolg. Ständig eskalierte es. Sie wurde wütend und wollte nicht darüber reden. Ich blieb immer ruhig und sachlich. Nie hab ich sie angeschrien oder respektlos behandelt. Dann vor 3 Monaten, kam sie nach Hause total sauer und anscheinend genervt von mir, warum auch immer, fing ein Streit an, wo sie dann meinte wir sollten es lassen, es würde so nichts bringen. Also Schluss. Ich hab dann meine Sachen gepackt und bin dann weg. Einen Monat später, hab ich meine Möbel und Sachen geholt. Es verlief alles ohne Ärger und wir haben uns da recht gut verstanden. Ab und an mal normal geredet, wenn ich mal 5 Minuten dort war, um meine Post zu holen. An einem Tag war sie recht fertig und erzählte mir, dass es schon schade sei, dass ich jetzt so viel machen würde. Also ich sei direkt ausgezogen und nur noch unterwegs. Das hatte sie sich eigentlich immer gewünscht, dass ich mehr raus gehen. ich könnte noch mehr schreiben, aber das wird dann nur zu viel.
Worauf ich eigentlich hinaus will ist, ich habe vieles probiert. Sie weiß, dass ich es probieren möchte, aber Freundschaft, die sie mir anfangs angeboten hat, habe ich abgelehnt, da ich sowas wirklich nicht kann und nur auf ein zusammen kommen interessiert bin. Den Kontakt habe ich runtergeschraubt, haben uns dann 1 oder 2 mal zum Kaffee getroffen. Hätte sie gerne öfter gesehen. Ich muss dazu sagen, von ihr kam nie die Initiative, da ich meistens vorher gefragt habe. Sie hatte trotzdem irgendwie nie Zeit.
Ich habe gestern einen letzten Versuch für mich gestartet. Wir haben telefoniert. Sie war mal wieder genervt, weil sie wenig Zeit hatte. Bei dem Gespräch erfuhr ich, dass sie sich zwischendurch überlegt hat, es nochmal zu versuchen, sie aber jetzt doch keine Lust mehr hat, weil ich sie nerve. Ich denk sie verträgt die Wahrheit nicht. Aber ist auch egal. Ich kann es sowieso nicht ändern.
Das mit dem Kontaktabbruch muss nicht immer sein. Man muss nur vorsichtig sein, was und wieviel man schreibt oder sagt. Wenn der Ex Partner es noch mal versuchen will, hat es in meinen Augen nichts damit zu tun. Da kann man schon fast machen was man will. Solange man den anderen nicht ständig nervt, so wie ich es wohl gemacht hab, kann es funktionieren.

Fürs nächste Mal (hoffen wir es wird nie dazu kommen) weiß ich es jetzt besser. Einfach ehrlich dem Anderen sagen, was man sich wünscht und dann muss der jenige die Initiative ergreifen. Kommt nichts, hat man seine Antwort.
Ich werde jetzt natürlich nichts mehr machen. Überhaupt keine Meldung von mir, da sie schon genervt und gereizt ist. Falls das gestrige Gespräch nicht alles kaputt gemacht hat, wird vielleicht in ein paar Wochen was kommen. Und wenn nicht, dann ist das leider so. Ich bin mir auch nicht sicher, ob sie das nur so gesagt hat, mit den Gedanken es nochmal zu versuchen, um mich zu ärgern. Sie hat es aber geschafft.
Würde gerne noch viel mehr schreiben, aber dann wirds zu viel zum Lesen.
Mein Fazit: es gibt fast immer eine Möglichkeit zusammen zu finden. Wenn der Verlasser noch Gefühle hat, ist es fast egal was man macht. Ob man sich an die ganzen Ratgeber hält oder nicht, das ist dann eher Zufall.
Lg

14.01.2020 10:25 • x 2 #1


P
Denke die Dame hat wahrscheinlich nicht Dich als Hauptproblem sondern generell ein Problem mit Nähe, Verbindlichkeit und Co.

Solange man räumlich getrennt ist, seinen Rückzugsort hat, da Beziehung klappen kann.

Das Problem dann sich oft erst zeigt wenn man sich nicht mehr aus dem Weg gehen kann zb. durch eine gemeinsame Wohnung.

Was war denn der Grund für die Trennung zb. vom Ex/Kindsvater ?

Finde das wichtig zu wissen weil man daran auch schon was erahnen kann oft.

14.01.2020 11:39 • x 1 #2


A


Ex Freundin zurück und dann doch nicht?!

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P
Und wenn Du Dir realistisch nichts vorzuwerfen hast wie beschrieben. Dich nicht verändert hast persönlich. Dann Deine Partnerin da psychisch/emotional instabil ist, vielleicht auch beziehungsunfähig.

Dann von einer Neuauflage der Beziehung Deinerseits abraten würde und das dringend !

Solche Menschen werden wie eingesperrte Wildtiere dann aggressiv hochgradig, gehen selbst kaputt und den Tierfänger dann auch totbeissen wenn nötig um wieder frei zu sein.

Hatte auch schon 2 solcher Exemplare erwischt. Bett zb. ist Werkzeug um zu binden, sich ein echtes Familienleben wünschten auch, darauf hingearbeitet haben und sie hatten übrigens auch Kinder von anderen Männern.

Dann wollten sie zusammenziehen, war auf ihr Betreiben hin.

Danach ging es nur abwärts bzw. zum Glück auch 1x kurz davor.

Und wenn das Thema abgehakt war dann plötzlich wieder wie normal waren da der Druck weg und auch das Bett spielte wieder eine Rolle.

Aber normal geht da nicht und normal ist da auch nichts leider.

Ist irgendwie eine Angst vor Verbindlichkeit, Unfreiheit usw. und dann wird man vom Geliebten plötzlich zum Feind weil man sie angeblich zu irgendwas zwingt was sie garnicht wollen oder können. Dabei hat man nur eine Schuld, man war anwesend und geblendet, hat geliebt und vertraut. Die Belohnung ist dann Dein Zustand da.

Lass es lieber.

14.01.2020 11:56 • x 2 #3


P
Übrigens ist Nähe auch immer ganz schlecht für unechte Leute bzw. Schauspieler.

Man sieht dann zu schnell das wahre Gesicht, weil Schauspiel Kraft kostet und leichter durchzuhalten ist mit Verschnaufpausen.

Diese Pausen fehlen dann bei gemeinsamer Wohnung und erst dann auch das wahre Gesicht siehst.

Das Schauspieler auch fürchten sorry, das man sie sieht wie sie sind und nicht wie sie gesehen werden wollen.

Deswegen manchmal auch der Schock wenn der geliebte Mensch dann plötzlich zu einem Fremden mutiert weil dann die Maske fällt.

14.01.2020 12:13 • x 2 #4


M
Schnelle und gute Antworten. Danke dafür schon mal.

Also sie hat sich damals von ihrem Ex Mann getrennt, weil er ihr länger schon fremdgegangen ist.
Zuneigung und das alles, kann sie nicht wirklich zeigen. Mir und den Kindern gegenüber sehr wenig bis keine Umarmungen oder Streicheleinheiten, so wie ich es als Kind kennenlern durfte.
Das mit dem aggressiv werden, kommt sehr gut hin. Sobald man sie auf Sachen bezüglich Beziehung, Zärtlichkeiten oder ähnliches angesprochen hat, wurde sie sehr schnell böse/aggressiv, wie ein in die enge getriebenes Tier.
Erkenne vieles in euren Texten wieder. Genauso wie, dass ich sie als Person gar nicht mehr wieder erkenne.
Ehrlich gesagt, weiß ich nicht was ich überhaupt bei ihr noch bezwecken wollte.

14.01.2020 13:33 • x 1 #5


P
Du kannst das leider nicht ändern, Therapeut und gleichzeitig Partner sein geht prinzipiell nicht da man nicht neutral ist.

Im Grunde ja eigentlich nur will was versprochen wurde und das es so funktioniert wie vermittelt wurde.

Das erkennen die Damen und Herren auch, diesbezüglich nicht dumm sind und sehr empathisch/empfänglich.

Das hat so keinen Sinn und artet höchstens in nen Machtkampf aus.

Aber was Gutes wird daraus leider nicht.

Deswegen geh lieber und gesunde Menschen reagieren nicht so schräg und werden gute Eigenschaften auch achten und nicht bekämpfen, abwerten, abstoßen etc.

14.01.2020 17:54 • x 1 #6


unbel-Leberwurst
Zitat von Mauruxs:

Also sie hat sich damals von ihrem Ex Mann getrennt, weil er ihr länger schon fremdgegangen ist.
Zuneigung und das alles, kann sie nicht wirklich zeigen.


Wenn sie sich zu ihrem Ex ebenso verhalten hat, durfte sie sich auch nicht wirklich wundern, dass er fremdgegangen ist.

14.01.2020 19:58 • x 1 #7


M
Zitat von unbel Leberwurst:


Ehrlich gesagt, habe ich da auch schon oft dran gedacht.

Sie musste schon sehr früh, glaube mit 16, alles alleine machen. Auszug, Ausbildung und alles andere alleine ohne Hilfe. Da ist es sehr schwer, dass sie Hilfe annimmt.
Ich weiß, ich sollte keinen Gedanken mehr daran verschwenden, dennoch verstehe ich nicht, warum sie mir bei dem letzten Gespräch sagen musste, dass sie sich zwischendurch mal überlegt hat, es doch zu probieren.
Wenn sie es nicht möchte, weil ich sie angeblich so genervt habe, könnte sie es für sich behalten. Stattdessen nimmt sie in es in Kauf mir damit weh zu tun können. Kann man wirklich so böse sein oder war das im Affekt, weil sie angegriffen wurde?! Ich weiß zu dem, dass es ihr die letzten Tage oder sogar Wochen echt mies geht.
Ich würde sogar behauptet, sie stand kurz vor einem Zusammenbruch. Was mir grad einfällt, sie hat es mir gegenüber, kurz nach der Trennung erwähnt. Also beim Gespräch, dass sie am liebsten komplett eine Weile alleine wäre, sie aber quasi nur mich wegschicken/drücken könne, die Kinder natürlich nicht, weil sie funktionieren müsse. Wenn ich da jetzt drüber nachdenke, habe ich es mit meinem Verhalten nicht besser gemacht bzw. ihr helfen können.
Das ändert natürlich die Sichtweise. Damit meine ich, wenn man verlassen wird und es keinen fetten unverzeibaren Grund gibt, sollte man wirklich den Anderen in Ruhe lassen. Wenn noch Gefühle im Spiel sind, wird eine Meldung kommen. Meistens ist es doch so, wie bei mir, dass man in so einem Fall doch schon sehr egoistisch ist und nur an seine Vorteile denkt. Das geschiet nicht mit Absicht, viel mehr ist es emotional, aus Liebe, Verzweiflung, gekränkter Stolz oder was auch immer. Erst wenn man klar sieht, wird das einem bewusst und man erkennt, ob die Person einem wirklich so viel bedeutet oder nicht.
Ich für meinen Teil, so wie jeder andere auch, muss und sollte nach vorne sehen. Es ist sonst verdammt schwer bis fast unmöglich, aus dieser sich selbstbemitleideten Situation herauszukommen. Seit drei Monaten zerbreche ich mir den Kopf. 24/7 die selben Gedanken und das ist alles andere als gut. Das kann sogar physischen Schaden verursachen. Keine Ahnung warum ich das jetzt schreibe, mir war grad danach, da loszuwerden. Außerdem habe ich keine Lust mehr auf ständige Kopfschmerzen, Kreislaufproblem und Bauchschmerzen, welche ich vorher so nie hatte. Das ist es nicht wert.
Das Leben hat so viel mehr zu bieten und das wird einem mit der Zeit immer klarer.
Ich werde hier weiterhin alles verfolgen und meine Erfahrungen, Meinungen undR atschläge der letzten Jahre gerne mit euch teilen.

Jedenfalls vielen Dank fürs lesen und antworten.
Ich gehe mal ne Runde spazieren

15.01.2020 12:39 • #8




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